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John Rawls.
 
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John Rawls. [Taschenbuch]

Thomas W. Pogge
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Thomas Winfried Menko Pogge
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Neue Zürcher Zeitung

Theorie und Leben

ujw. Jede Person hat den gleichen Anspruch auf Grundgüter und Grundfreiheiten; soziale und ökonomische Ungleichheiten müssen den am wenigsten begünstigten Gesellschaftsmitgliedern zum Vorteil gereichen. Das fordern, in verknappter Version, die beiden «Gerechtigkeitsgrundsätze», die das Herzstück der politischen Theorie von John Rawls ausmachen. Thomas W. Pogge, Schüler des wohl prominentesten politischen Philosophen der Gegenwart, stellt sie ins Zentrum seiner «kritischen Einführung» und erläutert, in sachdienlich schnörkelloser Sprache, was es mit ihnen auf sich hat. Der andere Vorzug des Buches ist das biographische Kapitel. Aus Gesprächen mit dem Meister hervorgegangen, skizziert es nicht nur eine («durchschnittliche») Lebensgeschichte. Es gibt auch eine Antwort auf die Frage «What makes him tick?» – nämlich das Interesse daran, ob das Leben lebenswert sein könne.

Kurzbeschreibung

Diese kritische Einführung in das Leben und Werk von John Rawls aus der Feder eines seiner Schüler behandelt gründlich und kompetent die historische Entwicklung, philosophische Begründung und politische Anwendbarkeit der Rawlsschen Gerechtigkeitskonzeption. Wie stellt sich Rawls eine völlig gerechte Gesellschaft vor? Warum sollten liberale Bürger ihre nicht konsensfähigen Werküberzeugungen beim Argumentieren und Abstimmen im politischen Bereich ausklammern? Was bedeutet dieser Vorrang der Grundrechte, wenn ihre praktische Sicherung Geld kostet? Rawls verlangt faire Chancengleichheit, aber warum sollten die Vertragsparteien dem zustimmen, wenn sich dadurch alle sozialen Positionen verschlechtern? Wie kann der Urzustand, der die Gerechtigkeitsgrundsätze begründen soll, selbst begründet und gerechtfertigt werden? "Im politischen Diskurs miteinander muß man von den Werten und Fakten ausgehen, die wir gemeinsam anerkennen, und auf dieser Basis die vernünftigste Entscheidung finden. Diese Entscheidung wird oft nicht der religiösen Wahrheit entsprechen. Aber vom göttlichen Standpunkt aus wiegt dieses Manko doch geringer als das Manko, andere, die Gott mit Vernunft und Gewissen begabt hat, nicht voll als solche zu respektieren." John Rawls.


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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
20 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch
Der Harvard Professor John Rawls war einer der groessten Denker der politischen Theorie der zweiten Haelfte des 20ten Jahrhunderts. Sein Hauptwerk, 'Eine Theorie der Gerechtigkeit', gilt als Klassiker politischen Denkens und hat seinen Weg auf die Leselisten so ziemlich aller Kurse in Moralphilosophie und politischer Philosophie gefunden. Wer die zeitgenoessischen Debatten zwischen Kommunitaristen und Liberalen, Libertaeren und Liberalen und Kosmopoliten und Nationalisten verstehen moechte, der muss ueber Rawls Theorien Bescheid wissen. Rawls zu lesen ist allerdings nicht einfach --- seine Werke sind lang und oft umstaendlich formuliert. Also lohnt es sich durchaus zu einem Einfuehrungswerk zu greifen. Ein solches liegt mit Thomas Pogges (ein ehemaliger Rawlsschueler) Buch ueber den grossen Denker vor. Vorsicht ist aber geboten: Pogges Buch ist gut und sehr tiefgruendig, aber es eignet sich meiner Meinung nach nicht unbedingt als Einfuehrung fuer Neulinge, die sich fuer Rawls politische Philosophie interessieren. Ein Problem des Werkes ist folgendes: Es gibt zwei Versionen von Rawls Theorie. Die erste Version entstammt dem Hauptwerk von 1971. Die zweite Fassung enstammt mehreren Essays, die Rawls nach der Publikation der 'Theorie der Gerechtigkeit' verfasst hatte. Anders als Wolfgang Kerstings 'John Rawls zur Einfuehrung' haelt Pogge sich nicht lange mit der Theorie von 1971 auf, sondern beginnt sofort mit der ueberarbeiteten Version. Wenn man das Hauptwerk von Rawls nicht kennt, dann ist es allerdings nicht unbedingt einfach die Neuerungen der Rawlschen Theorie zu verstehen. Folglich ist Pogges Buch nicht unbedingt so verstaendlich wie man es sich von einem Einfuehrungstext wuenschen wuerde. Auch fehlen Rawls Ueberlegungen zum Recht der Voelker und der internationalen Gerechtigkeit, die erst nach dem Erscheinungsdatum von Pogges Buch (1994) von Rawls veroeffentlicht wurden (1999). (Da ist Kerstings Buch aus dem Jahr 2001 auf dem neusten Stand, obwohl leider auch hier die Behandlung der Rawlsschen Theorie der internationalen Gerechtigkeit reichlich kurz ausfaellt). Natuerlich hat Pogges Buch auch ganz klare Vorzuege: Pogges Wissen was Rawls Theorie und die gesamte Entwicklung der Politischen Theorie im Englisch-sprachigen Raum angeht ist beeindruckend. Fortgeschrittenen Studenten, die sich fuer Rawls interessieren (und sich vor allem fuer Rawls Politischen Liberalism d.h. die neue Variante der Theorie interessieren), ist Pogges Buch sehr zu empfehlen. Es stellt die neusten Grundzuege der Rawlsschen Theorie sehr tiefgruendig dar, beinhaltet einige (aeusserst rare) Informationen zu Rawls Biographie, geht auf die Debatten zwischen Rawls, den Kommunitaristen und Libertaeren ein und stellt das Verhaeltnis von Rawls und Kant kurz und praezise dar. Wer allerdings ein gut verstaendliches Einfuehrungswerk sucht ist mit dem Klassiker ueber Rawls Werk, naemlich Chandran Kukathas' und Phillip Pettit's 'John Rawls: A Theory of Justice and its Critics' oder Wolfgang Kerstings Buch besser beraten.
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gut lesbar 18. April 2012
Format:Taschenbuch|Von Amazon bestätigter Kauf
EDas Buch gibt gute Einblicke in Rawls Leben und erläutert in verständlicher Sprache seine Theorien wie Gerechtigkeit als Fairneß.Rawls kann danach als einer der vielen Demokraten angesehen werden.Ein Buch das wirklich gut in die Theorie Rawls einführt und durch Schaubilder erläutert.
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