Detektive Rene Shade ist vom Polizeidienst suspendiert, als sein Vater John Xavier Shade in der louisianischen Stadt St. Bruno wieder auftaucht, aus der er sich vor dreißig Jahren klammheimlich aus dem Staub gemacht hat. Mit im Gepäck hat er eine zehnjährige Tochter und auf seinen Fersen folgt ihm ein psychopatischer Killer, der galubt daß John X ihm Geld gestohlen hat.
Ganz, ganz schwache Story, zumindest was den Kriminalfaktor betrifft. Null Spannung, keinerlei Verwicklungen und am Ende läßt der amerikanische Autor Daniel Woodrell den Leser doch glatt in der Luft hängen, anstatt ihm einen logischen Geschichtsausgang zu präsentieren. Nein das geht eigentlich so gar nicht!
Wenn man den Roman nicht als Kriminalroman bewertet wissen möchte, könnte man zumindest noch behaupten, daß hier existenzielle Familienbeziehungen, vor allem zwischen Kindern und ihrem herumstreunenden Vater, aufgearbeitet werden. Zudem werden in einem gewissen Maße Alter und Vergänglichkeit thematisiert. Nun ja, auch wenn der Roman selbst in diesen Themenfeldern doch nur eingeschrenkt als gelungen bezeichnet werden kann, geht er in dieser Beziehung dann doch einigermaßen in Ordnung.
Dies ist nach
Cajun Blues - Ein Rene- Shade- Thriller und
Zoff für die Bosse - Ein Rene-Shade-Thriller der dritte Roman um den Detective Shade und es ist mit Abstand der schlechteste aus der Triologie. Dieses Fazit bezieht sich sowohl auf die Handlung als auch darauf, daß Shade in diesem Roman eigentlich eine absolute (fast schon unwichtige) Nebenrolle inne hat. So kann man diesem Roman mit viel "goog will" noch so gerade 2 Sterne zubilligen.