Ein Buch, welches den Leser sofort in ein Spannungsfeld katapultiert.
Der ehemalige, verkrachte Polizeireporter Karl Heinz Hartinger findet beim Joggen(wo auch sonst)einen ermordeten Mönch. Die ruchlose Tat bringt gleich einen Polizeiapparat, mit Reichweite bis zum LKA in Bewegung. Was heißt schon Bewegung. Dem Leser wird sofort klar, daß diese Behörden nicht gerade die schnellsten und schlauesten sind. Denn "gut Ding will Weile haben", sagt schon der Volksmund. Bei der Beschreibung des Dorflebens und der dazugehörigen Honoratioren mit ihren, oft dunklen Machenschaften wenn es um Geldbeschaffung geht, sei es durch arabische Scheichs oder chinesische Investoren, bleibt, wie man so sagt, kein Auge trocken. Dabei wird der Mord und die dazugehörige Ermittlung des Täters öfters in den Hintergrund gerückt. Was aber der Sache bestimmt keinen Abbruch tut, denn die Spannung bleibt bis zum Schluss erhalten.
Bei verschiedenen Personen der Handlung trat bei mir der Gedanke auf, diese irgendwie zu kennen. Zum Beispiel das quirlige Journalistenpaar von der Zeitung mit dem "roten Titel", oder der Polizistin mit der kakifarbenen Jeans, die sie sich selber kaufte um damit die gänzlich fehlgeschnittene Uniformhose für weibliche Beamte der bayerischen Polizei zu ersetzen.
Heiter,zynisch, spannend, aber auch nachdenklich, so würde ich meinen Leseeindruck von diesem Buch beschreiben und mir persönlich hat es, "umbandig"(bayerischer Ausdruck, nachzulesen in: Langenscheid; Lilliput-Baierisch), gut gefallen.