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Joseph Goebbels: Biographie
 
 
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Joseph Goebbels: Biographie [Gebundene Ausgabe]

Peter Longerich
2.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (10 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 912 Seiten
  • Verlag: Siedler Verlag; Auflage: 2 (15. November 2010)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3886808874
  • ISBN-13: 978-3886808878
  • Größe und/oder Gewicht: 23,2 x 16 x 4,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 2.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (10 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 187.929 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Mehr über den Autor

Peter Longerich
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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

»Ohne Zweifel ist Longerich eine zeitgemäße, gerade im Hinblick auf die Propaganda und die Kulturpolitik des Dritten Reiches weiterführende Studie gelungen… Als Darstellung auf aktuellem Stand vor allem des gesamten Tagebuchmaterials ist sein Buch unbedingt lesenswert.« (Die Welt )

»Faktenreich und gut lesbar.« (Magdeburger Volksstimme, 15.12.2010 )

»Eine packend geschriebene Biografie.« (Hessische/Niedersaechsische Allgemeine, 20.12.2010 )

Kurzbeschreibung

Joseph Goebbels – Hitlers Einpeitscher

Joseph Goebbels (1897–1945) war ein radikaler Antisemit und Gewaltfanatiker, der sich in der Rolle des Schöngeists gefiel und zugleich eine entscheidende Rolle bei den beispiellosen Verbrechen des »Dritten Reichs« spielte. Mit dieser Biographie erzählt Peter Longerich die politische wie die private Lebensgeschichte von Hitlers Chefpropagandisten und wirft zugleich ein neues Licht auf Öffentlichkeit und Herrschaft im Nationalsozialismus.

Goebbels war die beherrschende Figur im Bereich der nationalsozialistischen Medien- und Kulturpolitik, und später gelang es ihm, erhebliche Kompetenzen im Bereich der zivilen Kriegführung auf seine Person zu vereinen. In diesen Funktionen war er einer der führenden Nationalsozialisten, die für eine immer radikalere Politik des Regimes eintraten. Sein wichtigstes Lebensziel bestand jedoch darin, sich selbst als genialen Lenker eines allumfassenden Propagandaapparates zu inszenieren, der in der Lage war, die völlige Übereinstimmung von »Volk und Führer« herzustellen. Longerich entzaubert diesen Mythos und zeigt, wie abhängig Goebbels infolge seiner schweren narzisstischen Persönlichkeitsstörung vom permanenten Zuspruch seines vergötterten »Führers« war und wie ihm die selbst geschaffene propagandistische Scheinwelt immer mehr zur Realität wurde. Dass er am Ende des »Dritten Reichs« nicht nur Hitler in den Selbstmord folgte, sondern seine Frau Magda und seine sechs Kinder mit in den Tod riss, erscheint als der konsequente Schlusspunkt eines über zwei Jahrzehnte gewachsenen totalen Abhängigkeitsverhältnisses.


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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
32 von 35 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Aufstieg um jeden Preis 21. November 2010
Von Falk Müller TOP 100 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Man lernt Joseeph Goebbels in dieser Biografie in vorwiegend drei Rollen kennen. Im ersten Teil, überschrieben "Aufstieg um jeden Preis" und die Jahre von 1897 - 1933 umfassend, wird der Weg des gescheiterten Intellektuellen und Schriftstellers zum Agitator der NS-Bewegung verfolgt. Als Einstieg wird das Jahr 1923 gewählt, welches Goebbels als Gescheiterten und Verzweifelten sieht. Trotz Studiums und Doktortitel waren seine Pläne, als Schriftsteller oder Journalist zu arbeiten, am eigenen Unvermögen und an den Zeitumständen gescheitert. Er befand sich in einem schweren Konflikt mit seinen katholischen Glauben und war auf der Suche nach einer Erlöserfigur, die er nach einigen Umwegen schliesslich in Adolf Hitler fand. Nach seiner Ernennung zum Reichspropagandaleiter im Frühjahr 1930 begann er den Propagandaapparat der Partei zu zentralisieren und steuerte mehr und mehr die grossen Wahlkampagnen, die die NSDAP in den Jahren 1930 - 1932 zur Massenbewegung werden ließ.

Im zweiten Teil, überschrieben "Kontrolle der Öffentlichkeit unter der Diktatur" und die Jahre 1933 - 1939 umfassend, werden seine Bemühungen nachgezeichnet, Medien , Kulturleben und Öffentlichkeit im "Dritten Reich" einheitlich auszurichten. Der Autor macht deutlich, dass Goebbels Erfolge in den Kernbereichen der Medienlenkung von sehr fragwürdiger Natur waren. Die betrifft z.B. den Rundfunk. Bereits Mitte der dreißiger Jahre hatte er die Vorstellung aufgegeben, dieses moderne Medium vorrangig zu einem politischen Führungsintrument auszubauen. Die Tatsache, dass jeder Hörer jederzeit auf einen Auslandssender umschalten konnte, setzte diesem Ziel Grenzen. Und so nutzte er das Medium vor allem, um den allgemeinen Bedürfnis nach leichter Unterhaltung Rechnung zu tragen. Ein ähnliches Bild ergibt sich bei der Filmproduktion. Obwohl er seine Kontrolle bis zur persönlichen Einflussnahme von Besetzung und Drehbüchern ausdehnte, waren weder er noch Hitler mit der Mehrzahl der Filme zufrieden. Schliesslich musste sich Goebbels auch auf diesem Gebiet weitgehend mit billiger Unterhaltungsmassenware zufrieden geben, die weit hinter seinem ursprünglichen ästhetischen, wie politisch- propagandistischen Ansprüchen zurück blieb.

Der dritte Teil des Buches, überschrieben "Krieg - totaler Krieg - totaler Untergang" und die Jahre 1939 - 1945 umfassend, konzentriert sich auf seine Rolle als Kriegspropagandist und Agitator des "totalen Krieges". Im September 1939 war von einer Kriegsbegeisterung in Deutschland wenig zu spüren. Die Propaganda hatte das Thema Frieden in den vergangenen Jahren so stark strapaziert, dass ein plötzliches Umsteuern nicht möglich war. Goebbels verstand es als Redner aber, ein positives Kriegsbild bei der Bevölkerung zu erzeugen - die schnellen militärischen Erfolge halfen ihm dabei. Doch bald geriet der Krieg ins Stocken. Nun ging er daran, die Volksstimmung dem Ernst der Lage anzupassen. Künftig sollte zu grosse Euphorie in der Propaganda vermieden werden, die Bevölkerung hatte sich auf einen langen Krieg mit erheblichen persönlichen Härten einzustellen. Seine spektakuläre Proklamation des "totalen Krieges" sollte von den Sorgen um die Kriegslage ablenken und Kritik und Unmutsäusserungen als defätistisch erscheinen lassen. Das Ende Goebbels und seiner Familie ist hinlänglich bekannt. Indem er seinem Idol Hitler in den Selbstmord folgte, hatte er selbst den Schlusspunkt einer jahrzehntelangen ideologisch verblendeten Idealisierung und Selbstinzenierung gesetzt - der Rolle seines Lebens.

Fazit: In Anbetracht der bereits erschienenen Goebbels-Biografien ist es sicher für jeden Autor schwer, noch neue Akzente zu setzen, oder gar neue spektakuläre Details zu bringen. Peter Longerich versucht dies auch gar nicht, sondern konzentriert sich darauf, den aktuellen Stand der Forschung umfassend darzustellen. Daraus ist ein Buch von über 900 Seiten entstanden, was den Leser mit seiner Materialfülle manchmal fast "erschlägt". Gleichwohl ist ein Zeitdokument entstanden, was interessante Einblicke in die Person Goebbels und seiner Zeit gewährt - und dabei mit mancher Legende und manchem Mythos aufräumt.
War diese Rezension für Sie hilfreich?
6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Ich habe mich sehr über die Biographie gefreut. Denn Longerich hat Recht, wenn er die inzwischen fast vollständig vorliegenden Tagebücher als Grund genug ansieht, 20 Jahre nach Reuth eine Re-Evaluierung von Gobbels Werden und Wirken in Angriff zu nehmen. Doch noch bevor ich das Buch überhaupt zur Hand genommen hatte, irritierte mich die dafür veröffentlichte Werbung in Interviews mit SPIEGEL TV oder dem Deutschlandfunk. Es wurde der Eindruck vermittelt, Longerich habe als Erster erkannt, dass Goebbels über eine narzisstische Persönlichkeitsstruktur verfügt habe. Eine kühne These, stand doch bereits seit einem Jahr "Narziss Goebbels" in meinem Bücherregal. Dass Longerich in seiner Bibliographie ausgerechnet an diesem Buch kein gutes Haar lässt, indem er die Autoren recht unverblümt als inkompetent darstellt, ist ein bemerkenswerter Stil - und keiner, der bei mir einen guten Eindruck hinterlässt.

Zum Inhalt selbst: Man hat Reuth zum Vorwurf gemacht, dass er nur eine kommentierte Tagebuchauswahl verfasst habe. Ich hatte mir von Longerich erhofft, dass er dieser Versuchung entgehen möge. Zwar sind die Tagebücher unverzichtbar - aber sie sollten nur ein Element in einer breiter aufgestellten Erzählung sein, die aus vielen Quellen schöpft. Und eine "gute Schreibe" schadet natürlich auch nicht.

Leider ist Longerichs endgültige Biographie meiner Ansicht nach aber im Gegenteil "Reuth heavy" geworden - er ist der Tagebuchfalle noch viel stärker erlegen. Insgesamt wirkt das Buch wie ein Nachstolpern von Goebbels' Handlungen - es verliert sich in Kurzatmigkeit und ist ein dementsprechend spröder Lesegenuss. Manch sarkastischer Einwurf des Autors hat mich amüsiert, aber mir fehlte häufig die Vogelperspektive, der "Rote Faden", der Perspektivwechsel.

Das Buch als solches ist vom Siedler Verlag fein gestaltet, mir gefallen zum Beispiel auch die Kapitelüberschriften, das Schriftbild und die Photographien - aber hier sind trotz aller Fleißarbeit die Erwartungen nicht erfüllt worden. Ich glaube, es wäre besser gewesen, der Autor hätte dieses (Tage)Buch für einen Monat ruhen lassen und dann selbstkritisch neu herangehend ein weiteres Jahr Arbeit investiert, um eine autobiographische Nacherzählung zu einer Maßstäbe setzenden Biographie zu wenden.
War diese Rezension für Sie hilfreich?
43 von 51 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Enttäuschend 18. November 2010
Von Vielleser
Format:Gebundene Ausgabe
Peter Longerichs Goebbels-Biographie ist im Gegensatz zu seinem Buch über Himmler enttäuschend ausgefallen. Inhaltlich geht sie nicht über die vor 20 Jahren von Ralf Georg Reuth vorgelegte Goebbels-Biographie hinaus - nur diese ist ungleich besser geschrieben und erhellender, was die Person Goebbels angeht. Darüber hinaus ist der Süddeutschen Zeitung und dem Deutschlandradio unbedingt zuzustimmen, wenn in Longerichs Goebbels-Biographie der völlig unkritische Umgang mit den Goebbels-Tagebüchern und die permanente Paraphrase derselben kritisiert wird. "Das Buch gleicht einer gründlich kommentierten Autobiographie", schreibt die SZ. Negativer kann man über ein Buch fast nicht schreiben, dessen Autor Longerich für sich beansprucht, sich kritisch mit Goebbels auseinanderzusetzen. Trotzdem drei Punkte- wegen der Fleißarbeit, die mehr als neunhundert Seiten umfasst.
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Kein neues Standardwerk zur Biographie des NS-Propagandachefs
Peter Longerich, Jahrgang 1955, ist ein außerordentlich produktiver Historiker: Nach zwei voluminösen, viel beachteten Werken, seiner Analyse zum Umgang der Deutschen... Lesen Sie weiter...
Vor 10 Monaten von Sommerwind veröffentlicht
Fehlt was
Es wird ausführlich sein Leben berichtet,dann aber über die letzten Tage fast nichts.Warum wird seine Kindheit und Schulzeit so ausführlich gewürdigt,sein Tod... Lesen Sie weiter...
Vor 11 Monaten von Cornelius veröffentlicht
Solides Werk über den Propagandisten.
Ich habe vor "Goebbels" auch "Heinrich Himmler" und "Davon haben wir nichts gewusst" von Peter Longerich gelesen. Lesen Sie weiter...
Vor 11 Monaten von Shurik'n veröffentlicht
Eine einzige Enttäuschung
Nachdem ich Longerichs Himmler-Biographie mit großem Interesse gelesen habe, schaffte ich mir nach Erscheinen auch gleich seine umfangreiche Goebbels-Biographie an, trotz des... Lesen Sie weiter...
Vor 13 Monaten von Jasmin Thelen veröffentlicht
schade
diese biografie ist evtl. gefährlich für die nachwelt.
schon bei himmler (die ich vollständig gelesen habe) hat longerich eine psychische krankheit... Lesen Sie weiter...
Vor 14 Monaten von Markus Seidler veröffentlicht
enttäuschend!
Diese Biografie ist absolut überflüssig und enttäuscht auf ganzer Linie!
Letztlich kommentiert Longerich nur die Tagebucheinträge Goebbels, ohne dass im... Lesen Sie weiter...
Vor 16 Monaten von rainer44 veröffentlicht
Wirklich Enttäuschend
Beim Kauf fragte ich mich bereits was eine weitere Goebbels Biographie denn Neues bringen könnte,rechnete also nicht mit etwas spektakulärem. Lesen Sie weiter...
Vor 16 Monaten von Henning veröffentlicht
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