Kundenrezensionen

12
4,3 von 5 Sternen
Journal for Plague Lovers (Limited Edition Deluxe CD + Demos-CD)
Format: Audio CDÄndern
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10 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 24. Mai 2009
Zuerst mal habe ich keine Ahnung, was die andauernden Vergleiche mit Holy Bible sollen - diese wird ja von der Band selbst als ihr Meisterwerk gepriesen und von Musiktheoretikern als innovativ gefeiert, aber das war es dann auch schon. Es hat den Anschein, als würde man mit Erwähnung dieses Albums kurz den Manics-Kenner geben müssen, um dann von der neuen Scheibe irgendwelche obskuren Innovationen zu erwarten. Und wenn Bloc Party und co. demnächst Stockhausen nachspielen wollen, na und?, die Manic Street Preachers müssen nichts mehr beweisen, und zum ersten Mal seit 15 Jahren klingen sie nun auch endlich so!

Wer sie zur Zeit von Generation Terrorists und Gold Against The Soul live gesehen hat, dem dürfte aufgefallen sein, wie verkrampft sie seither musikalisch zu Werke gingen. Zuerst, als sie mit Holy Bible gegen den von ihnen selbst tatkräftig unterstützten Hype angekämpft haben, später, als sie mit Everything Must Go und This Is My Truth versuchten, den Verlust von Richey zu verarbeiten und ihren Stil als Trio zu finden, danach ging es doch nur noch darum, irgendwie "relevant" zu bleiben. Bezeichnend, dass Lifeblood, das noch am ehesten so klang, als würden sie sich auf ihr Gefühl verlassen anstatt Erwartungen zu bedienen, der grösste kommerzielle Flop und danach schnellstens zum Fehler erklärt wurde, mit dem man ja nie richtig zufrieden gewesen sei. So ging Send Away The Tigers danach auch bis zur Schmerzgrenze auf "Nummer sicher".

Und jetzt kommt dieses Journal For Plague Lovers, klingt von Anfang bis Ende nach Manic Street Preachers, klingt nach Generation Terrorists, Gold Against The Soul und Holy Bible, ohne von diesen zu kopieren, hat tolle Melodien, ohne in den Pathos a la If You Tolerate This und A Design For Life abzudriften, gibt bis auf das Lou Reed-artige William's Last Words dreizehn Tracks lang souverän genau das, was die Manics am besten können, und es soll musikalisch kein Höhepunkt ihrer Karriere sein?

Für mich ist Journal For Plague Lovers ein Highlight, das mit allen bisherigen Manics-Alben mithalten kann und die neuesten Veröffentlichungen von Künstlern mit ähnlich langer Diskographie, z.B. Morrissey, Therapy?, Depeche Mode (die ich alle sehr verehre) übertrifft.

Auf der Scheibe finden sich überwiegend Uptempo-Stücke, die poppig, melancholisch und hymnenartig daherkommen, es wird an keinem Punkt doof gehardrockt oder zu poppig und seicht, und überall finden sich sekundenlang kleine Referenzen, die manchmal an eigene Songs zu Generation Terrorists-Zeiten (Me And Stephen Hawking) oder Gold Against The Soul-Zeiten erinnern (Bag Lady), manchmal an TV-Themes wie Magnum (Peeled Apples), a Stephan Eicher (This Joke Sport Severed) oder Cure (Journal For Plague Lovers).

Lieblingsplatte 2009!
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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 21. Oktober 2009
Über die Musik möchte ich an dieser Stelle keine überflüssigen Worte verlieren. Das Album wurde ja oft genug rezensiert.
Meines Erachtens ist es ein ganz starkes Werk einer grandiosen Band. Es braucht seine Zeit um sich zu öffnen, aber dann
entdeckt man immer wieder neue Facetten in den Kompositionen.
Was mich reizte die Deluxe-Edition zu kaufen war in erster Linie die Zusatz-CD. Und hier zeigt sich die Band noch roher,
noch ungeschliffener und spröder als auf der Standard-CD, die ja schon bewusst 'rough' produziert wurde.
Schon allein deshalb ist die Deluxe-Version empfehlenswert. Dazu kommt das wunderschöne Artwork. Alle Texte von Richard Edwards
sind it passenden Bildern illustriert und in Form eines kleinen Buches verpackt. Da macht schon das Blättern und Lesen
doppelten Spaß.
Fazit: Wer bereit ist ein paar Euro mehr zu investieren sollte sich die Deluxe-Version zulegen.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 21. August 2009
So, nachdem ich mich wieder gefasst habe, werde ich mal versuchen, zu beschreiben, was ich beim ersten Hören dieser - wievielten eigentlich? - Scheibe einer meiner absoluten all-time-heroes empfunden habe. To put it in three words: They are back.

Vor 15 Jahren stolperte ich in der städtischen Bibliothek über mein erstes Manics-Album: "Gold against the soul", der Zweitling. Ich war vom ersten Song an gepackt und nie wieder losgelassen. Ein halbes Jahr später verschwand Richey James - und für mich als teenage-fan brach natürlich eine Welt zusammen.
Und in gewisser Weise markierte der stille Fortgang von "Teddie" auch eine Zäsur im künstlerischen Schaffen der Manics. Keines der Alben, die sie nach The Holy Bible veröffentlichten, vermochte es, mich derart zu elektrisieren wie die ersten 3 Alben sowie die frühen Demos ala Motown Junk, New Art Riot & Strip it down & Co. Es waren immer diverse Reißer und Glanzpunkte dabei, aber keines der Nachfolger brachte es zu ähnlichem Kultstatus wie seine Vorgänger aus der Richey-Ära.

Und nun - das. Es scheint, als wären die Verse Richey Edwards' in der Lage, das Kreativzentrum desjenigen zu beseelen und zu pushen, der sich ihrer annimmt und versucht, ihnen den passenden musikalischen Korpus anzulegen. Seit Jahren habe ich keine so kraftvollen, egozentrischen und regelrecht treibenden Klänge mehr aus Richtung der Waliser vernommen.
Ich hab mich die letzten Jahre des Öfteren gefragt, woran es wohl gelegen haben mag, dass die Manics nie wieder zu alter Größe hatten finden können. Die letzten Alben wirkten, aneinandergereiht, wie eine Luftmatratze, der ganz langsam die Luft ausgeht.
Sind es am Ende doch die Aggressivität, der trockene Realismus, die manchmal schon schmerzende Desillusioniertheit, die Edwards in seine Texte warf, und die sich wie von selbst in die passenden Noten zu verwandeln scheinen und alles "gut werden" lassen?

Sicherlich Auffassungssache, aber: Hier passt nun endlich wieder alles zusammen. Geniale Gitarren-Riffs, James Dean Bradfields Stimme, von wütig bis klagend, endlich wieder auf die Essentials reduziert, die Melodien hauchen den Texten Leben ein - kurzum: Manics-Songs erzählen endlich wieder Geschichten, die das raue Leben schreibt, mit einer wiederentdeckten trotzigen Leidenschaft, die einfach nur begeistert.
Da ist wirklich fast jedes Lied ein Treffer, jede Note eine Reminiszenz an vergangene Tage. Es fällt mir schwer, bestimmten Songs eine besondere Empfehlung auszustellen. Für meine Begriffe sind alle Lieder phänomenal, lediglich ausgerechnet die erste ausgekoppelte Single "peeled apples" wirkte gegen die übrigen Songs eher etwas "durchschnittlich".
Absolut hörenswert sind u.a. "Jackie Collins Existential Question" - der Refrain "Oh mummy, what's a sex pistol?..." begleitet mich seit dem ersten Hören und will mir nicht mehr aus dem Kopf -, "Marlon J.D." ist ein ebensolches Wahnsinnsstück wie das titelstiftende "Journal for Plague Lovers" oder "She bathed herself in a bath of bleach".
Etwas ganz Besonderes dürfte mit "Williams last words" der erste Manics-Song sein, der nicht von James Dean Bradfield, sondern von Nicky Wire gesungen wurde. Dessen alles andere als perfekte Stimme erinnert entfernt an Neil Young oder Lou Reed und ist zunächst etwas gewöhnungsbedürftig. Hintergrund des Ganzen ist die Message des Songs, die viele als eine Art liedgewordenen Abschiedsbrief Richey James' verstehen; eingefleischte Fans werden um das besondere Verhältnis Nickys zu Richey wissen, andere Stimmen wiederum verlauten, dass es gerade James Dean Bradfield war, der es nicht über sich brachte, diesen Song einzusingen. Ein sehr sehr trauriger, aber auch umwerfend schöner Song.
Und nicht zuletzt: Welch Hommage an Richey James Edwards.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Seitdem Richey James Edwards verschollen ist, ist James Dean Bradfield nicht mehr der Gleiche und die Alben der Manics wurden immer schwächer. Doch mit "Journal For Plague Lovers" ist ihnen ein Comeback zum Popolymp gelungen. Das Rezept ist ganz einfach - die Songtexte des Albums stammen eben von besagtem Richey Edwards, die Musik haben Bradfield, Jones und Moore beigesteuert. Produziert wurde das Ganze von keinem geringeren als Steve Albini. Und so wundert es auch nicht, dass sie Songs wieder die Bissigkeit und Dynamik von einst haben. Sicherlich erreicht das Album nicht die Qualität des Referenzwerks der Band "Holy Bible", aber es kann durchaus mit den kommerziell erfolgreichen Alben wie "Everything Must Go" oder "This Is My Truth Tell Me Yours" mithalten. Das rohe Sounddesign erinnert schwer an diese Zeiten um 1994. Einen Großteil sollen die Waliser gar live und analog eingespielt haben, ohne digitalen Schnickschnack. Schöne Songs hält die Scheibe parat: Vom rockigen Opener "Peeled Apples" über das tolle "This Joke Sport Severed" und "Pretension/Repulsion" das gar an frühe Offspring Aufnahmen erinnert bis hin zum letzten Song "William's Last Words", das von Nicky Wire eingesungen wurde und verdächtig nach Lou Reed klingt. Das mittlerweile neunte Album der Manics lebt vor allem von der Nostalgie, dem Erinnern, der Melancholie. Man sollte diese Platte als tiefe und höchst würdevolle Verbeugung vor Richard James Edwards sehen.
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13 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
TOP 500 REZENSENTam 19. Mai 2009
Was las man da nicht alles in den eingängigen Fanzinen über den Versuch der Manics die lyrische Hinterlassenschaft des seit 1995 verschollenen Ex-Bandmitglieds Richey Edwards zu vertonen. Geschmäht wurden Sie, weil das für Edwards Fans (der ja fast so eine fanatische Gefolgsschaft wie Ian Curtis hat) ja per se ein Sakrileg ist und die rohe Produktion von Steve Albini sei ,ratlos' bis ,einfallslos' und überhaupt wäre das Album unzugänglich und ohne Höhepunkte. Hier also ein Versuch der Rehibilitation des Albums im Speziellen und der manics im Allgemeinen:

Zu Steve Albini; er tat, was er meistens tut, wenn er eine Platte produziert - er drückte die Aufnahmetaste . Natürlich klingt dieses Album roh und unproduziert - das ist ja erstens Albinis Markenzeichen und zweitens passt das ja auch zu den Manics, für die dieser soundtechnische Schritt zurück ein kreativer Schritt nach vorne war, waren doch die letzten Alben musikalisch gut, aber allzu glatt produziert. Gleich beim opener ,Peeled Apples' wird gegrunged like it's 1991 und das ganze Album ist ,recorded live to analogue tape' und sicher nichts für audiophile Ansprüche, lässt die Durchschlagskraft die diese Band aber einmal hatte wieder neu erblühen. Die Kompositionen hier drauf sind nicht besser oder schlechter als auf allen anderen Manics Alben auch und seriously folks: eine Rock-Band die im UK seit 1991 jede ihrer singles in den Top 40 plazieren konnte und seit 1996 alle in den Top 20, die kann songwriterisch doch nicht so falsch liegen.

Ja und das dieses Album unzugänglich wäre, ist wohl das größte Armutszeugnis, dass sich der ,namhafte Kritiker' selbst ausstellen konnte, denn eigentlich wimmelt es hier nur so vor eingängigen Manics-typischen Gitarren Riffs; Im Titelsong wird gezeigt welche Bandbreite Sie emotional immer noch abdecken, und bei zwei songs gibt's dann sogar Geigen, die aber in unkitschiger Manier nur die Melancholie der - trotzdem rockigen songs - so herausstellen, wie nur diese Band das kann.

Wenn es also ,In' ist die MSP zu verreissen, dann wahrscheinlich, weil man ihnen gerechtfertigter Weise eigentlich nichts vorwerfen kann, ausser, dass diese Band sich nie um das geschert hat, was rund um Sie passierte. Und das tun Sie nach wie vor nicht, und sind deswegen nach wie vor wichtig.
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 15. Mai 2009
In der Tat knüpft dieses Werk der Manics an Holy Bible an. 13 Songs von rauh bis akkustisch, alles ist dabei. Gerade Fans der älteren Alben werden hier gut bedient und Ihre Freude haben. Alles verpackt in knackige 40 Minuten Laufzeit.
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12 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
14 Jahre ist es nun her dass Richy James Edwards einfach mal so von der Bildfläche verschwand und die drei übrig gebliebenen der Band überlegten ob sie denn weitermachen oder aufhören sollen.

Zum Glück wurde weiter gemacht und die drei Herren haben in der Folge meiner Meinung nach kein einzig schwaches Album abgeliefert. Klar wurde ihnen vorgeworfen immer mehr in Richtung Pop zu gehen, war für mich aber nie ein Problem, da ich wie gesagt alle Alben mag.

Nun wurde also die neue Platte veröffentlicht und alle Texte auf dieser stammen ausnahmslos aus der Feder des vermissten und mitlerweile für Tot erklärten Edwards. Das musikalische Gewand dass die Texte umgibt stammt aber natürlich vom Rest der Band. Und es bleibt nur eins festzustellen.

Das Album ist erdig, rockig und knallt trotzdem in bekannter Manics Manier direkt ins Ohr. Dazu kommt dass alle Songs eine Länge von nur ungefähr drei Minuten haben, in diesen aber immer eine Menge passiert und die Platte dadurch nie langweilig wird.

Wenn dann nach gut 45 Minuten die letzten Töne verklungen sind steht bzw. stand für mich eines fest. Ich habe gerade eines der besten Rockalben dieses und wahrscheinlich auch der letzten Jahre gehört.

Einzig den Vergleich zu Holy Bible scheue ich, was zum Glück auch nicht nötig ist. Denn das Album steht für sich und von daher kann man solche Vergleiche schenken, denn eines ist mal klar. Die Manics waren und werden wohl nie ein Abziehbild ihrer selbst sein.

Kaufen!!!!
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am 18. Mai 2009
Nach knapp 2 Monaten nahezu ständigem Hören hat sich "Journal for plague lovers" mittlerweile in meinem Gehörgang festgesetzt und weist enorme Substanz auf. Markante Texte, eindringliche Stimme von JDB, gutes Songwriting, was will man mehr? Wer Wert auf ein tolles Booklet legt, sollte noch schnell die Limited Edition kaufen, wer einen hidden track sein Eigen nennen will, der kauft die herkömmliche CD-Version, denn darauf befindet sich nach dem letzten Song ab Minute 7:45 "Bag Lady", ein sehr guter Song, der sehr rauh eingespielt wurde. Klare Kaufempfehlung, daher 5 von 5 Sternen.
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0 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Wer die Manic Street Preachers mag, wird auch das sicherlich mögen, bei Musik ist es halt immer so eine Geschmackssache. Ich persönlich finde das Album klasse, wie eigentlich alles von denen.
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1 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
... dass zur Zeit mehr über das streitbare Cover des neuen Albums der Manic Street Preachers als über die Güte des Inhalts debattiert wird, sollte einen schon stutzig machen. Denn die richtige Frage lautet für mich keinesfalls, ob die Abbildung geschmackvoll ist oder nicht, hier hätte man sich bei früheren Alben wie "The Holy Bible" mit dem auf gut bayrisch g'wamperten Weibsbild einen Vorgeschmack an Kunstverliebtheit und kalkulierter Provokation der Band holen können. Nein, die richtige Frage muß lauten: Hat es eine neue Platte der Manic Street Preachers überhaupt gebraucht? Und nach dem Anhören muß man leider konstatieren: Eine solche nicht. Denn wenn man sich sonst über die allzugroße Glätte und Stromlinienförmigkeit von Produktionen beklagt, so hätten bei "Journal For Plague Lovers" ein paar mehr Ideen, ein wenig mehr Verdaulichkeit nicht geschadet. Gut, ein neues "Motorcycle Emptiness" konnte keiner erwarten, aber vom Glanz früherer Hymnen wie "My Little Empire" und "Kevin Carter" ist auch weit und breit nichts zu spüren. Inspirationen Fehlanzeige, keine Glanzlichter, die einen wie früher mit schwächerem Material versöhnen konnten. Am ehesten hört man dem elektronisch aufgepimpten "Marlon J.D." noch an, dass die Manics mal vom Punk kamen. Leider sind sie heute bei eher belanglosem Hardrock angekommen. Da kann es auch nicht trösten, dass das Textmaterial vom schmerzlich vermißten Richey James Edwards stammen soll - wenn die Musikverpackung so dermaßen durchschnittlich ist, möchte man vom Inhalt auch nicht mehr viel wissen.
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