Auf 352 Seiten beschreibt Gerd Holler (Arzt und enger Vertrauter der Fam. Meinrad) das Schaffen des großen (hochdekorierten) Minen von seinen Anfängen im Kabarett über seine Kriegszeit in Metz bis hin zu den Glanzrollen an der Wiener Burg, wo er vor allem als Raimund- und Nestroy-Darsteller für Furore sorgte (für den Film entdeckt wurde) und schließlich als der Mann von La Mancha die Rolle seines Lebens spielte. Holler beschreibt seinen Freund als warmherzigen, mitfühlenden Menschen, der seine Herkunft nie vergessen oder verleugnet hat, gerne mal Priester geworden wäre, Lampenfieber hatte, von einem Termin zum andern hetzte, praktisch keine Rollen ablehnte und bei allem den Beruf des Schauspielers als die absolute Erfüllung ansah. Da das Buch noch zu Lebzeiten Meinrads verfasst wurde, bleibt sein letzter und wohl schwerster Lebensabschnitt allerdings ausgespart. Dennoch interessant und lesenswert.