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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
33 von 34 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Aufgenommen in Rottweil,
Von
Rezension bezieht sich auf: Jon Lord Blues Project - Live (Audio CD)
Ziemlich unbemerkt und ohne große Fanfaren hat Jon Lord ein neues Album veröffentlicht. Im Gegensatz zu seinen letzten paar Veröffentlichungen enthält dieses Album keine ,klassische' Musik, noch ist es ein reines Soloalbum.Sechs der prominentesten britischen Bluesmusiker haben sich zusammengetan um das Jon Lord Blues Project zu bilden. Und wirklich, hier ist der Name Programm, was sie spielen ist totaler Rhythm ,n' Blues, aber auf einem Level von umwerfender Höhe. Die Besetzung weist so illustre Namen auf wie Jon Lord an der Hammond, Maggie Bell (Gesang), Miller Anderson (Gitarre und Gesang), Zoot Money (Keyboard und Gesang), Colin Hodgkinson (Bass und Gesang) und zum guten Schluss Pete York am Schlagzeug (und gelegentlich Gesang). Die Richtung ist also sehr klar, aber was gibt es zum Rest zu sagen? Von den ersten Tönen weg (ein fabelhaftes Intro auf der Hammond) ist es mehr als klar dass diese Band voll loslegt. Sie feuern aus allen Rohren, und mit fünf Sängern bekommt man eine Vielfalt an Gesang, die ihresgleichen such. Jeder Song hat seine charakteristische Färbung, und jeder Musiker bekommt seinen (oder ihren) Moment um zu brillieren, wie zum Beispiel Colin Hodgkinson in Walking Blues oder Miller Anderson in einem besonderen Highlight, When a Blind Man Cries. Wenn man den Umstand bedenkt dass dies erst das vierte mal was dass diese Band zusammen auf der Bühne war, ist da ein erstaunliches ,Band-Gefühl', das sich im generell großartigen Zusammenspiel zeigt, und sogar noch mehr in den zahlreichen Improvisationsparts. Die Hammond ist eine Art Roter Faden der alles zusammenhält, mit dem gelegentlichen Ausbruch in einem Intro oder einem Solo, aber auch im Zusammenspiel mit Zoot Moneys Keyboards. Was den Klang angeht, so ist er kristallklar, alle Instrumente und Stimmen sind perfekt zu hören, und trotzdem hat man immer das Gefühl eines Livekonzerts. Tatsächlich hat man den Eindruck, mitten in einem Publikum zu sitzen, direkt vor der Bühne, und das ist wahrscheinlich eines der besten Dinge die man über eine Live-CD sagen kann. Immerhin nicht einfach nur irgendein Album, sondern die erste offizielle Live-CD von Jon Lord seit seinen Deep Purple Tagen. Unbedingt empfehlenswert für jeden Liebhaber gepflegter Rhythm 'n' Blues-Kost. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
20 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Tolle Live-CD und ein fantastisches Konzert in Rottweil,
Von
Rezension bezieht sich auf: Jon Lord Blues Project - Live (Audio CD)
Die Vor-Rezensenten haben zur musikalischen Qualität dieser CD und zur Würdigung der herausragenden Musiker schon alles geschrieben, was wichtig und wissenswert ist. Deshalb brauche ich auch auf die Qualität jedes einzelnen Band-Mitglieds nicht mehr einzugehen. Mein Fazit zu dieser CD: Wer gute Blues-Musik mag, ist mit dieser Live-CD mehr als nur gut bedient. Klar: Jon Lord und seine Musiker haben die Blues-Musik nicht neu erfunden. Bei den gespielten Stücken handelt sich entweder um Klassiker oder um Eigenkompositionen der Band-Mitglieder. Aber die Interpretation der Stücke ist einfach hochklassig und hat die CD zu einem mitreissenden Klangerlebnis gemacht. Dass es sich ebenfalls um eine hochklassige Veranstaltung handelte, masse ich mir an, beurteilen zu können, da ich bei diesem für mich persönlich sehr denkwürdigen Konzert am 14. Mai diesen Jahres in Rottweil dabei sein konnte und durfte.Deshalb erlaube ich mir an dieser Stelle ergänzend noch ein paar Gedanken zum Konzert los zu werden: Dieses fand im Rahmen des alljährlich im Mai stattfindenden Rottweiler Jazz-Festes statt, das sich mittlerweile bundesweit in Fachkreisen zu einem hochkarätigen Event gemausert hat. Die "Location" ist eine kleine Halle mit überdurchschnittlicher Akustik. Das Konzert war selbstverständlich ausverkauft (800 Gäste). Es herrschte eine tolle Atmosphäre, jedes Solo der einzelnen Künstler wurde mit teils frenetischem Szenenapplaus belohnt. Es war ein sehr dankbares und fachkundiges Publikum - ich denke mal darunter viele Hobby-Musiker aus der Woodstock-Generation. Die Band wiederum hat dies dankbar zur Kenntnis genommen. Es war sozusagen ein Geben und Nehmen. Chef auf der Bühne war an diesem Abend nicht Jon, sondern Miller Anderson (nebenbei: eingefleischten Blues-Fans sei der "Rockpalast"-Mitschnitt seiner Band wärmstens empfohlen!!). Musikalische Highlights: "Child of a blind man" und "Houchie-Couchie-Man". Leider fehlt der Spencer-Davis-Klassiker "Gimme your lovin" - womöglich wegen der Urheberrechte. Rückblickend betrachtet war und bleibt es für mich ein besonderes Konzert. Irgendwie glaube ich, JON LORD empfindet ähnlich. Nur so ist es zu erklären, dass diese Live-CD komplett an einem Abend mitgeschnitten wurde und nicht eine Art "Best of" aus allen gespielten Konzerten zusammengeschnitten wurde. Zudem ist auf seiner Homepage die Kritik einer Rottweiler Wochenzeitung zu lesen. Für die Einzigartigkeit dieses Konzertes gibt es aber noch einen anderen, ernsten Hintergrund: Anfang August hat Jon Lord auf seiner Homepage bekannt gegeben, dass er eine Auszeit von der Bühne braucht, da er an Krebs erkrankt ist und seine ganze Kraft dafür verwenden möchte und muß, mit aller Macht gegen diese Krankheit zu kämpfen. Die im November geplanten fünf weiteren Konzerte fallen also leider aus. Wünschen wir Jon Lord dass er diesen Kampf gewinnen möge. Das Statement von Jon ist auf seiner Homepage nachzulesen. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
8 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Ergänzung,
Von
Rezension bezieht sich auf: Jon Lord Blues Project - Live (Audio CD)
Vorab einmal: Auf diese CD bin ich erst jetzt gestoßen, werde sie mir aber schnellstens zulegen.Ergänzend zur ersten Rezension ist das perfekte Zusammenspiel nach nur wenigen Auftritten nicht wirklich überraschend, da - bis auf Maggie Bell - die Besetzung (zumindest) seit Mitte der achtziger Jahre immer wieder zusammengespielt hat. Ich selbst habe die Band ca. 1987 in der Großen Freiheit 36 gesehen, damals - soweit ich mich erinnere - mit Spencer Davis. Damals stand die "House of Blue Light"-Europatour von DP an und die Band trat um 1 Uhr morgens auf. Das Konzert dauerte ca. 3 Std., es wurde viel improvisiert und Musiker und Publikum hatten eine Menge Spaß. Es gibt u.a. eine Aufnahme aus dieser Zeit aus der Birmingham Town Hall unter dem Titel "Extremely Live", als Gast Chris Farlowe. Die Spiellaune des Konzerts in der Großen Freiheit 36 wurde hier aber nicht annähernd erreicht. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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