Kurzbeschreibung
Ausgerechnet durch zwei äußerst tragische Ereignisse in seiner Familie sollte der tschechische Geiger und Komponist Josef Suk (1874-1935) zu seiner eigenständigen symphonischen Sprache finden. 1904 starb sein verehrter Lehrer und Schwiegervater Antonín Dvorák, den er mit einer Art eines symphonischem Requiems zu ehren gedachte. Für den Titel wählte er den Namen des Todesengels Asrael aus der islamischen Mythologie, der die Seelen der Toten ins Jenseits geleitet. Die ersten drei Sätze sollten Suks Trauer über den Verlust Dvoráks zum Ausdruck bringen, während zwei weitere Sätze als eine Art Apotheose des Komponisten geplant waren. Doch es sollte anders kommen: Mitten an der Arbeit zum vierten Satz starb 1905 mit nur 27 Jahren völlig unerwartet Suks geliebte Frau Otylka, ein noch schlimmerer Verlust für den Komponisten. 'Ein solcher Schlag vernichtet den Menschen entweder oder treibt alle Kraft an die Oberfläche, die in ihm ruht. Mich schien das Erste zu treffen, aber die Musik rettete mich', schrieb Suk später. Die beiden letzten Sätze sind nun dem Andenken seiner Frau gewidmet und fungieren als Beruhigung nach der ungehemmten Expressivität der vorangegangenen Sätze. Vladimir Ashkenazy und das Helsinki Philharmonic Orchestra erweisen sich als ideale Interpreten für dieses tief bewegende spätromantische Meisterwerk von geradezu mahlerschen Ausmaßen. Die wie immer hervorragende Aufnahmequalität von ONDINE wird dabei durch die SACD-Technik noch zusätzlich veredelt.
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