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amüsanter unterhaltsamer Film, nicht mehr und nicht weniger.
Themen sind Drogen, IRA, Reggae und den Ausstieg nicht schaffen.
Die Liste der Mitwirkenden lässt mehr erwarten: Vinnie Jones (ist das eigentlich seine erste Hauptrolle?), Patrick Bergin, Samantha Mumba und Roger Daltrey (was macht der eigentlich sonst so?), dazu ein von Adrian Sherwood (DJ und Soundavangardist) produzierter Soundtrack.
Leider bleiben die Charaktere allesamt hölzern und klischeehaft. Besonders schlimm wirkt sich hier in der deutschen Fassung noch die sehr statische Fernsehseriensynchronisierung aus. Besser wirken die Charaktere im Original. Allerdings ist das slanghafte Großbritisch für ungeübte Ohren nicht immer leicht zu verstehen und englische Untertitel fehlen unverständlicherweise auch. Die angerissenen Lebensgeschichten sind leider keineswegs überraschend oder fesselnd, aber irgendwie wohlwollend zusammengestellt.
Manche Einstellungen, Tricks oder Schnitte wirken etwas unbeholfen, allerdings ist das nicht gravierend. Dafür sind andere Einstellungen und Ideen umso ansprechender.
Für einen Krimi kommt irgendwie zuwenig Spannung auf. Dass der Film sich nicht hundertprozentig ernst nimmt ist gut, reicht aber als Qualität allein nicht, denn komisch ist der Film keineswegs, dazu ist er zu brutal und die Themen zu ernst.
Außer der allgegenwärtige Reggae vom Piratensender, der quasi die zweite Hauptrolle spielt, der verströmt eine Lockerheit, die letztlich die gesamte Stimmung mitprägt. Vielleicht kann deshalb, auch trotz teilweise recht brutaler Szenen, insgesamt kein so richtiger actionhafter Schwung aufkommen. Irgendwie ist das alles zu nett, zu relaxed und die Gesichter der Darsteller zu freundlich, als dass man ihnen die schweren Jungs so richtig abnimmt.
Nichtsdestotrotz ist der Film amüsant und verströmt eine stimmige Ästhetik, die Spaß macht und unterhält. Gerade die sympathischen Gesichter verhelfen dazu, dass man den Film gerne weitersehen mag. Alles an Story, Charakteren und Ausstattung ist gut gemeint und so genießt man das auch ohne viele Hintergedanken.
Von seinen offensichtlichen Vorbildern à la Guy Ritchie bleibt der Streifen im Niveau jedoch meilenweit entfernt.
Die Ausstattung beinhaltet deutschen und englischen 5.1 Ton und deutsche Untertitel, ein nicht mal einminütiges Interview mit dem Regisseur und ein etwa fünfminütiges Making Of, das im wesentlichen nur Stellungnahmen der Schauspieler zeigt. Schließlich noch vier Vorschauen zu anderen Filmen der Galileo Medien AG.
Wer nichts Besonderes vorhat und weder Lust auf Fernsehen oder Hollywood hat, ist mit diesem Film nicht schlecht beraten.