Der Autor Stephen Miller hat sichtlich viel Arbeit in dieses Buch gesteckt. Das Leben von Johnny Cash wird mit all seinen Höhen und Tiefen ausführlich geschildert. Schön kommt auch der ambivalente Charakter von Johnny Cash, der zwischen Familienmensch und Einzelgänger, zwischen Unterstützer der präsidialen Politik und seinem Einsatz für die american natives pendelt, zum Vorschein. Wer sich intensiver mit Johnny Cash auseinandersetzen will, ist vom Inhalt her mit diesem Buch gut beraten. Ärgerlich ist jedoch die sprachliche Umsetzung. Und hier möchte ich die Schuld beim Übersetzter oder im Lektorat, vermutlich bei beiden, suchen. Denn da es sich bei dem Autor um einen Journalisten handelt, kann ich mir schwerlich vorstellen, das er für teilweise überhaupt nicht nachvollziehbare Schlussfolgerungen und scheinbar nicht im Zusammenhang stehende Sätze verantwortlich ist. Da es sich jedoch um eine Biographie und keinen Roman handelt, der von einer geschliffenen Sprache lebt, gebe ich dem Buch noch vier Punkte.