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John Rabe. Der gute Deutsche von Nanking: Buch zum Film von Oscar-Preisträger Florian Gallenberger mit Ulrich Tukur und Daniel Brühl [Taschenbuch]

Erwin Wickert
5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)
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  Alle Preisangaben inkl. MwSt.
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Kurzbeschreibung

9. März 2009
„John Rabe war kein spektakulärer Held, sein Motiv war pure Menschlichkeit.“ DIE WELT

Der deutsche Kaufmann John Rabe (1882–1950) half in den Jahren 1937/38 unter Einsatz seines Lebens, 250.000 Chinesen in Nanjing vor den Massakern der japanischen Besatzer zu retten. Seine von Erwin Wickert herausgegebenen und kommentierten Tagebücher aus dieser Zeit beschreiben den verzweifelten Einsatz für die bedrohten Zivilisten. Die Verfilmung der Geschichte mit Ulrich Tukur in der Hauptrolle kommt Anfang 2009 in die Kinos.


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John Rabe. Der gute Deutsche von Nanking: Buch zum Film von Oscar-Preisträger Florian Gallenberger mit Ulrich Tukur und Daniel Brühl + John Rabe + City Of Life And Death - Das Nanjing Massaker
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 480 Seiten
  • Verlag: Goldmann Verlag (9. März 2009)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3442470404
  • ISBN-13: 978-3442470402
  • Größe und/oder Gewicht: 17,8 x 12,4 x 3,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 35.248 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Kaum zu glauben, daß das Hakenkreuz Leben gerettet und nicht nur vernichtet haben soll. Hat es auch nicht. Doch zumindest wurde das Furcht und Schrecken verbreitende Symbol als Deckmantel genutzt. Oskar Schindler, berühmt geworden durch Steven Spielbergs Verfilmung seines Lebens, war einer, der unter dem Vorwand, ein Nazi zu sein, Menschen vor ihrer Ermordung gerettet hat. Ein anderer hieß John Rabe, war leitender Siemens-Angestellter im chinesischen Nanking und Mitglied der NSDAP. Seine Parteizugehörigkeit ist kaum vorstellbar, hat dieser Mann doch ein Tagebuch geschrieben, das ihn als humanitären und selbstlosen Retter zu erkennen gibt. In den USA nennt man ihn inzwischen den "Oskar Schindler von Nanking". Die Chinesen verehren John Rabe als Helden und haben ihn erst vor kurzem in ihre Memorial Hall aufgenommen. In Deutschland war der 1950 gestorbene Deutsche bis vor kurzem vergessen: Zu unbequem erschien ein Held, dessen Vergangenheit so deutliche braune Spuren hatte.

John Rabe, für Siemens in der Hauptstadt Chiang Kai-sheks, wurde 1937 Augenzeuge des Massakers von Nanking, dem Hunderttausende von Menschen zum Opfer fielen. Japanische Truppen hatten zunächst die Stadt umzingelt, während im Innern furchtlose Ausländer, unter ihnen John Rabe, eine "Sicherheitszone" einrichteten, die vor allem durch das respekteinflößende Hakenkreuz an Rabes Arm gegen japanische Übergriffe verteidigt werden konnte.

John Rabe hat über diese Zeit Tagebuch geführt. Er beschreibt detailliert die Vorgänge vor dem Angriff und die Vergewaltigungen, Hinrichtungen und Plünderungen während des Massakers, das wochenlang andauerte und in seiner Brutalität einzigartig war. "Wir sind damals buchstäblich über Leichen gestiegen", faßt Rabe die Greuel zusammen, denen er sich stellte, obwohl es für ihn, den verbündeten Deutschen, ein leichtes gewesen wäre, nach Nazi-Deutschland auszureisen. "Wenn doch der Führer nur wüßte", sinniert er in seinem Tagebuch. Doch Adolf Hitler mißbilligte in Wirklichkeit seine Menschenfreundlichkeit, und auch Siemens schätzte nicht, daß ein entscheidender Mitarbeiter sich und das Wohl der Firma für die Rettung von rund 2000 chinesischer Flüchtlinge in Gefahr brachte. Nach seiner Rückkehr nach Deutschland, fand Rabe ein Land vor, das in keinster Weise dem Bild entsprach, das er sich vom nationalsozialistischen Deutschland und seinem Führer im fernen China gemacht hatte.

Das Tagebuch John Rabes rehabilitiert nicht nur "den guten Deutschen von Nanking", es ist auch der einzige umfassende Augenzeugenbericht der Greueltaten von Nanking und somit ein wertvolles zeitgeschichtliches Zeugnis. --Bettina Albert -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Pressestimmen

„Unglaublich packend, mit einem enormen Reichtum an Details und Drama.“ (NEW YORK TIMES)

„John Rabe war kein spektakulärer Held, sein Motiv war pure Menschlichkeit.“ (DIE WELT)

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47 von 49 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Dass Menschen zu bestialischen Grausamkeiten fähig sind wenn Anarchie herrscht weiß jeder. In diesem Buch stemmt sich John Rabe mit Hilfe einiger anderer Ausländer gegen die Unmenschlichkeit der jap. Besatzungstruppen. John Rabe der in Nanking die deutsche Siemensvertretung leitet wird Zeuge des Einmarsches der kaiserlichen japanischen Armee im Dezember 1937 und ihrer wochenlang andauernden Disziplinlosigkeit und Gräueltaten. In seinen Tagebüchern beschreibt er die Einrichtung einer Sicherheitszone in der c.a. 250.000 Chinesen Zuflucht suchen werden und die sich daraus ergebenden Probleme wie die Lebensmittelversorgung, den Schutz der Zivilbevölkerung und die Geldmittelbeschaffung. Nach Nanking kehrt John Rabe zurück nach Deutschland und erlebt auch noch den Einmarsch der Russen in Berlin. John Rabe schrieb seine Tagebücher in einen für uns etwas altmodisch anmutenden Stil, der mir aber trotzdem gefällt, und diesem Thema voll gerecht wird. Des Weiteren ist die Korrespondenz zwischen John Rabe und der deutschen und japanischen Botschaft enthalten, eine Liste der Mitglieder des Internationalen Komitees und eine gekürzte Liste der 450 Ausschreitungen japanischer Soldaten in der Sicherheitszone. Das Nachwort des Herausgebers Erwin Wickert finde ich auch gut, weil er die damaligen Zusammenhänge noch einmal erklärt (wie die Beziehungen Nazideutschlands zu China und Japans und die damaligen politischen Verhältnisse in China).

Fazit: John Rabe hinterließ der Nachwelt ein Dokument des Grauens das den Leser berührt und zum Nachdenken anregt.

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10 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen sehr lesenswert 11. März 2009
Format:Gebundene Ausgabe
Zu Inhalt sind die wesentlichen Angaben gemacht. Was mich sehr berührte ist die Tatsache, dass erst Dank des Herausgebers die Geschichte von Nanking und John Rabe hier publik wurde. Vielleicht ist die positive Reaktion der Leser auch eine Hilfe für die Familie ihren Vater/Großvater in neuem Licht zu sehen, obwohl er Mitglied der Partei war. Wie ich verstand aus humanen Gründen.
Ein sehr lesenswertes Buch, dem ich mich nur schwer entziehen konnte.John Rabe. Der gute Deutsche von Nanking
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10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der gute Deutsche 16. Juni 2009
Von Joerg Dittmann VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Taschenbuch|Von Amazon bestätigter Kauf
Der Titel des Buches irritiert ein wenig. Es ist nicht eigentlich "das Buch zum Film". Bei dem Buch handelt es sich eigentlich um die Originalausgabe von Erwin Wickert, hinzugefügt wurden ein kurzer Text des Filmemachers Florian Gallenberger sowie einige Fotos aus dem Film. Kernstück des Buches sind die Tagebücher, die John Rabe 1937/38 in Nanking führte. Diese waren auch die Basis für den Film.

Erwin Wickert liefert viele interessante Hintergrundinformationen über John Rabe und das geschichtliche Umfeld. Rabe war Kaufmann aus Hamburg und jahrelang für die Siemens-Zweigstelle in Nanking zuständig. Während des japanisch-chinesischen Krieges gründete er zusammen mit einigen anderen Europäern und Amerikanern eine internationale Schutzzone, wodurch das Leben von mehr als 200.000 Chinesen gerettet wurde.

Rabe war Mitglied der NSDAP und hoffte anfänglich auf Hitlers Unterstützung. Diese blieb jedoch aus, und nach seiner Rückkehr nach Deutschland durfte Rabe nicht über seine Erlebnisse in China berichten. Die Firma Siemens gab ihm ebenfalls nur untergeordnete Aufgaben.

Kurz nach Ende des Krieges führte Rabe noch einmal kurz Tagebuch. In dem Buch sind Auszüge abgedruckt.

Erwin Wickert beschäftigt sich mit der Frage, ob ein Nazi ein "guter Deutscher" sein kann. Im Zusammenhang mit dem geschichtlichen Hintergrund konnte ein Deutscher ein "Nazi" sein, ein "guter Deutscher" oder ein "Intellektueller", wobei stets nur zwei dieser Eigenschaften erfüllt sein können, nie alle drei. Rabe war kein Intellektueller, er hatte nur die Mittelschule besucht. Trotzdem kann er fesselnd über seine Erlebnisse berichten.

Das Buch kann eine Ergänzung zu dem Film sein. Es ist aber auch für sich genommen sehr lesenswert.
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