Aus dem Jürgen (Potzkoten) soll auch mal was werden. Da hilft seine Mutter schon mit. Auch wenn er nur ein bißchen Gitarre spielen und singen kann. Und auch andere Voraussetzungen für Erfolg im Leben nicht gerade mitbringt.
Aber mit ein bißchen Zufall und Glück nimmt die *KARRIERE* dann doch ihren Lauf (!!) Aber was für böse Widrigkeiten gilt's zu überwinden: Einen so seltsam kritisch-anspruchsvollen Agenten (man gibt doch nun wirklich sein Letztes!), und eine komische blonde Tussi vom Fernsehen, die ihn eines Abends mit zu sich nach Hause nimmt...
In einer Kleinstadt-Disco (Ruhrgebiet, natürlich) ist Johnny dann endlich der König ("Wenn ich Dich nicht halten kann, dann bleib' ich nicht bei Dir..." - köstlich!)!! Liegt's auch an den Plateauschuhen??
Dies ist Schneiders erster Film, der noch stärker als seine späteren den Charme des Experimentell-Amateurhaften hat (er ist auch etwas kürzer). Und doch zeigt sich hier bereits Helges ganze Begabung für Orginell-Absurd-Gesellschaftskritisches!
Dazu sind viele Stellen gekonnt mit melancholisch-witziger (selbstgemachter, versteht sich) Schlager-Jazzmusik unterlegt.
Der unnachahmliche, rührend-treue Andreas Kunze übrigens schlüpft gleich in mehrere Rollen - u.a. in die des Bankangestellten im unheimlich gut sitzenden Anzug...
Hier habt Ihr den Beweis, daß Helge von Anfang an so war, wie er heute auftritt (nur noch etwas hilfloser) - es war ALLES schon angelegt (!)
Kaufzwang.