Bei den John Sinclair Classics handelt es sich um ein Spin Off der Edition 2000. In ihr werden die Anfänge der Sinclair Serie vertont. Und zwar die Fälle als Autor Jason Dark noch keine eigene Romanserie bei Bastei hatte. In den siebzigern erschienen unter der Reihe Gespenster Krimi 50 Fälle des Geisterjägers. Die Classics kann man nun als Vorgeschichte zur derzeitigen Edition 2000 sehen. Sie spielt einige Jahre vor der ersten regulären Folge. In ihr erfährt man unter anderem wie John Sinclair mit dem übernatürlichen in Berührung kam und an sein Schicksal als Sohn des Lichts langsam herangeführt wird.
In dieser hier vorliegenden Folge 7: Die Töchter der Hölle bekommt es John mit der Wiedergängerin Elziabeth Bathorny zu tun ( Ähnlichkeiten des Namens mit der historischen Elizabeth Bathory sind wohl rein zufällig, grins), die von ihrer Verwandten mit Hilfe schwarzer Magie ins Leben zurück gerufen wird, um blutige Rache an den Kindeskindern ihrer Henker zu nehmen.
Dabei geht das Hörspiel gar nicht zimperlich zur Sache, es spritzt eine Menge Blut und es gibt diesmal eine Menge Toter zu beklagen. Nach dem Hörgenuss ist es wirklich verständlich, dass diese Reihe nur für Erwachsene freigegeben ist.
Sinclair wird auf die Vorfälle um Lady Bathorny durch einen Kollegen seines Freundes Bill Conolly aufmerksam. Mit dem er gemeinsam an den Ort des Verbrechens zurückkehrt, um die Blutgräfin unschädlich zu machen.
Das Hörspiel ist wie immer auf höchstem Niveau produziert. Die zum größten Teil aus großen Hollywood Produktionen und amerikanischen Serien bekannten deutschen Synchronsprecher ( u.a. Frank Glaubrecht, bekannt als Sprecher des u.a. Al Pacino und Wolfgang Pampel, der seine Stimme u.a. in den achtzigern Larry Hagman und damit J.R. in der Serie Dallas verlieh) machen ihre Sache wie immer gut und bringen die Story stimmungsvoll rüber.
Spoilerwarnung: Außerdem erfährt man im Laufe der Story wieder einen Teil des Puzzles über Johns Bestimmung. Die Geschehnisse um Johns Kreuz und dessen Bedeutung werden behandelt.
Es ist sehr gekonnt, wie der Hörspielautor Oliver Döring einen Heftroman der siebziger nimmt, und die Handlung derart gekonnt ins neue Jahrtausend transportiert und dabei auch noch den Seriencharakter der einzelnen Storys stärker herausarbeitet. Die Dramaturgie ist dabei defintiv wie immer gut gelungen.
Das ist Kino fürs Ohr, Sinclair Fans können bedenkenlos zugreifen. Ebenso sollten Freunde von stimmungsvollen Grusel Hörspielen mal ein Ohr riskieren. Hier werden Sie gut unterhalten.