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Josaphat Peabody geht fischen
 
 
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Josaphat Peabody geht fischen [Taschenbuch]

Patrick Boman , Regina Keil-Sagawe , Regina Keil- Sagawe
3.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)

Erhältlich bei diesen Anbietern.



Produktinformation

  • Taschenbuch: 192 Seiten
  • Verlag: Zebu; Auflage: 1., Aufl. (24. März 2004)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3937663010
  • ISBN-13: 978-3937663012
  • Größe und/oder Gewicht: 19 x 10,8 x 1,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 1.807.319 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Perlentaucher.de

Buchnotiz zu : Die Tageszeitung, 18.05.2004
Inspektor Josephat Peabody, ein fetter, fauler, verfressener Unsympath, hat es Kolja Mensing richtiggehend angetan. "Ganz großartig" findet er Patrick Bomans Krimi über den englischen Kolonialbeamten Peabody, der um die Jahrhundertwende in Südindien stationiert ist. Nicht einmal der grausame Ritualmord an einem Rechtsanwalt verschlägt ihm den gesegneten Appetit. Er gönnt sich erst mal ein zweites Frühstück, um dann seine 250 Pfund Lebendgewicht schwitzend in den Schatten der nächsten Palme zu schleppen, berichtet Mensing, den der Roman an T.C. Boyles "Wassermusik" erinnert. Wer wissen möchte, wie sich das Britische Empire durch seine Beamten selbst zugrunde gerichtet hat, dem kann Mensing nur die Lektüre von Bomans "Josephat Peabody geht fischen" ans Herz legen.

© Perlentaucher Medien GmbH

Pressestimmen

"Boman ist nicht nur ein Krimiautor unter vielen, sondern durch und durch Schriftsteller. Und zwar einer von den Besseren." (L'Express)
"Peabody ist der niederträchtigste Ermittler, der jemals in Szene gesetzt wurde." (Dernieres Nouvelles d'Alsace)
"Please, come back quickly, Mr Peabody!" (Mauvais Genres)

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Reinhard Busse TOP 1000 REZENSENT VINE™-PRODUKTTESTER
Dieses vorab: Ein wunderbares Buch!
Die beteiligten Personen sind so eindrucksvoll gezeichnet, daß man sich geradezu in sie verliebt ( Einschränkung: Nicht jede Person ist zwingend liebenswert ).
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Zum Inhalt: Indien, um 1900. In einem verschlafenen Fischerort an der heißen Küste von Malabar geschieht ein Verbrechen: Der Rechtsanwalt Shantidas wird tot in seiner Villa aufgefunden - allem Anschein nach ist er einem Ritualmord zum Opfer gefallen. Die Untersuchung leitet, als Vertreter der britischen Krone, Inspektor Josaphat Peabody, dem die Bedingungen vor Ort reichlich zu schaffen machen.
Nicht nur die teilweise unerträgliche Hitze sowie die Trägheit des dörflichen Lebens erschweren seine Arbeit, sondern auch die Einheimischen, die dem Engländer mit spürbarem Mißtrauen begegnen.
Dank der Unterstützung der ansässigen Missionare zeigen Peabodys Ermittlungen jedoch bald ihre Wirkung und das Netz der Indizien zieht sich immer enger um den Täter zusammen ...
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Dieses Buch des 1948 in Stockholm geborenen und seit 1950 in Paris lebenden Autors ist voller Bewegung sowie vieler Überraschungen, gepaart mit schriftstellerischem Können.
Ein moderner Roman mit historischem Hintergrund und viktorianischen Vorzügen.
Der Plot ist äußerst sorgfältig erstellt und entfaltet sich dem Leser mit geradezu listiger Kunstfertigkeit.
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6 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
bauernschlaue Dümmlichkeit 28. September 2004
Inspektor Josaphat Peabody wird als Vertreter der britischen Krone zu Beginn des vorigen Jahrhunderts in ein kleines Fischerdorf am Indischen Ozean versetzt. Eigentlich empfindet er diese Reise als Strafversetzung, denn bei dieser Hitze ist es schwer, 250 Pfund Lebendgewicht durch die Gegend zu wuchten, nur um den Tod des windigen Rechtsverdrehers Shantidas zu klären, der allem Anschein nach einem Ritualmord zum Opfer gefallen ist.

Normalerweise ist in dem Kaff am Meer kaum mehr Unterhaltung zu finden, als illegales nächtliches Glücksspiel und die einheimische Bevölkerung, die noch dazu einen Slang spricht, der unserem mehr breit als hoch gebautem Inspektor nicht geläufig ist, schweigt sich in seiner Gegenwart lieber aus. Lediglich die geistlichen Herren in der Missionsstation sind noch halbwegs adäquate Ansprechpersonen, zumal sie nicht so heilig sind, wie sie vorgeben zu sein, denn der Umgang mit den Damen des naheliegenden Klosters ist sicherlich angenehmer, als das Schweigegelübde im stillen Kämmerlein einzuhalten. Peabody holt sich aus den Reihen dieser wackeren Klostersünder Bruder Bonaventura und beginnt mit seinem kirchlichen Helfershelfer nach der unvermeidlichen Siesta seine Ermittlungen.

Offensichtlich hat in diesem Ort jeder Dreck am Stecken. Aber Peabody hat Zeit und irgendwann macht jeder Verbrecher einen Fehler. Und davon profitiert der übergewichtige Kriminalist, den ein Puzzleteilchen nach dem anderen führt ihn auf die Spur des Mörders.

Patrick Bomans dritter Roman über die kriminalistischen Eigenheiten des Josaphat Peabody nennt sich schicht und einfach "Josaphat Peabody geht fischen". Auf 192 Seiten präsentiert uns der in Stockholm geborene und in Frankreich aufgewachsenen Autor einen unsympathischen Dickwanst, der seine Ermittlungen unter haarsträubenden Bedingungen durchführt und auch vor Erpressung und Nötigung nicht zurück schreckt.

Wenn der Pressetext mitteilt: "Freunde ironisch-intelligenter Kriminalliteratur kommen bei Peabodys indischen Abenteuern voll auf ihre Kosten.", dann scheint der urteilende Kollege ironisch-intelligente Kriminalliteratur mit Holzhackerkomik zu verwechseln. Das Ambiente dieses Romans und die bauernschlaue Dümmlichkeit des Inspektors mögen exotisch sein und daraus könnte man sicherlich mehr machen, als einen ständig schwitzenden Obelix in die britischen Kolonien zu schicken und ihm mit Kater Carlo-Charme die Ermittlungen zu überlassen.
Wer sich mit Schenkelklopfen darüber amüsiert, wenn ein Novize vorzeitig ejakuliert oder sich in die Kutte pinkelt, wer die Nötigung weiblicher Zeugen zu sexuellen Handlungen als ironische Amtshandlung empfindet, der darf sich diesen Lesegenuss durchaus zu Gemüte führen und wird nicht enttäuscht werden.

Die Übersetzung aus dem Französischen von Regina Keil-Sagawe liest sich locker und leicht, wie es sich einer nicht ganz ernst zu nehmenden Kriminalburleske geziemt. Stellenweise verwechselt Patrick Boman allerdings grimmigen Humor mit Brachialkomik von der Güteklasse einer Comedy-Show diverser Privatfernsehsender. Dieses Buch ist reine Geschmackssache, der Geschmack des Rezensenten wurde dabei allerdings nicht getroffen, sondern ausgehebelt. Schade um die gute Idee einen Tatort in diese Zeit und an diesem Ort anzusiedeln, wenn der angeblich serientaugliche Inspektor Peabody als Ungustl vom Dienst so "very british" die Nerven des Lesers strapaziert. Und wenn Ulrich Noller vom WDR mitteilt, dass Patrick Boman <jenseits von Zeit und Raum eine eigene Welt schuf, in der sich seine illusionslose Weltsicht erst so richtig entwickeln konnte>, dann wage ich nicht daran zu denken, wie illusionslos die Weltsicht des Leser wird, wenn er gelegentlich ein Nachrichtenmedium konsumiert.

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