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John Rock oder der Teufel
 
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John Rock oder der Teufel [Gebundene Ausgabe]

Harry Rowohlt , Peter Gut
4.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 48 Seiten
  • Verlag: Kein & Aber; Auflage: 1., Aufl. (1. November 2004)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3036951261
  • ISBN-13: 978-3036951263
  • Größe und/oder Gewicht: 20,2 x 16,2 x 1,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 654.620 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Harry Rowohlt
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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Harry Rowohlts hungriger Held gerät im Wilden Westen in arge Bedrängnis - ein sprachliches Trommelfeuer aus der Küche eines der grössten Wortakrobaten südlich der Elbemündung, wunderbar illustriert von Peter Gut.

Der Verlag über das Buch

Virtuoser, sprachmächtiger und begabter als Harry Rowohlt spielt derzeit kaum jemand auf der Klaviatur des absurden Witzes: John Rocks Leibgericht ist ein Feuerwerk an Sprachlust, an wortgewaltigem Nonsens, an Finten und Pointen, von der ersten Zeile bis zur letzten Silbe.

John Rock ist hungrig. Die haltbaren Billiglebensmittel, die er in einer vermaledeiten Blockhütte findet, will er zu einem schmackhaften Gericht, zu seinem Lieblingsgericht verarbeiten: Schlichtglibber "Shaolin". Allerdings kann die Zubereitung nur unter widrigsten Umständen erfolgen: Von einer nahen Hügelkuppe blitzt das Mündungsfeuer aus den ’42ern der berüchtigten Enfield-Drillinge auf. Herumstreunende Apatschen gesellen sich zu den Belagerern und schießen erste Brandpfeile in Richtung der reetgedeckten Blockhütte. Die Lage wird langsam brenzlig. – Findet John Rock die geheime Zutat, die in seinem Rezept als "geheime Zutat" aufgeführt ist? Gelingt es ihm, sich aus seiner unkommoden Situation zu befreien? Und wer schnarrt am Ende der Geschichte routiniert "Waffen und Herrenschmuck ablegen!", wohlgemerkt ein launiges "Und bitte recht freundlich!" hinzufügend?



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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Aus einem einzigen Zeitungsbeitrag ein Hardcover zu machen und als Roman, wenngleich "Wildwest-Schundroman", zu verkaufen, ist eigentlich Geldmacherei mit griffbereitem Revolver. Das was der Verlag Kein & Aber und der Zeichner Peter Gut jedoch aus einem kulinarischen Beitrag für die FASZ machen, ist a la Bonheur, wie Essensexperte Reiner Callmung sagen würde. Auf den wenigen, vorsichtshalber gar nicht nummerierten Blättern stehen vorsichtshalber gar keine Seitenzahlen. Im Durchschnitt enthält jede Seite ein paar Zeilen Text und eine formidable Gutsche Illustration, bei der der Held der Geschichte, John Rock, zu Harry Rowohlts Ebenbild im Westmanngewand wird.

Kurz gesagt geht es um einen Schießexperten, der sich bei der Zubereitung von "'Bamboo Garden'-Glasnudeln'" nur unwesentlich davon abhalten lässt, dass drei Schurken und eine Horde Apatschen seine Hütte angreifen. Als Bonus zum Zeitungsbeitrag gibt's hier noch Fußnoten, die fein pseudo-belehrend angebliche Schwachstellen in Plot und Wortwahl kommentieren.
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von weiser111
Format:Gebundene Ausgabe
Man kommt ihnen ja nicht aus, weder im Fernseh noch in den einschlägigen Wartezimmer-Zeitschriften: Wohin man nicht schaut, fuchtelt irgendeiner einem mit einem Kochrezept vor der Nase herum und kocht mit erlesenem Zeug Erlesenes, das herich auch noch erlesenem Genuss garantieren soll.
Ein Genre ist das, schmeckgenau gebacken für Harry Rowohlt, der uns in "John Rock oder der Teufel" erklärt, wie man "Schlichtglibber 'Shaolin'" kocht (oder sagmermal besser: zubereitet), während man sich in der einsamen Blockhütte im Wildesten Westen gleichzeitig dreiste Banditen und erboste Apatschen vom Leibe hält.
In der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" verlangte man von Rowohlt im Rahmen der "Kochrezepte"-Sparte "etwas Literarisches". Genau das liefert der Knarzbart auch, und wenn sein Schlichtglibber nur halb so gelungen ist wie sich der Western drumrum, sollte es jedes Fünfsterne-Restaurant im Repertoire haben, das auf sich hält.

Ein Kochrezept, eingebettet in einen Western -- sowas kriegt wohl nur Harry Rowohlt hin. Er imitiert den Sprachduktus der einschlägigen Wildwest-Heftchen perfekt, einschließlich der Harte-Männer-Monologe. Während John Rock den Bestand der Blockhütten-Pantry inspiziert, erwehrt er sich des Dauerfeuers der berüchtigten Enfield-Drillinge, und als echter Westmann kommentiert er das auch: "'Sollte mich nicht wundern, wenn es jetzt nur noch Zwillinge wären', schmunzelte er, daß sich sein Kinngrübchen verfinsterte." Karl May wäre neidisch geworden ob dieser Fabulierkunst, und die Heftchen-Autoren erstrecht. Die markigen Zufälle, die der Handlung in Trivial-Heftchen erst den richtigen Kick geben, streut Rowohlt mit leichter Hand in seinen Schlichtglibber-Western ein, und während er John Rock gleichzeitig im Topf rühren und den Apatschen die Leviten lesen lässt, kommentiert er seine eigene Rezepte-Erzählung auch noch, auf dass auch die fußnotenverwöhnte anspruchsvollere Leserschaft auf ihre Kosten komme: "Ist natürlich Quatsch, ein Reetdach in einem Western, aber weil Blockhütten in solchen Zusammenhängen früher oder später immer in Flammen aufgehen, habe ich diese Blockhütte noch zusätzlich reetgedeckt, damit es 2 bis 3 Seiten schneller geht."

Auch wenn die Zubereitung von Schlichtglibber "Shaolin" nur in prekärer Situation gelingt, so verrät Rowohlt dem geneigten Leser und/oder Hobbykoch immerhin, worin die "geheime Zutat" besteht -- und außerdem ist tröstlich zu erfahren, dass auch andere keine Ahnung haben, was dieses vermaldeite Kardamon eigentlich ist, das einem in jedem höherklassigen Kochrezept entgegenfeixt.

Jetzt könnte ich diesen "Kulinarische[n] Wildwest-Schundroman" (Rowohlt trägt hiermit der Literaturgeschichte gleich ein funkelnagelneues Genre bei!) Seite für Seite nacherzählen, was ich aber erstens nicht kann, weil ich's so gut längst nicht kann wie der Meister, und zweitens will ich's auch nicht, denn dann nähme ich den geneigten Lesern das Vergnügen. Und drittens unterschlüge ich auch noch Peter Guts viele, viele kongeniale Illustrationen.
Ich kann diesen Kulinarischen Wildwest-Schundroman aber jedem empfehlen, der Sinn hat für unwiderstehliche Hochkomik. Und das tu ich hiermit Damn it aber auch...

Übrigens gibt's den ultimativen kulinarischen Wildwest-Schundroman optisch noch schöner auch im Querformat.
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1 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von weiser111
Format:Gebundene Ausgabe
Man kommt ihnen ja nicht aus, weder im Fernseh noch in den einschlägigen Wartezimmer-Zeitschriften: Wohin man nicht schaut, fuchtelt einer einem mit einem Kochrezept vor der Nase herum und kocht mit erlesenem Zeug Erlesenes, das herich auch noch erlesenem Genuss garantiert.
Ein Genre ist das, schmeckgenau gebacken für Harry Rowohlt, der uns in "John Rock oder der Teufel" erklärt, wie man "Schlichtglibber 'Shaolin'" kocht (oder sagmermal besser: zubereitet), während man sich in der einsamen Blockhütte im Wildesten Westen gleichzeitig dreiste Banditen und Apatschen vom Leibe hält.
In der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" verlangte man von Rowohlt im Rahmen der "Kochrezepte"-Sparte "etwas Literarisches". Genau das liefert der Knarzbart auch, und wenn sein Schlichtglibber nur halb so gelungen ist wie sich der Western drumrum, sollte es jedes Fünfsterne-Restaurant im Repertoire haben, das auf sich hält.

Ein Kochrezept, eingebettet in einen Western -- sowas kriegt auch nur Rowohlt hin. Er imitiert den Sprachduktus der einschlägigen Wildwest-Heftchen perfekt, einschließlich der Harte-Männer-Monologe. Während John Rock den Bestand der Blockhütten-Pantry inspiziert, erwehrt er sich des Dauerfeuers der berüchtigten Enfield-Drillinge, und als echter Westmann kommentiert er das auch: "'Sollte mich nicht wundern, wenn es jetzt nur noch Zwillinge wären', schmunzelte er, daß sich sein Kinngrübchen verfinsterte." Karl May wäre neidisch geworden ob dieser Fabulierkunst, und die Heftchen-Autorern erstrecht. Die markigen Zufälle, die der Handlung in Trivial-Heftchen erst den richtigen Kick geben, streut Rowohlt mit leichter Hand in seinen Schlichtglibber-Western ein, und während er John Rock gleichzeitig im Topf rühren und den Apatschen die Leviten lesen lässt, kommentiert er seine eigene Rezepte-Erzählung auch noch, auf dass auch die fußnotenverwöhnte anspruchsvollere Leserschaft auf ihre Kosten komme: "Ist natürlich Quatsch, ein Reetdach in einem Western, aber weil Blockhütten in solche Zusammenhängen früher oder später immer in Flammen aufgehen, habe ich diese Blockhütte noch zusätzlich reetgedeckt, damit es 2 bis 3 Seiten schneller geht."

Auch wenn die Zubereitung von Schlichtglibber "Shaolin" nur in prekärer Situation gelingt, so verrät Rowohlt dem geneigten Leser und/oder Hobbykoch immerhin, worin die "geheime Zutat" besteht -- und außerdem ist tröstlich zu erfahren, dass auch andere keine Ahnung haben, was dieses Kardamon eigentlich ist, das einem in jedem höherklassigen Kochrezept entgegenfeixt.

Jetzt könnte ich diesen "Kulinarische[n] Wildwest-Schundroman" (Rowohlt trägt hiermit der Literaturgeschichte gleich ein funkelnagelneues Genre bei!) Seite für Seite nacherzählen, was ich aber erstens nicht kann, weil ich's so gut längst nicht kann wie der Meister, und zweitens will ich's auch nicht, denn dann nähme ich den geneigten Lesern das Vergnügen. Und drittens unterschlüge ich auch noch Peter Guts kongeniale Illustrationen alle zwei Seiten.
Ich kann diesen Kulinarischen Wildwest-Schundroman aber jedem empfehlen, der Sinn hat für unwiderstehliche Hochkomik. Und das tu ich hiermit Damn it aber auch...
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