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Joseph Fouché: Bildnis eines politischen Menschen
 
 
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Joseph Fouché: Bildnis eines politischen Menschen [Taschenbuch]

Stefan Zweig
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 288 Seiten
  • Verlag: Fischer; Auflage: 48. (2010)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3596219159
  • ISBN-13: 978-3596219155
  • Größe und/oder Gewicht: 19 x 11,9 x 1,9 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (17 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 82.485 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Balzac hat ihn den "psychologisch interessantesten Charakter seines Jahrhunderts" genannt. Aber eigentlich ist es sein "verwegener Mut zur restlosen Charakterlosigkeit und unentwegter Überzeugungslosigkeit", der Joseph Fouché zunächst zu Geld und dann zu Macht verholfen hat. Fast immer aus dem Hintergrund wirkend und handelnd, fordernd und zwingend paßt er sich geübt und geschickt, einem Cha-mäleon gleich, jeder politischen Färbung an. Stefan Zweigs große Erzählkraft faßt diesen politisch überaus begabten Menschen, der als Person glatt, kalt und unsinnlich bleibt, obwohl er ein Fanatiker ist. Kaum tritt er offen hervor, hält sich - mit allen Fäden in der Hand - als graue Eminenz immer verborgen, als "Blutsäufer" beim Gemetzel von Lyon, dem blutigsten Tag der Französischen Revolution, ebenso wie als alle und alles bespitzelnder Polizeiminister unter Napoleon und unter Ludwig XVIII. Doch den dämonisch besessenen Intriganten trifft schließlich die Verbannung, in der er einsam stirbt. -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Über den Autor

1881-1942

1881 28. November: Stefan Zweig wird in Wien geboren. Er ist der zweite Sohn des Textilfabrikanten Moritz Zweig und seiner Frau Ida.

1887 Stefan Zweigs Schulzeit beginnt an der Volksschule in der Werdertorgasse.

1892-1900 Er besucht das Maximilian-Gymnasium (heute Wasagymnasium). Der Schüler beginnt, Gedichte zu schreiben - einige werden sogar in Zeitschriften veröffentlicht.

1900 Nach der Matura (Abitur) reist Stefan Zweig nach Frankreich. Er nimmt ein Studium der Philosophie und Literaturgeschichte an der Universität Wien auf.

1901 Das erste Buch erscheint: der Gedichtband Silberne Saiten.

1902 In diesem Jahr erscheint die Erzählung Die Wanderung. Zweig ist Herausgeber eines Bandes mit Gedichten von Paul Verlaine und einer Sammlung mit Baudelaire-Gedichten, die Zweig zum Teil auch übersetzt hat.

1902 Zweig wechselt für das Sommersemester an die Universität Berlin. Im August unternimmt er seine erste Reise nach Paris.

1903 Im August reist er nach Paris und in die Bretagne.

1904 Zweig promoviert mit einer Arbeit über Hippolyte Taine. Der Novellenband Die Liebe der Erika Ewald erscheint, außerdem gibt Zweig Gedichte von Émile Verhaeren in eigener Übertragung heraus. Zweig reist nach Paris und London.

1905 Reise nach Spanien und Algier. Zweigs Monographie Paul Verlaine erscheint.

1906 Der Lyrikband Die frühen Kränze erscheint. Zweig hält sich vier Monate lang in England auf.

1907 Das Versdrama Tersites erscheint. Zweig übersiedelt in die erste eigene Wohnung in Wien.

1908 Balzac: sein Weltbild aus den Werken, bearbeitet und eingeleitet von Zweig, erscheint. 26. November: Tersites wird gleichzeitig in Kassel und Dresden uraufgeführt.

1908 Zweig bricht im November zu einer Reise auf, die in nach Indien, Ceylon und Burma führt.

1910 Émile Verhaeren (Monographie) und Übertragungen von Werken des belgischen Dichters erscheinen. Einleitung zu einer Dickens-Gesamtausgabe.

1911 Stefan Zweig reist nach Nord- und Mittelamerika. Der Band Erstes Erlebnis, Vier Novellen aus Kinderland erscheint.

1912 5. Mai: Der Einakter Der verwandelte Komödiant wird uraufgeführt. 26. Oktober: Das Haus am Meer wird im Burgtheater in Wien uraufgeführt.

1913 Zweig veröffentlicht Der verwandelte Komödiant und Brennendes Geheimnis.

1914 Am 1. August 1914 beginnt der Erste Weltkrieg. Ab Dezember arbeitet Stefan Zweig »freiwillig auf Kriegsdauer« im Kriegsarchiv.

1916 Zweig zieht mit Friderike (Friderike Maria von Winternitz, 1882-1971) für vier Monate nach Kalksburg.

1917-18 Das Drama Jeremias erscheint. Zweig, ab November 1917 zunächst für 2 Monate vom Militardienst beurlaubt, hält Vorträge in der Schweiz. Begegnungen mit Romain Rolland, den er auch übersetzt. Zweig lernt unter anderen Hermann Hesse, James Joyce und Ferruccio Busoni kennen. 27. Februar 1918: Jeremias wird am Stadttheater Zürich uraufgeführt. Als Korrespondent der Wiener Neuen Freien Presse in der Schweiz zieht Zweig im März nach Rüschlikon bei Zürich. Zweig kauft im November ein Haus am Salzburger Kapuzinerberg. 25. November: Uraufführung von Legende eines Lebens in Hamburg.

1919 März: Zweig bezieht das Salzburger Haus. Zweigs Essayband Fahrten und die Übersetzung von Romain Rollands Drama Die Zeit wird kommen erscheinen.

1920 Januar: Stefan Zweig und Friderike von Winternitz heiraten in Wien. In diesem Jahr erscheinen die Biographie Marceline Desbordes-Valmore, die Erzählung Der Zwang, der Essayband Drei Meister (Balzac, Dickens, Dostojewski) und die Biographie Romain Rolland, der Mann und das Werk.

1922

Amok, Novellen einer Leidenschaft erscheint, außerdem die Legende Die Augen des ewigen Bruders. Zweig ist in diesen Jahren ein äußerst produktiver Übersetzer und Herausgeber (u.a. Rolland, Chateaubriand, Renan).

1925 Der Kampf mit dem Dämon (Hölderlin, Kleist, Nietzsche) erscheint. Zweig arbeitet an einer freien Bearbeitung von Ben Jonsons Volpone.

1926 Volpone erscheint (und wird am 6. November am Burgtheater in Wien uraufgeführt). Der Novellenband Verwirrung der Gefühle wird ein großer Verkaufserfolg.

1927 20. Februar: Stefan Zweig hält im Staatstheater München die Gedächtnisrede auf den am 29. Dezember des Vorjahres gestorbenen Rainer Maria Rilke. Sternstunden der Menschheit, fünf historische Miniaturen erscheinen. In Leningrad erscheint eine russische Gesamtausgabe der Werke Stefan Zweigs (mit einem Vorwort von Maxim Gorki).

1928 Drei Dichter ihres Lebens (Casanova, Stendhal, Tolstoi) erscheint. Quiproquo (Komödie, späterer Titel: Gelegenheit macht Liebe) - gemeinsam mit Alexander Lernet-Holenia verfaßt. Stefan Zweig reist nach Rußland.

1929 In diesem Jahr erscheinen Joseph Fouché. Bildnis eines politischen Menschen, die Tragikomödie Das Lamm des Armen und der Novellenband Kleine Chronik. Zweig hält am 13. Oktober im Burgtheater in Wien die Trauerrede auf den am 15. Juli gestorbenen Hugo von Hofmannsthal.

1930 Zweig trifft auf einer Italienreise Maxim Gorki. Das Lamm des Armen wird am 15. März gleichzeitig in Breslau, Hannover, Lübeck und Prag uraufgeführt.

1931 Begegnung mit Joseph Roth in Cap d'Antibes. Der Essayband Die Heilung durch den Geist (Mesmer, Mary Baker-Eddy, Freud) erscheint, außerdem die Ausgewählten Gedichte und Marie Antoinette. Bildnis eines mittleren Charakters. Sein Besuch bei Albert Schweitzer schlägt sich im Text Unvergeßliches Erlebnis, ein Tag bei Albert Schweitzer nieder.

1933 10. Mai: Von den Bücherverbrennungen sind auch die Werke Stefan Zweigs betroffen.

1934 Zweig siedelt im Februar unter dem Eindruck der bürgerkriegsähnlichen Zustände in Wien nach London über. Seine Frau Friderike bleibt in Österreich. Zweig trennt sich von Insel-Verlag. Triumph und Tragik des Erasmus von Rotterdam erscheint, zunächst in limitierter Auflage - endgültige Ausgabe 1935.

1935 Januar: Zweig reist in die USA, um seinen amerikanischen Verleger Ben Huebsch zu besuchen. Die Oper Die Schweigsame Frau von Richard Strauss, zu der Zweig das Libretto verfaßt hat, wird in Dresden am 24. Juni uraufgeführt und nach insgesamt vier Aufführungen verboten. Maria Stuart erscheint.

1936 Es erscheinen: Castellio gegen Calvin - ein Gewissen gegen die Gewalt und die Erzählungssammlung Kaleidoskop. Zweig reist nach Brasilien und Argentinien.

1937 Die Sammlung Begegnungen mit Menschen, Büchern, Städten erscheint, außerdem die Legende Der begrabene Leuchter und die »Sternstunde« Georg Friedrich Händels Auferstehung.

1938 Stefan Zweig reist mit Lotte Altmann (seit 1934 seine Sekretärin) nach Portugal. Magellan erscheint. 24. Dezember: Scheidung von Friderike. Zweig reist in die USA, um Vorträge zu halten.

1939 Zweig kehrt nach London zurück. Der Roman Ungeduld des Herzens wird ein Bestseller. Zweig zieht nach Bath - Lotte Altmann und Stefan Zweig heiraten am 6. September.

1940 12. März: Stefan Zweig wird britischer Bürger. Vortragsreisen nach Frankreich, in die USA und nach Südamerika.

1941 Amerigo - Geschichte eines historischen Irrtums (posthum 1944 bei Bermann-Fischer, Stockholm erschienen) entsteht während eines USA-Aufenthalts, außerdem Brasilien - Ein Land der Zukunft. Im August fährt Zweig nach Rio de Janeiro, dann nach Petrópolis. Die Schachnovelle und die Autobiographie Die Welt von Gestern entstehen.

1942 Der Kriegsverlauf - scheinbar zugunsten Deutschlands - ist wichtiger Grund für Zweigs erneut intensivierte Depression. 22. Februar: Stefan Zweig und seine Frau Lotte nehmen sich das Leben.

Der Roman Clarissa, der Essay Montaigne bleiben ebenso Fragment wie die große Biographie Balzac.


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34 von 37 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Großartige Biographie eines politischen Opportunisten, 29. Dezember 2002
Von 
Bernhard Nowak "bnowak8673" - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Joseph Fouché: Bildnis eines politischen Menschen (Taschenbuch)
Im vergangenen Jahr jährte sich zum 60. Mal der Todestag Stefan Zweigs, der sich in Brasilien - aus Verzweiflung über den Zweiten Weltkrieg und die Verbrechen des Nationalsozialismus - das Leben genommen hat. Seine hervorragenden Biographien, Essays und Erzählungen liegen daher vollständig vor. Besonders fasziniert hat mich - schon als Kind - immer wieder die Biographie des Polizeiministers Napoleons, Joseph Fouche. Gezeichnet wird hier meisterhaft das Portrait eines politischen Opportunisten ersten Ranges. Joseph Fouche, Sohn von Kaufleuten, wird Priesterlehrer (ohne das Gelübde zu leisten), schließt sich dann der Revolution an. Er votiert - nach langem Zögern - als Abgeordneter der Nationalversammlung für den Tod des abgesetzten Ludwigs XVI. und erlangt traurige Berühmtheit als Henker von Lyon und Plünderer der Kirchen. Doch als sich der Wind wendet, sagt er sich ohne Skrupel von seinen früheren Überzeugungen los. Faszinierend beschrieben seine Auseinandersetzung mit Robespierre, dem führenden Politiker der französischen Revolution, zu dessen Sturz er entscheidend beiträgt. Er dient sowohl dem Direktorium als auch dem aufsteigenden Napoleon als Polizeiminister. Meisterhaft in seinem psychologischen Falkenblick beschreibt Zweig die wechselseitige Abhängigkeit, die Hass-Liebe zwischen dem heißblütigen impulsiven Napoleon und dem "seelischen Kaltblüter" Fouche - der von Napoleon zwar mehrfach abgesetzt wird, jedoch in Krisen wieder auftaucht. 1808, während des Krieges gegen Spanien, verbünden sich die beiden Feinde Talleyrand und Fouche (die sich charakterlich sehr ähnlich sind) kurzzeitig gegen Napoleon - was diesen mehr erschreckt als verlorene Schlachten. Zunächst erweist sich Napoleon als der Stärkere, Fouche wird mehrfach ins politische Exil verschickt. Doch am Ende ist es Fouche, der - wie bei Robespierre - die Verschwörung gegen Napoleon organisiert und seinen Sturz herbeiführt - und Ludwig XVIII. zur Macht verhilft. Dies ist sein entscheidener Fehler, wie Zweig hervorragend schildert - denn die neue königliche Regierung brauchte zwar das politische Genie Fouches zur Erringung und Festigung der Macht - doch insbesondere die Herzogin von Angouleme, die Tochter Ludwigs XVI. erzwingt seinen endgültigen Sturz und bitter sind seine letzten Tage in Linz und Triest - denn so wie Fouche alle seine Mitstreiter verraten hat, so hält auch keiner mehr zu ihm, als er endgültig nicht mehr gebraucht wird und einsam und verbittert am 26. Dezember 1820 stirbt.

Dieses meisterhafte Portrait dieses genialen, aber sehr skrupellosen Politikers stammt bereits aus dem Jahre 1929. Wie sehr die Psyche dieses Mannes "aktuell" war, ist daran belegt, dass Stalin seinen Geheimdienstchef Jagoda 1937 entließ, nachdem Zweigs Biographie in Rußland erschienen war. Jagoda hatte erstaunliche Ähnlichkeit mit Fouche, so Robert Payne in seiner Stalin-Biographie und die Äußerung Napoleons auf Elba: "Ich habe nur einen Verräter gekannt - Fouche" - dürfte den misstrauischen Stalin bewogen haben, Jagoda - neben anderen Gründen - als Geheimdienstchef abzusetzen. Dies zeigt, welche "Auswirkungen" eine Biographie haben kann. Auch heute dürfte dieser Politikertyp nicht ausgestorben sein - allgemein wird beklagt, dass Macht und Prinzipienlosigkeit bei handelnden Politikern nach wie vor stark anzutreffen ist. Diese können sich bestätigt fühlen durch die Biographie ihres politischen Lehrmeisters - und sollten doch zugleich durch sein Schicksal gewarnt sein; Prinzipienlosigkeit zahlt sich letztlich eben doch nicht aus. Dies verdeutlicht zu haben, darin liegt das Verdienst des Meisters Stefan Zweig. Wer sich für historische Biographien interessiert, dem sei zu sagen: unbedingt lesen !!!!

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15 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen Zweig begeistert für Geschichte, 21. September 2002
Rezension bezieht sich auf: Joseph Fouché: Bildnis eines politischen Menschen (Taschenbuch)
In diesem Buch über Joseph Fouché erfährt man nicht nur vieles aus dem ereignisreichen Leben des Mannes, der als Radikaler in der Zeit der Revolution als Peiniger von Lyon unzählige Menschen hinrichtete und später als sehr reicher Polizeiminister auf Seiten Napoleons und König Ludwig XVIII seine ehemalige Gesinnung vergessen liess, sondern auch viel über Politik und wie Entscheidungen oft zustande kommen. Da zeigt Zweig warum sich der mächtige Weltherrscher Napoleon und der einflussreiche Intrigant Fouché fast gleichstark gegenüberstehen. Warum Fouché unter so verschiedenen Herrschern wie Robespierre und Napoleon dienen konnte und sie doch beide politisch überlebte. Denn er schlägt sich rechtzeitig auf die Seite des Stärkeren.
Zweigs Verdienst ist es in diesem Buch diese von der Geschichte, die sich an symbolträchtigen Ereignissen orientiert, oft vernachlässigten Entscheidungsmomente nachzuzeichnen. Dabei gelingt es ihm mit seiner lebendigen und treffenden Sprache den Leser sowohl inhaltlich als auch emotional zu überzeugen. Man fühlt geradezu wie Fouché sich zwischen den Fronten bewegt, den Augenblick abpassend dem Stärkeren opportunistisch zu dienen. So ist man gespannt, wie es ihm dieses Mal wieder gelingt seinen Kopf aus der Schlinge zu ziehen und den des Anderen an seine Stelle zu drücken; für letzteres hat er freilich Mittelsmänner damit seine Hand rein bleibt.
Zweig lässt uns die Strenge des unnahbaren Robespierres, den Machthunger des siegesgewissen Napoleons und die Gier nach Einfluss des kühlen Mannes Fouché spüren. Dieses Buch bringt uns Geschichte durch die handelnden Menschen nahe und regt so an in einem Geschichtsbuch auch noch einmal die Ereignisse nachzuschlagen.
Dieses Buch zu lesen ist also ein Gewinn, nicht nur an Interesse für Geschichte und Politik sondern auch an biographischer Literatur und daher von mir zu empfehlen.
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11 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Ein Meisterwerk!, 11. Juli 2004
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Joseph Fouché: Bildnis eines politischen Menschen (Taschenbuch)
Joseph Fouché war das erste Buch von Stefan Zweig, das ich las. Anfangs war ich etwas skeptisch - ich erwartete eine trockene und schwer verständliche Wiedergabe des Lebens Joseph Fouchés, wie man es in Geschichtsbüchern in der Schule liest. Doch zu keinem Zeitpunkt ist dieses Buch trocken oder unverständlich. Stefan Zweig baut zu den richtigen Momenten Spannung ein und beschreibt Menschen und Persönlichkeiten wie kein anderer. Er hat dafür gesorgt, dass ich den Namen Joseph Fouché nicht mehr vergessen werde.
Stefan Zweigs literarischer Stil übertrifft den der meisten hoch gelobten deutschen Schriftstellern (z.B. Thomas Mann). Er schreibt klar und präzise und fesselt den Leser mit seiner Gabe, Worte lebendig zu machen.
Ich kann nur empfehlen, dieses Buch zu lesen - es ist ein unvergessliches Leseerlebnis!
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