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15 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Super Buch, das dem Leser neue Horizonte eröffnet, 22. April 2001
Rezension bezieht sich auf: Jokastes Kinder. Die Psyche der Frau im Schatten der Mutter. (Broschiert)
Dieses Buch ist klasse für alle, die sich für Psychologie interessieren, aber kein Fachbuch lesen wollen. Nach einer etwas trockenen Einleitung über den Stand der Dinge nach Freud ist das Buch toll geschrieben und macht dem Leser in leicht verständlicher Weise deutlich, warum viele Dinge zwischen Kindern und Müttern und zwischen Männern und Frauen so sind, wie sie sind und wie man damit umgehen kann. Außerdem hilft es nicht nur einem selbst aus ewig gleichen Bezeihungsstreitigkeiten herauszufinden, indem die Autorin aufzeigt, woher sie rühren, sondern es hilft auch allen, die Kinder erziehen, nicht alle Fehler, die die eigenen Eltern gemacht haben, auch zu machen. Am Ende bleibt jedoch leider, dass es nicht am Einzelnen liegt, sondern an den gesellschaftlichen Strukturen. Ein tolles Buch, dass man lesen sollte.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Lesenswert, 19. Dezember 2011
Lesenswerte Darstellung der Psychoanalyse aus weiblicher Sicht. Das Buch beschreibt, wie die Psychoanalyse Freuds, aber auch seiner Nachfolger (erschreckende Zitate) die Kindheit aus Sicht des Jungen Odysseus betrachtet und dabei die Frauen vergisst oder nicht sehen will. Es beschreibt fast humorvoll, wie man(n) so auf die Idee kommen kann, schon kleine Mädchen seien auf den Penis neidisch, während jedenfalls meine Freundinnen und ich beim ersten Sichten dachten, der Nachbarsjunge hätte ein Geschwür und uns nicht vorstellen konnten, wie er ohne Schmerzen Hosen tragen kann. Das Buch betrachtet die Entwicklung der Kinder aus der Sicht von Odysseus Mutter Jokaste und seine Schwestern, u.a. Antigone. Es beschreibt, wie die Frauen nicht "satt" sind, weil "Frau" sein nicht zum Mensch sein reicht, weil Frauen in unserer Gesellschaft immer zusätzlich ihre Weiblichkeit, ihre Daseinsberechtigung beweisen müssen. Satt werden kann frau demnach nur durch einen Sohn, über ihn erhalten Frauen eine Daseinsberechtigung. Dadurch "klammern" die Mütter sich in unguter Weise an ihre Söhne. Die Autorin erklärt damit auch, weshalb kleine Mädchen i.d.R. weiter entwickelt sind als Jungen und eher aus dem Haus gehen etc.: für sie gibt es dort nichts, für ihre Brüder schon. Es gibt die Vatertöchter, die heute wohl Alphafrauen heißen, die über den Vater satt sind, die als Individuum gesehen und anerkannt wurden und ihren Weg gehen können, vereinzelt gibt es sie schon in Politik und Wirtschaft. Die Muttertöchter sind selbstgenügsam und gehen ganz in ihrer weiblichen Rolle auf, gelegentlich trifft man sie als zufriedene Haus- oder Putzfrau. Aber der Großteil der Töchter, deren sich weder Vater noch Mutter wirklich angenommen hat und die nicht "satt" sind, sie werden - oft schmerzlich - hier erklärt.
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