Immer wieder haben Autoren nach klugen Antworten auf die Frage gesucht, mit welchen Methoden und Strategien politische Herrschaft erlangt und über einen längeren Zeitraum behauptet
werden kann.
Auch Niejahr und Pörtner beschäftigen sich mit den unzähligen
Möglichkeiten im Spiel um die Macht erfolgreich zu sein und dokumentieren die diesbezüglich nicht selten fragwürdigen Handlungsweisen anhand vieler Beispiele aus dem Alltag unserer Bundespolitiker.
Um Sachinhalte und über diese, vielleicht sogar "ethische Grundsätzlichkeiten" in der Politik durchzusetzen, bedarf es stets eines gewissen Machtpotentials. Die beiden Autoren zeigen auf, dass einerseits mit beträchtlicher Energie am Ausbau besagten Machtpotentials gearbeitet wird, aber keineswegs, um auf diese Weise vernünftige und damit in der Regel unpopuläre Ziele zum Wohle vieler Bürger durchzusetzen, sondern ausschliesslich, um die eigene Herrschaft dadurch festzuklopfen. Für all das, was die politische Vormachtstellung schwächen könnte, wie eben etwa die Durchsetzung unpopulärer Sachinhalte, werden korrumpierende Mittel ( Gelder, Ämter, lukrative Versprechungen aller Art) eingesetzt und dabei billigend in Kauf genommen, dass hierdurch der demokratische Entscheidungsprozess zu bloßen Farce verkommt. Die "schmutzigen Hände" der politischen Akteure bleiben auch nach der Analyse dieser beiden hervorragenden Journalisten eine - leider immer noch - gültige Metapher!