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John Rawls. Eine Theorie der Gerechtigkeit
 
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John Rawls. Eine Theorie der Gerechtigkeit (Broschiert)

von John Rawls (Autor), Otfried Höffe (Herausgeber)
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Kurzbeschreibung

Die "Theorie der Gerechtigkeit" ist der wichtigste Beitrag des englischen Sprachraums, vielleicht sogar der wichtigste Beitrag zur Politischen Ethik des 20. Jahrhunderts überhaupt. John Rawls entwirft hier nicht nur eine weithin überzeugende Theorie zur Schnittmenge von Ethik und Politischer Philosophie. Ihm gelingt es darüber hinaus, in der philosophischen Debatte eine Reihe von grundlegenden Paradigmenwechseln vorzunehmen. Nach einer Generation intensiver Diskussion ist der Zeitpunkt gekommen, Bilanz zu ziehen. Das geschieht nicht als rein deskriptiver Überblick über die bisherige Debatte, sondern in Form eines kooperativen Kommentars. Autoren unterschiedlicher philosophischer Herkunft stellen sich die Frage, wie Rawls' Gedanken zu verstehen sind und welche Tragweite, welche Überzeugungskraft sie für den künftigen Diskurs haben. Mit Beiträgen von: Rainer Forst, Wolfgang Kersting, H. L. A. Hart, Wilfried Hinsch, Otfried Höffe, Hartmut Kliemt, Peter Koller, Ingeborg Maus, Onora O'Neill, Thomas Pogge, John Rawls und Nico Scarano

Über den Autor

John Rawls (1921 - 2002) war Professor für Philosophie an der Harvard University. Im Suhrkamp Verlag sind erschienen: Die Idee des politischen Liberalismus; Politischer Liberalismus; Geschichte der Moralphilosophie; Gerechtigkeit als Fairneß -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

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28 von 32 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Ein Klassiker der politischen Philosophie, den nicht nur über Sekundärliteratur zu kennen, sondern selbst zu lesen lohnt, 11. Dezember 2002
Diese Rezension stammt von: Eine Theorie der Gerechtigkeit (Taschenbuch)
Der im November 2002 im Alter von 81 Jahren verstorbene Philosoph John Rawls hat schon Anfang der 70er Jahre des 20. Jahrunderts - damals bereits Professor an der Harvard University - mit diesem Werk eine erste ausführliche Darlegung seiner Theorie der politischen Gerechtigkeit entworfen, die noch heute als Klassiker der zeitgenössischen politischen Ethik gelten kann. Als Vorarbeiten zu dem ausführlichen Werk können seine Veröffentlichungen "Ein Entscheidungsverfahren für die normative Ethik" (1951), "Gerechtigkeit als Fairness" (1958) und "Distributive Justice" (1967) gelten. Bis in die Gegenwart war dann diese erste ausführliche Darlegung die Basis für viele weitere Diskussionen bis in die Gegenwart. An den Grundgedanken hat Rawls aber bis zuletzt festgehalten, so etwa an dem Modell, wie ein gerechter Rahmen für die politischen Institutionen einer Gesellschaft vrnünftig begründbar sei. Dazu fragt er: Auf welche politischen Grundregeln für eine Gesellschaft würden sich vernünftige Personen im Voraus einigen, wenn sie nicht wüssten, welchen Status sie selbst in dieser Gesellschaft haben werden. Dies ist das Gedankenspiel des "Urzustandes vor dem Schleier des Nichtwissens". Nicht zuletzt wegen dieses Begründungsmodells ist das Buch schnell und aus gutem Grunde zu einem Klassiker der politischen Philosophie geworden - und noch heute so aktuell wie damals.
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38 von 58 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen "Der schlechte Mann wünscht willkürliche Energie. Was bewegt, ist der schlechte Mann die Liebe des Unrechts." (Rawls), 29. August 2009
Diese Rezension stammt von: Eine Theorie der Gerechtigkeit (Taschenbuch)
Der amerikanische Philosoph John Rawls (1921-2002) lehrte in Harvard. Er war Vertreter einer gegen den logischen Relativismus und analytische Sprachphilosophie gerichteten normativen Philosophie. Rawls analysierte die Traditionslinien der politischen Philosophie vom Standpunkt einer liberalen Demokratie, in welcher die Grundrechte ihrer Bürger konstitutionell verbürgt sind.
In seinem Hauptwerk "Eine Theorie der Gerechtigkeit" suchte Rawls Prinzipien für gerechte, ökonomische Verteilung und soziale Chancenzuteilung aufzustellen und unter Rückgriff auf die Vertragslehre der neuzeitlichen politischen Philosophie zu begründen.

Rawls Verständnis von Gerechtigkeit ist sehr komplex, gleichwohl finden sich im Kern zwei Prinzipien: das Prinzip der gleichen Grundfreiheiten und das Prinzip zu den sozialen und ökonomischen Ungleichheiten. Letzere "müssen an Ämter und Positionen gebunden sein, die alle unter den Bedingungen fairer Chancengleichheit offen stehen, und sie müssen zum größten Vorteil der am wenigsten begünstigten Gesellschaftsmitglieder sein." Rawls möchte die Maximierung des durchschnittlichen Glücks einer Gesellschaft, demnach die Steigerung des kollektiven Gesamtnutzens zum Maßstab ihrer institutionellen Gerechtigkeit machen. Für ihn geht es darum die rein auf die Konsequenzen achtende Kosten-Nutzen-Berechnung des Utilitarismus durch eine prinzipientheoretische Fundierung gesellschaftlicher Gerechtigkeit zu ersetzen. Die Fairness seiner Gerechtigkeitsprinzipien zeigen sich daran, dass man sie auch dann wählen würde, wenn wir uns im "Naturzustand" hinter dem "Schleier des Nichtwissens" befänden, dies bedeutet, wenn wir eine Gesellschaftordnung wählen müßten, ohne zu wissen, welche Position wir in der Gesellschaft einnehmen würden - welches Geschlecht, welchen sozialen Status und so weiter wir inne hätten. Rawls macht deutlich, dass die Gerechtigkeit für die praktische Philosophie eine vergleichbare Bedeutung hat wie die Wahrheit für die theoretische Philosophie. Sie ist der zentrale Gegenstand des menschlichen Handelns in der Gesellschaft. Hauptgedanken seiner Theorie der Gerechtigkeit ist Gerechtigkeit als Fairness.

Rawls politische Gerechtigkeitskonzeption stellt ein herausforderndes Modell für moderne Gesellschaften dar. Diese müssen in der Regel von einem gesellschaftlichen und weltanschaulichen Pluralismus ausgehen, gleichwohl benötigen sie verbindliche, durch universalistische Prinzipien geschützte Verfassungsgrundsätze, eine demokratische Gesetzgebung, transparente Institutionen aber auch den Gemeinsinn der Bürger. Rawls macht sich nichts vor. Er ist kein Sozialromantiker. Er weiß, dass wir nicht mehr über identitätsstiftetende Weltbilder verfügen, in denen vermittelt durch eine Idee des Guten auch die sozialen Beziehungen eingebettet waren. Das macht die Umsetzung von Verteilungsgerechtigkeit nicht einfacher.

Ein wichtiger Text. Sehr lesenswert.
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17 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen Politische Philosophie: Ein Muss!, 9. Juli 2003
Zwar trocken - also nicht unbedingt flüssig zu lesen, dennoch für Hungrige, welche sich mit der Philosophie und besser noch politischen Philosophie beschäftigen, durchaus ein Muss.
John Rawls starb im November 2002. Er revolutioniere das Thema der Gerechtigkeit und die Moralphilosophie im politischen Zusammenhang.
Klare Gedanken(gänge) für Interessierte. Empfehlenswert. Für Einsteiger empfehle ich die verschiedenen Einführungen zum Thema - wenn man sich direkt an das Buch wagt, wird es zwar (sehr) schwer (je nachdem...) aber auch nicht unmöglich!
-Dennis Keller, Redakteur.-
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3.0 von 5 Sternen Eine Theorie der Ungerechtigkeit
Der Autor versucht in diesem Buch zu beweisen, dass im Namen der sozialen Gerechtigkeit eine Umverteilung nicht nur der Einkommen geboten ist. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 2. Dezember 2006 von Frank Reibold

5.0 von 5 Sternen Kooperative Diskurs über Rawls Theorie der Gerechtigkeit
Die 'Theorie der Gerechtigkeit' ist der wichtigste Beitrag des englischen Sprachraumes, vielleicht sogar der wichtigste Beitrag zur politischen Ethik des 20. Lesen Sie weiter...
Am 15. März 1999 veröffentlicht

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