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Joseph Fouché: Bildnis eines politischen Menschen Taschenbuch – 1. August 1977


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Produktinformation

  • Taschenbuch: 288 Seiten
  • Verlag: FISCHER Taschenbuch; Auflage: 48. (1. August 1977)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3596219159
  • ISBN-13: 978-3596219155
  • Größe und/oder Gewicht: 12 x 2 x 19 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (32 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 66.082 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Stefan Zweig wurde am 28. November 1881 in Wien geboren, lebte von 1919 bis 1934 in Salzburg, emigrierte von dort nach England und 1941 nach Brasilien. Sein episches Werk machte ihn ebenso berühmt wie seine historischen Miniaturen und die biographischen Arbeiten. Am 23. Februar 1942 schied er in Petrópolis, Brasilien, freiwillig aus dem Leben. Seine von einer vergangenen Zeit erzählenden Erinnerungen »Die Welt von Gestern« erschienen posthum.

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Kundenrezensionen

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen

49 von 51 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Bernhard Nowak am 29. Dezember 2002
Format: Taschenbuch
Im vergangenen Jahr jährte sich zum 60. Mal der Todestag Stefan Zweigs, der sich in Brasilien - aus Verzweiflung über den Zweiten Weltkrieg und die Verbrechen des Nationalsozialismus - das Leben genommen hat. Seine hervorragenden Biographien, Essays und Erzählungen liegen daher vollständig vor. Besonders fasziniert hat mich - schon als Kind - immer wieder die Biographie des Polizeiministers Napoleons, Joseph Fouche. Gezeichnet wird hier meisterhaft das Portrait eines politischen Opportunisten ersten Ranges. Joseph Fouche, Sohn von Kaufleuten, wird Priesterlehrer (ohne das Gelübde zu leisten), schließt sich dann der Revolution an. Er votiert - nach langem Zögern - als Abgeordneter der Nationalversammlung für den Tod des abgesetzten Ludwigs XVI. und erlangt traurige Berühmtheit als Henker von Lyon und Plünderer der Kirchen. Doch als sich der Wind wendet, sagt er sich ohne Skrupel von seinen früheren Überzeugungen los. Faszinierend beschrieben seine Auseinandersetzung mit Robespierre, dem führenden Politiker der französischen Revolution, zu dessen Sturz er entscheidend beiträgt. Er dient sowohl dem Direktorium als auch dem aufsteigenden Napoleon als Polizeiminister. Meisterhaft in seinem psychologischen Falkenblick beschreibt Zweig die wechselseitige Abhängigkeit, die Hass-Liebe zwischen dem heißblütigen impulsiven Napoleon und dem "seelischen Kaltblüter" Fouche - der von Napoleon zwar mehrfach abgesetzt wird, jedoch in Krisen wieder auftaucht. 1808, während des Krieges gegen Spanien, verbünden sich die beiden Feinde Talleyrand und Fouche (die sich charakterlich sehr ähnlich sind) kurzzeitig gegen Napoleon - was diesen mehr erschreckt als verlorene Schlachten.Lesen Sie weiter... ›
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16 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von "p-arachno" am 21. September 2002
Format: Taschenbuch
In diesem Buch über Joseph Fouché erfährt man nicht nur vieles aus dem ereignisreichen Leben des Mannes, der als Radikaler in der Zeit der Revolution als Peiniger von Lyon unzählige Menschen hinrichtete und später als sehr reicher Polizeiminister auf Seiten Napoleons und König Ludwig XVIII seine ehemalige Gesinnung vergessen liess, sondern auch viel über Politik und wie Entscheidungen oft zustande kommen. Da zeigt Zweig warum sich der mächtige Weltherrscher Napoleon und der einflussreiche Intrigant Fouché fast gleichstark gegenüberstehen. Warum Fouché unter so verschiedenen Herrschern wie Robespierre und Napoleon dienen konnte und sie doch beide politisch überlebte. Denn er schlägt sich rechtzeitig auf die Seite des Stärkeren.
Zweigs Verdienst ist es in diesem Buch diese von der Geschichte, die sich an symbolträchtigen Ereignissen orientiert, oft vernachlässigten Entscheidungsmomente nachzuzeichnen. Dabei gelingt es ihm mit seiner lebendigen und treffenden Sprache den Leser sowohl inhaltlich als auch emotional zu überzeugen. Man fühlt geradezu wie Fouché sich zwischen den Fronten bewegt, den Augenblick abpassend dem Stärkeren opportunistisch zu dienen. So ist man gespannt, wie es ihm dieses Mal wieder gelingt seinen Kopf aus der Schlinge zu ziehen und den des Anderen an seine Stelle zu drücken; für letzteres hat er freilich Mittelsmänner damit seine Hand rein bleibt.
Zweig lässt uns die Strenge des unnahbaren Robespierres, den Machthunger des siegesgewissen Napoleons und die Gier nach Einfluss des kühlen Mannes Fouché spüren.
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16 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Ein Kunde am 11. Juli 2004
Format: Taschenbuch
Joseph Fouché war das erste Buch von Stefan Zweig, das ich las. Anfangs war ich etwas skeptisch - ich erwartete eine trockene und schwer verständliche Wiedergabe des Lebens Joseph Fouchés, wie man es in Geschichtsbüchern in der Schule liest. Doch zu keinem Zeitpunkt ist dieses Buch trocken oder unverständlich. Stefan Zweig baut zu den richtigen Momenten Spannung ein und beschreibt Menschen und Persönlichkeiten wie kein anderer. Er hat dafür gesorgt, dass ich den Namen Joseph Fouché nicht mehr vergessen werde.
Stefan Zweigs literarischer Stil übertrifft den der meisten hoch gelobten deutschen Schriftstellern (z.B. Thomas Mann). Er schreibt klar und präzise und fesselt den Leser mit seiner Gabe, Worte lebendig zu machen.
Ich kann nur empfehlen, dieses Buch zu lesen - es ist ein unvergessliches Leseerlebnis!
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Mario Eckmaier am 4. März 2007
Format: Taschenbuch
Stefan Zweig legt 1929 mit der Biografie von Joseph Fouche die Geschichte eines ansonsten weitgehend Unbekannten vor. Zwar taucht Fouche zwangsläufig immer wieder im Zusammenhang mit der Zeit der französischen Revolution auf - aber dies meist sehr nebulös und mit Klischees behaftet.

Stefan Zweig bleuchtet in diesem wahrhaften Meisterwerk Leben, Psyche und historisches Umfeld des Joseph Fouche - in einer herausragenden Art und Weise.

Er beleuchtet alle Lebensstationen Fouches: Priesterlehrer und Emporkömmling zu Beginn der großen Revolution, Kirchenplünderer und einer der ersten Kommunisten der Geschichte, Henker hunderter Menschen als Verwalter von Lyon, federführender Gegenspieler Robespierres, Polizeiminister unter dem Direktorium, dem Konsulat, unter Kaiser Napoleon und auch unter König Ludwig XVIII.

Fouche wäre als einer der wohl größten Opportunisten und Verräter der Geschichte allein schon interessant.

Die gewohnt großartige Herangehensweise von Stefan Zweig macht dieses Buch noch umso lesenswerter.

Er versteht es alle Aspekte von Fouches diffiziler Persönlichkeit auszuleuchten und gleichzeitig das unglaublich spannende Umfeld der französischen Revolution und der napoleonischen Ära leicht verständlich in den Zusammenhängen darzustellen.

Meines Erachtens ein weiteres, absolut empfehlenswertes Buch Stefan Zweigs für alle geschichtlich Interessierten - fundierte psychologische Analysen historischer Personen inklusive.
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