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Johnny zieht in den Krieg - Arthaus Collection

Timothy Bottoms , Kathy Fields , Dalton Trumbo    Freigegeben ab 12 Jahren   DVD
4.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (8 Kundenrezensionen)
Preis: EUR 7,97 Kostenlose Lieferung ab EUR 20 (Bücher und Blu-ray-Filme immer versandkostenfrei), auch bei allen Verkäufern, die "Versand durch Amazon" nutzen. Details
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Produktinformation

  • Darsteller: Timothy Bottoms, Kathy Fields, Marsha Hunt
  • Regisseur(e): Dalton Trumbo
  • Komponist: Jerry Fielding
  • Format: Dolby, HiFi Sound, PAL
  • Sprache: Deutsch (Dolby Digital 1.0), Englisch (Dolby Digital 1.0)
  • Untertitel: Deutsch
  • Region: Region 2
  • Bildseitenformat: 16:9 - 1.77:1
  • FSK: Freigegeben ab 12 Jahren
  • Studio: STUDIOCANAL
  • Erscheinungstermin: 12. Oktober 2007
  • Produktionsjahr: 2006
  • Spieldauer: 110 Minuten
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (8 Kundenrezensionen)
  • ASIN: B000V2SGW6
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 11.050 in Filme & TV (Siehe Top 100 in Filme & TV)

Rezensionen

VideoMarkt

Während des Ersten Weltkriegs verliert der junge amerikanische Soldat Joe bei einer Granatenexplosion Arme, Beine, Nase, Mund und Ohren. Als Rumpf ohne Hör-, Seh- und Riechvermögen landet er im Krankenhaus, wo er künstlich am Leben gehalten wird. Zunächst nicht wissend, ob er wacht oder träumt, wird er sich nur langsam seines Zustandes bewusst. Schließlich findet er einen Weg, mit einer Krankenschwester zu kommunizieren. Er schlägt den Ärzten vor, ihn vor der Öffentlichkeit als abschreckendes Beispiel für die Folgen des Krieges auszustellen.

Produktbeschreibungen

Der 17-jährige Soldat Johnny wird im Ersten Weltkrieg von einer Granate buchstäblich zerfetzt. Nach zahlreichen Operationen bleibt von ihm nur noch ein Torso. Ohne Arme und Beine, Seh- und Hörvermögen wird er künstlich beatmet und ernährt. Ärzte halten ihn als medizinisches Exempel am Leben und vor der Außenwelt verborgen. Nach einiger Zeit begreift Johnny seinen hoffnungslosen Zustand. Halluzinationen, Verzweiflung und Schmerzen bestimmen seine qualvolle Isolation. In der Dunkelheit ruft der Menschenrest ungehört

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Kundenrezensionen

4.6 von 5 Sternen
4.6 von 5 Sternen
Die hilfreichsten Kundenrezensionen
8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Stephan Seither TOP 1000 REZENSENT VINE™-PRODUKTTESTER
"Johnny zieht in den Krieg!" - ein Film für (werdende!) Pazifisten.

Vor kurzem hatte sich Joe, die Hauptfigur des Filmes, noch für den "gerechten Krieg" begeistern lassen, er zog freiwillig in den Ersten Weltkrieg, um die vielfach eingeforderte "Vaterländische Pflicht" zu erfüllen.... - wenig später ist von Joe nur noch dessen Torso übrig - Arme, Beine, Augen, Gesicht und Ohren blieben auf dem sog. "Feld der Ehre", sein Körper wurde durch eine gegnerische Granate entstellt... - als "Namenloses Experiment" landet er in der zweifelhaften Obhut eines medizinisch interessierten Generals...

Das Pflegepersonal verwaltet Joes stummen Alltag lediglich - für Schwestern und Ärzte besteht kein Zweifel, dass es sich bei der Mumie ganz einfach um ein "Wesen" handelt, bei dem völlig zufällig nur noch Atmung, Herz-Kreislauf und Verdauung funktionieren - da dieser Zustand zwischen Leben und Tod sich zwar noch eine Weil hinziehen kann, sich jedoch, nach Meinung der Ärzte, nie wieder bessern wird, überlässt man Joe eben sich selbst...

Dem Zuschauer wird die Mumie hingegen als denkender, in den Resten seines Körpers gefangener Mensch, vor Augen geführt - Joe teilt in erschütternden Monologen seine Gefühle, Ängste, Hoffnungen, Wünsche und Sorgen mit... - abgefahrene Phantasieszenen und nahzu nervenzerfetzende Stimmungsschwankungen sind absolut fesselnd miteinander verknüpft...

Szenen der Gegenwart werden in s/w präsentiert - die Erinnerungssplitter aus des Hauptdarstellers Vergangenheit sind hingegen in Farbe gedreht worden - mit jedem Ausflug in diese farbenfrohe Vergangenheit wird dem Zuschauer die totale Sinnlosigkeit kriegerischer Auseinandersetzungen vor Augen gehalten...

Kein Wunder, dass Dalton Trumbo, Autor der Romanvorlage aus dem Jahr 1939 und Drehbuchautor des 1971 erschienen Filmes, einstmals auf der Schwarzen Liste der McCarthy-Ära (1948 - 1956) landete und ihn zeitweise sogar Berufsverbot ereilte - schonungslos stellte dieser nämlich die Mittel und Wege in Frage, mit denen man versucht Demokratie "durchzusetzen"....
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Was ist Demokratie? 25. November 2007
Von Kosta
Dies ist einer der zentralen Sätze in diesem Film. Die Antwort darauf lautet lapidar, dass es wohl irgendwas damit zu tun haben müsste, dass junge Männer sich gegenseitig umbringen.

Dalton Trumbo dürte eine der unbekanntesten Berühmtheiten von Hollywood gewesen sein. Der Drehbuchautor vieler berühmter Filme wie Spartakus oder Papillon, stand immer im Schatten der Hauptdarsteller und Regisseure, die naturgemäß die Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Dieser Film, bei dem Trumbo auch Regie geführt hat, basiert auf einem Roman, der von ihm selbst verfasst wurde.

Joe Bonham, der typische "American Boy" aus einer ländlichen Gegend der USA, meldet sich freiwillig zum Dienst im ersten Weltkrieg. Beim Einschlag einer Rakete wird er grausam verstümmelt und verliert nicht nur Arme und Beine, sondern auch sein Augenlicht, sein Gehör und seine Fähigkeit zu sprechen. Fatalerweise kommt ein Feldarzt nach einer Untersuchung zum Schluss, dass er auch nicht mehr fühlen und denken kann.
Aber das kann er doch noch. Joe Bonham ist nach wie vor ein fühlendes, denkendes Wesen und nach einer Weile wird er sich seiner Situation voll bewusst. Wir hören aus dem Off seine Gedanken, wie er versucht mit seinem Schicksal fertig zu werden und wie er, fast aller seiner Sinne beraubt, versucht mit der Außenwelt Kontakt aufzunahmen.

Johnny zieht in den Krieg ist ein außergewöhnlicher Film. Auf drastische Bilder wird gänzlich verzichtet. Es gibt nur eine kurze Szene, die auf den Schlachtfeldern Europas spielt. Der Rest des Films besteht aus Rückblenden, Joes "Alltag" im Krankenhaus und schließlich aus immer surrealer anmutenden Szenen, die Träume darstellen.
Es gibt viele bedeutende Anti-Kriegsfilme, doch dieser hier ist sicherlich einer der bemerkenswertesten. Die Sinnlosigkeit des Krieges, in dem es letztlich nur darum geht sich gegenseitig umzubringen, bis eine Seite entweder völlig ausgemerzt wird, oder kapituliert, damit die Gegenseite am Ende Recht behält und zum "Sieger" erkoren wird... Dieser Wahnsinn wird hier auf eine Art und Weise aufgezeigt, die zugleich faszinierend und schockierend ist. Die Spitze der Nahrungskette hat keine Fressfeinde außer sich selbst...

Die schauspierischen Leistungen sind sehr gelungen. Allen voran der "ewige Nebendarsteller" Jason Robards als Joes Vater und Donald Sutherland als Jesus sind äußerst gelungen. Es ist seltsam, dass dieser Film ein solches Staraufgebot zu bieten hat und trotzdem ein Schattendasein fristet.

Die Aufmachung der DVD ist sehr schön. Neben den üblichen Trailern, befindet sich auch eine Dokumentation über Dalton Trumbo auf dem Silberling, die sehr interessant ist und einen Einblick in das Leben des Autors und Filmemachers bietet. Die deutsche Synchronisation ist sehr professionell, kommt aber nicht ganz an die Originalstimmen heran. Die verzweifelten "Rufe" von Joe verlieren etwas von ihrer Intensität in der deutschen Übersetzung. Trotzdem handelt es sich um äußerst solide Arbeit.

Bleibt nur zu hoffen, dass durch diese neue Aufmachung im Rahmen der Arthaus Collection der Film endlich den Bekanntheitsgrad bekommt, den er auch verdient. Dieses Werk verdient großen Respekt und sollte unbedingt auch in Schulen gezeigt werden. Da der Film eine Freigabe ab 12 Jahren hat, dürfte das kein Problem sein. Gerade heranwachsende Jungen, die gerne Cowboy oder Soldat spielen sollte dieser Film gezeigt werden.
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die Wahrheit und nichts als die Wahrheit 22. Oktober 2007
Als John Irving "Garp und wie er die Welt sah" schrieb, hatt er bestimmt den Roman von Trumbo in Hinterkopf. Zu auffällig sind die Prallelen zwischen Garps Vater und Johnny aus Trumbos Roman.
Nur Trumbos Roman ist kein ironisches Spiel, wie Irvings Roman, sondern tatsächlich verarbeitete Kriegserfahrung.
Irvings Garp ist also als geistige zynische Flucht aus dem Bettengrab des Soldaten Johnny und gleichzeitig als sarkastische Überhöhung der Unmöglichkeit zu verstehn. "Johnny zieht in den Krieg" ist aber wohl der einzige echte Antikriegsfilm neben "Apokalypse Now" und "Wege zum Ruhm", der keine Ausflüchte und Rechtfertigungen mehr zuläßt. Ein Film, der im Torso (im Kopf) eines Soldaten stattfindet und die Ausweglosigkeit aus dem menschliche Dilemma des Machens und Mitmachens, der Aktivität und der Passivität aufzeigt.
Trumbos Film handelt nicht nur von einem Trauma, sondern ist selber eins. Wer wissen will, was der Krieg wirklich ist, schaue sich diesen Film an, wenn er denn starke Nerven hat. Ein Film, der auf die Lehrpläne der Filmakademien gehört, bevor dumme Regisseure weitere dumme Kriegsfilme drehen!
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