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Jokehnen oder Wie lange fährt man von Ostpreußen nach Deutschland? [3 DVDs]
 
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Jokehnen oder Wie lange fährt man von Ostpreußen nach Deutschland? [3 DVDs]

Armin Mueller-Stahl , Ursela Monn , Michael Lähn    Freigegeben ab 12 Jahren   DVD
4.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (8 Kundenrezensionen)

Erhältlich bei diesen Anbietern.


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Produktinformation

  • Darsteller: Armin Mueller-Stahl, Ursela Monn, Christian Mueller-Stahl, Monica Bleibtreu, F.J. Steffens
  • Regisseur(e): Michael Lähn
  • Komponist: Hans Posegga
  • Format: Dolby, HiFi Sound, PAL
  • Sprache: Deutsch (Dolby Digital 2.0 Mono)
  • Region: Region 2
  • Bildseitenformat: 4:3 - 1.33:1
  • Anzahl Disks: 3
  • FSK: Freigegeben ab 12 Jahren
  • Studio: Euro Video
  • Erscheinungstermin: 30. April 2008
  • Produktionsjahr: 1987
  • Spieldauer: 270 Minuten
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (8 Kundenrezensionen)
  • ASIN: B00140C9Y0
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 40.596 in Filme & TV (Siehe Top 100 in Filme & TV)

Rezensionen

Kurzbeschreibung

Dies ist die Geschichte des kleinen Hermann Stepputat (Jona Mues), die Geschichte seines Vaters Karl (Armin Mueller-Stahl) und seiner Mutter Martha (Ursela Monn) und die Geschichte des kleinen fiktiven Dorfes Jokehnen, irgendwo zweischen Angerburg und Insterburg in Ostpreußen, wo der kleine Hermann am 2. August 1934 zur Welt kommt. Ausgerechnet an jenem Tag, an dem Reichspräsident Paul von Hindenburg verstirbt und Adolf Hitler endgültig zum uneingeschränkten Diktator in Deutschland aufsteigt. Seine ersten Kindheitsjahre verbringt Hermann unbeschwert, er kommt in die Jokehner Dorfschule und wird, wie alle Jungen in seinem Alter, in die Hitler-Jugend geschickt. Probleme gibt es zu Anfang keine, auch nicht als der 2. Weltkrieg ausbricht. Doch allmählich machen sich Krieg und Rassenpolitik der Nazis in Jokehnen bemerkbar ...

Produktbeschreibungen

Eurovideo Jokehnen, USK/FSK: 12+ VÃ--Datum: 30.04.08

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47 von 50 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:DVD
Es gibt Anti-Kriegsfilme in Deutschland, die sind allgegenwärtig. Dazu gehört z.b. "Im Westen nichts Neues", oder "Das Boot", während andere Titel in Vergessenheit geraten und unbekannt sind, wie z.B. "Fabrik der Offiziere", "Rote Erde" oder eben auch "Jokehnen".

Der Film handelt von "Jokehnen", einem fiktiven Ort in Ostpreussen, seinen Bewohnern und in der Hauptsache dem Bürgermeister "Steputat", gespielt von Armin Müller-Stahl in einer Glanzrolle.

Der Film erzählt die Geschichte des Dorfes von 1935 bis zur Vertreibung der Bewohner nach Kriegsende.

Anschaulich wird anhand von Einzelschicksalen erzählt, was damals in unserer Heimat passierte, wie es zum Krieg kam, widmet sich dem Thema der Kriegsgefangenen in Deutschland, der Judenverfolgung, der Greueltaten der Wehrmacht und SS in Polen und der Sowjetunion, aber ohne den Finger zu heben und anzuklagen.

Der Film erzählt auch das Schicksal des Verlustes der Heimat für zig tausende, als die deutschen Ostgebiete zwischen der Sowjetunion und Polen aufgeteilt wurden, was bis heute, bis ins Jahr 2008 immer noch zu Unstimmigkeiten und Problemen zwischen Polen und Deutschen führt - allen Verträgen zum trotz.

Es ist ein trauriges Kapitel unserer Gschichte, die aber leider Realität ist, und vom Regisseur bestens umgesetzt.

Für solche Filme geben ARD und ZDF die Rundfunkgebühren aus, und es ist eine gute Investition an der sich viele Privatsender ein Beispiel nehmen.

Warum der Film so lange in den Archiven schmorte ist wiederum nicht verständlich!
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9 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:DVD
Hier wird die ergreifende Geschichte des fiktiven Dorfes Jokehnen in Ostpreußen nach der Machtergreifung des Naziregimes bis zum Einmarsch der Russen und dem Kriegsende mit seinen Folgen in anschaulicher Weise stellvertretend für viele andere Orte in Ostpreußen erzählt. Der hervorragenden Besetzung mit Armin Müller-Stahl, Ursula Monn, Monica Bleibtreu, Jörg Pleva, und vielen anderen großartigen Schauspielern gelingt es, die von Arno Surminski geschriebene und zum größten Teil in dem lauenburgischem Dorf Witzeeze verfilmte Erzählung so glaubhaft darzustellen, dass verschiedene aus Ostpreußen stammende Bekannte von mir sagten: "Ja, so ist es gewesen!".
Sehr empfehlenswert.
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18 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Jokehnen auf DVD... 12. Juli 2009
Von Ein Kunde TOP 100 REZENSENT
Format:DVD
Inhalt
Dies ist die Geschichte des kleinen Hermann Steputat, die Geschichte seines Vaters Karl und seiner Mutter Martha und die Geschichte des kleinen fiktiven Dorfes Jokehnen, irgendwo zwischen Angerburg und Insterburg in Ostpreußen, wo der kleine Hermann am 2. August 1934 zur Welt kommt. Ausgerechnet an jenem Tag, an dem Reichspräsident Paul von Hindenburg verstirbt und Adolf Hitler endgültig zum uneingeschränkten Diktator in Deutschland aufsteigt. Seine ersten Kindheitsjahre verbringt Hermann unbeschwert, er kommt in die Jokehner Dorfschule und wird, wie alle Jungen in seinem Alter, in die Hitler-Jugend geschickt. Probleme gibt es zu Anfang keine, auch nicht als der 2. Weltkrieg ausbricht. Doch allmählich machen sich Krieg und Rassenpolitik der Nazis in Jokehnen bemerkbar...

Bildbewertung:
Mit "Jokehnen" kommt eine aufwühlend erzählte und dabei beklemmende, bildgewaltige dreiteilige deutsche Fernsehserie, nach dem gleichnamigen großartigen Roman von Arno Surminski aus dem Jahr 1974, welcher die Idee und Drehbuchvorlage für die Serie lieferte, nun endlich durch "ARD Video" und "EuroVideo" zur schon lang erwarteten Veröffentlichung auf DVD. Für Arno Surminski, selbst 1934 geboren, stellt sein Roman "Jokehnen" eine Erinnerung an seine eigene Kindheit mit den Erlebnissen und Erinnerungen an die liebenswerte und idyllische Landschaft Ostpreußens da. Diese Verbundenheit mit ihrer authentischen und objektiv geschilderten unsentimentalen Geschichte jener Tage prägt maßgeblich die Geschichte des Romans über das fiktive Dorf "Jokehnen" in Ostpreußen.

Beginnend mit dem 2. August 1934, dem Tag an dem Paul Hindenburg starb und Hermann Steputat als Sohn des Bürgermeisters und zugleich Schneiders von "Jokehnen" das Licht der Welt erblickt, erzählt der Film aus der Sicht des heranwachsenden Hermann über den Lauf der Geschichte. Der 1987 nach dem Drehbuch von Claus Hubalek und unter der Regie von Michael Lähn im Auftrag des ZDF durch die "Windrose Film- und Fernsehproduktion" entstandene Dreiteiler, schildert ebenso objektiv wie auch bewegend den Untergang einer liebenswerten Heimatidylle und die Kindheit von Hermann während der Tage des zweiten Weltkriegs im ostpreußischen Dorf "Jokehnen". Hermanns Vater, Karl Stepputat, großartig verkörpert durch Armin Mueller-Stahl, lebt mit seiner Frau Martha (Ursela Monn) als angesehene und geachtete Bürger im eher stillen und betulichen Dörflein "Jokehnen".

Wie viele in der damaligen Zeit, tritt er der NSDAP bei und ist begeistert von den ersten inner- und außenpolitischen Erfolgen des mit dem Tode Hindenburgs zum uneingeschränkten Machtinhaber in Deutschland gewordenen Adolf Hitlers. Sein Sohn Hermann (Christian Müller-Stahl, Gregor Reisch, Jona Mues) selbst, erlebt eine unbeschwerte Jugend, besucht die Dorfschule, wird Mitglied in der Hitler-Jugend und findet in Peter (Wanja Mues, Robin Hummer) einen guten Freund. Doch immer mehr machen sich Krieg und Rassenpolitik der Nazis auch in "Jokehnen" bemerkbar. Irgendwann ist es soweit und auch vor dem kleinen und unbedeutenden Dorf "Jokehnen" steht die Rote Armee.

Geradezu grandios vermag es der Regisseur Michael Lähn in dieser Literaturverfilmung die zeitgeschichtlichen Ereignisse in einer äußerst sensiblen, aber dennoch kraftvollen und dramaturgisch konstanten Inszenierung in dieser Produktion umzusetzen. Es ist neben dem perfekten Spiel aller Darsteller, die stets spürbare Authentizität und perfekte Szenerie, welche in ihrer dargestellten objektiven Erzählweise und den gezeigten Bildern, den Zuschauer zu nichts drängt, ihn vielmehr ermöglicht sich sein eigenes Bild zu machen. Fernab von sonst oft in Filmen über das Ostpreußen gezeigten vorgefertigten Klischees bietet dieser Dreiteiler den Raum für eigenständiges, den Zuschauer forderndes, sich mit dem Thema befassendes Ansehen und in Bezug gehendes Denken mit dem Gesehenen.

Das Bild im Format 4:3 Vollbild (1.33:1) bei dieser Produktion aus dem Jahre 1987 überrascht angenehm. Während seiner Gesamtlaufzeit von ca. 270 Minuten überzeugt es vor allem mit seinen sehr kräftigen, nur selten leicht verfälschten Farben. Die sehr intensiv gewählten Einstellungen beim Kontrast geben dem Bild eine spürbare Frische und Detailgenauigkeit. Nur ab und an machen sich aufgrund etwas grobkörnigen Filmmaterials und etwas zu harter Nuancen beim Kontrast kleinere Schwächen im Bild bemerkbar. Auf gutem Niveau befinden sich die gewählten Werte bei der Schärfe der Bilder. Satte und volle Schwarzwerte lassen das Bild kraftvoll und authentisch auch unter schwierigen Lichtverhältnissen wirken. Mechanische oder digitale Bildfehler fielen mir bei der Wiedergabe der DVDs nicht nennenswert auf. Insgesamt betrachtet bieten die drei DVDs dieser Veröffentlichung, ein für eine mehr als zwanzig Jahre alte Produktion überzeugend gutes Bild ohne größere Auffälligkeiten.

Sehr stimmungsvoll und übersichtlich sind die mit wechselnden Filmsequenzen und Musik unterlegten Menüs bei den drei DVDs dieser Veröffentlichung gelungen. Auf jeder der DVDs befindet sich ein Teil dieser Trilogie, der direkt nach dem Einlegen in den DVD-Player gestartet werden kann. Auf der ersten DVD gibt es noch einige Trailer zu weiteren Veröffentlichungen auf DVD. Eine Kapitelauswahl kommt in den Menüs zwar nicht zur Ansicht, jedoch sind Marker in den einzelnen Folgen auf den DVDs gesetzt, die selbstverständlich auch während der Wiedergabe angewählt werden können.

Tonbewertung:
Ein sehr gut verständlicher und klanglich ausgewogener deutscher Ton, mit guten Bässen und Höhen, im Format Dolby Digital 2.0, kommt von den drei DVDs dieser Veröffentlichung zu Gehör. Er zeigt keine erwähnenswerten und hörbaren Mängel in sich. Bedauerlich dass hier auf Untertitel verzichtet wurde. In Anbetracht dessen, das in einigen Szenen russisch bzw. polnisch gesprochen wird, wären Untertitel zum besseren Verständnis angebracht gewesen. Sehr die Stimmungen in der Filmhandlung unterstützend, kommen der Erzähler Hans Daniel und die Musik von Hans Posegga zum Einsatz. Nett gemacht die kurze Einführung in das bisher Geschehene in der Handlung ab Teil zwei.

Gesamturteil:
Die dreiteilige deutsche Fernsehserie begeistert vor allem mit der objektiv erzählten Geschichte und ihrer unsentimentalen Darstellung eines emotionsgeladenen Themas. Eine bildgewaltige, zutiefst bewegende und in seiner Inszenierung und Dramaturgie durch den Regisseur Michael Lähn gekonnt umgesetzte Literaturverfilmung nach dem gleichnamigen Roman von Arno Surminski. Top-Empfehlung für diese sehr gelungene Veröffentlichung durch "ARD Video" und "EuroVideo".

Autor: Torsten
Fernseh Serien Auf DVD
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