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Jossel Rakovers Wendung zu Gott
 
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Jossel Rakovers Wendung zu Gott [Gebundene Ausgabe]

Zvi Kolitz , Paul Badde , Tomi Ungerer
5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
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  Alle Preisangaben inkl. MwSt.
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 184 Seiten
  • Verlag: Diogenes; Auflage: 2., Aufl. (Oktober 2004)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3257064489
  • ISBN-13: 978-3257064483
  • Größe und/oder Gewicht: 18,4 x 12,4 x 2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 168.248 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Eine Flaschenpost aus den Ruinen des Warschauer Ghettos: Jossel Rahover, einer der Kämpfer im Aufstand gegen die Nazis, hinterläßt sein Testament. Halb Brief, halb Gebet, hat es seit dem ersten Erscheinen 1946 in Buones Aires, seine eigene Geschichte: Immer wieder wurde es als authentisches Dokument veröffentlicht...

Klappentext

Eine Flaschenpost aus den Ruinen des Warschauer Ghettos: Das Haus, in dem sich Jossel Rakover verschanzt hat, ist eines der wenigen, aus denen noch geschossen wird. Zum Widerstand entschlossen, nutzt Jossel Rakover die letzten Stunden seines Lebens zu einer leidenschaftlichen Botschaft an Gott.

Zvi Kolitz, ein junger jüdischer Journalist, veröffentlichte diese Botschaft 1946 in der "Jiddischen Tsaitung" von Buenos Aires, und damit war die Legende eines authentischen Schicksals geboren.

Nach einem Besuch bei Zvi Kolitz in New York erzählt der Publizist Paul Badde, welchen Weg das kleine "Jahrhundertwerk" um die Welt nahm.

Nun liegt erstmals eine Ausgabe vor, die den Originaltext - in der Transkription von Arno Lustiger - enthält und die Odyssee des Textes nachzeichnet. -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.


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Kundenrezensionen

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
13 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Unbedingt lesen! 4. Juli 2007
Format:Gebundene Ausgabe
Der Text der Geschichte war schon lange bekannt, über seinen Autor streiten heute die Literaturwissenschaftler noch immer, doch der Text übersteigt seinen Autor. Wolf Biermann schrieb darüber: Seit ich weiß, dass dieses allerletzte Gebet nicht im Sterben mit Blut geschrieben wurde, sondern von einem lebendigen Dichter mit Tinte, bewundere ich den genialen Text umso mehr, der - so kommt es mir vor - zum Besten der Weltliteratur gehört." Dieser Meinung schließe ich mich vorbehaltlos an, zumindest mit Blick auf das, was ich bisher in meinem Leben gelesen habe.

Die Geschichte, die hier vorstell wird, ist eine Art Testament, ein fiktives, wie inzwischen sicher ist, geschrieben von einem Juden kurz vor der Zerschlagung des Aufstandes 1943 im Warschauer Getto, also kurz vor seinem Tod. In seinem Testament wendet er sich an seinen Gott und fragt ihn nach dem Warum?". Er sagt: Ich glaube an den Gott Israels, auch wenn Er alles getan hat, dass ich nicht an Ihn glauben soll", eine Frage, die sich zu Kriegszeiten sicherlich viele Menschen stellen. Der Text dieses Werkes sticht ins Herz des Lesers.

Das Buch ist 2004 erschienen, illustriert mit Zeichnungen des bekannten Malers und Kinderbuchautors Tomi Ungerer.
Das Testament ist - ursprünglich auf Jiddisch geschrieben - doppelseitig, links jiddisch, rechts deutsch, gedruckt, eine Kostbarkeit für alle, die diese wunderbare Sprache mögen.
Den größten Teil des Buches (185 Seiten) nehmen die Erläuterungen des Herausgebers Paul Badde ein, eines 1948 geborenen Historikers, der in Rom lebt und u. a. für Die Welt als Journalist tätig ist. Darin erzählt er, wie er auf den Text gestoßen ist und sich auf die Suche nach dessen Herkunft und Autor gemacht hat, denn das Testament wurde vielfach als authentisches Zeitdokument benutzt. Seine Suche liest sich spannender als ein Krimi.
Zvi Kolitz, der Autor, wurde 1912 in Litauen geboren als Sohn eines hoch angesehenen Rabbiners geboren. Er verließ 1937 sein Heimatland und erreichte nach einem Studium in Florenz 1940 Jerusalem, wo er sich in verschiedenen jüdischen Bewegungen engagierte. Er arbeitete später als Journalist, Werber, Redner, Filmemacher, Produzent und Lehrer. Er starb 2002 in New York.
Ich kann nur empfehlen: Unbedingt lesen! (... als Geschichtsaufarbeitung und vor allem auch für die Jugend, die die Zeit nicht miterlebt hat.)
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10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Zwiegespräch mit Gott 15. März 2007
Von Carl-heinrich Bock HALL OF FAME REZENSENT TOP 500 REZENSENT VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Gebundene Ausgabe
Die Botschaft an Gott, die angeblich in einer Flaschenpost, welche man im Warschauer Ghetto gefunden hat, aufgeschrieben war, veröffentlichte der junge jüdische Journalist Zvi Kolitz ,fernab im sicheren Argentinien, in der "Jiddischen Tsaitung" von Buenos Aires. Und da man wusste, dass Insassen des Ghettos tatsächlich ihre Botschaften, ihre Gebete, ihren Zorn, ihre Verzweiflung, ihre Erlebnisse aufgeschrieben hatten, in Flaschen getan hatten, war der Mythos einer dokumentierten Kismet geboren. In Wirklichkeit hat es diesen Jossel Rakovers, den Protagonisten der Geschichte, nie gegeben. Empört wurde die Frage aufgeworfen, ob man das Grauen aufschreiben darf, wenn man es gar nicht selber erlebt hat? Es ist Literatur und darum darf man das tun. Zvi Kolitz ist der Sache nachgegangen, hat alles aufgeschrieben, was dort im Lager passiert ist. Dabei ist sein Name völlig hinter dem von Jossel Rakovers verschwunden.

Dieser Jossel Rakovers beschreibt in seinem Testament, in berührender Weise, seine eigene Leidensgeschichte. 1943 ist er im Warschauer Ghetto einer der letzten aufrechten Kämpfer gegen die Faschisten. Eigentlich brennen schon alle Häuser und die Nazis haben Jossels Frau, seine sechs Kinder und seine Freunde umgebracht. Vor seinem Freitod führt er noch ein letztes Zwiegespräch mit Gott. Er versucht sich zu fragen, was für eine unendliche Geduld dieser Gott doch haben muss, wenn er dieses millionenfache Elend, dieses ganze Unrecht mit ansehen konnte. Er resümiert, dieser Gott ist so stark, dem ist alles egal was hier passiert, jetzt glaube ich erst Recht an ihn. Und er sagt ihm, dass er immer an ihn glauben würde, selbst zum Trotz. Dann will er aber doch noch einmal nachfragend recherchieren, wohl wissend, das wir für unsere Sünden mit Recht von Gott bestraft werden, ob es irgendeine Sünde gibt, die solche Strafe verdient?

Das Buch ist nur 23 Seiten stark, eigentlich ein Heft, der Rest ist Dokumentation. Es wird eine Abrechnung mit Gott, obwohl Rakovers nie seinen Glauben an ihn verloren hat. Es erinnert ein bisschen an das Buch Hiob aus der Bibel und auch an Jakob sein Ringen mit Gott.

Es ist ein Buch das einem sehr nahe geht, tief bewegend und es besteht die berechtigte Hoffnung, dass sich viele Leser diesem intelligenten und wirklich ungewöhnlichen "Jahrhundertwerk" widmen.
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25 von 34 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Der Jossel Rackover begegnete mir zum ersten Mal in einem Religionsbuch. Ich war fasziniert von diesem modernen Hiob. Wer an der Frage nach der theologischen Deutung des Holocaust interessiert ist, sollte diesen Text unbedingt lesen. Es ist schön, dass er in der Ungerer-Ausgabe zu haben ist. Enttäuschend ist allerdings der Begleittext von Herausgeber Paul Badde. Wie manch ein Publizist kann er der Versuchung der Selbstgefälligkeit nicht widerstehen. Beschäftigt man sich sogar genauer mit der Geschichte dieses faszinierenden Textes, merkt man, dass sich Badde mit falschen Lorbeeren schmückt. Der Ruhm des Entdeckens und Übersetzens dieses kostbaren Textes gebührt vor allem der deutsch-jüdischen Journalistin und Schriftstellerin Anna Maria Jokl (Autorin von: Die Perlmutterfarbe. Ein Kinderroman für fast alle Leute), deren Verdienste Paul Badde zu schmälern sucht. Er geht sogar so weit, ihre ausgezeichnete Übertragung des Kolitz-Textes aus dem Jiddischen zu 75% zu übernehmen und dann als seine Neuübersetzung zu verkaufen. Dies ist inzwischen in einem wissenschaftlichen Werk des Literaturwissenschaftlers, Historikers und Theologen Rudolf Pesch nachgewiesen worden (Anna Maria Jokl und der "Jossel Rackover" von Zvi Kolitz, Wissenschaftlicher Verlag Trier 2005). Also, den Text von Zvi Kolitz sollte man lesen, den von Paul Badde überspringen.
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