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Jeder, der nur ein paar Folgen von Fernsehserien wie
Chicago Hope oder
Emergency Room gesehen hat, weiß, dass es mit dem amerikanischen Gesundheitssystem nicht zum Besten steht. Doch während diese Serien die enormen Probleme meist nur andeuten oder in einer Vielzahl von Nebenhandlungen verstecken, greift Nick Cassavetes die erschreckenden Zustände, die die medizinische Versorgung eines Großteils der Bevölkerung auf ein Minimum reduziert, mit seinem Drama
John Q. Verzweifelte Wut frontal an. Mit einer für das amerikanische Kino schon ungewöhnlichen Härte klagt er ein System an, das den Profit der großen Firmen, der Versicherungen wie der Krankenhäuser, fortwährend über das Wohl der Menschen stellt.
Für John Quincy Archibald (Denzel Washington) kommt alles zusammen. Die Fabrik, in der er seit Jahren beschäftigt ist, hat ihn auf Kurzarbeit heruntergesetzt. Aufgrund seiner hohen Qualifikation findet er keinen zweiten Job. So verliert er das neue Auto, für das er die Raten nicht mehr bezahlen kann. Und dann muss er noch erfahren, dass sein Sohn einen Herzfehler hat und umgehend ein neues Herz braucht. Durch die Kurzarbeit hat er aber seinen Krankenversicherungsschutz weitestgehend verloren, so dass niemand für die Operation seines Sohnes aufkommen will. In seiner Verzweiflung greift John zur Waffe und nimmt in der Notaufnahme des Krankenhauses, in dem sein Junge liegt, einige Geiseln.
Nick Cassavetes und sein Drehbuchautor James Kearns ersparen John Q. wirklich nichts. Er muss einen Schlag nach dem anderen hinnehmen, bis ihm wirklich nichts mehr bleibt, als selbst zurückzuschlagen. Das mag zunächst übertrieben wirken, doch wenn man sich den ganz alltäglichen Wahnsinn des amerikanischen Gesundheitssystems einmal vor Augen führt, dann sollte Filmemachern wie Cassavetes und Kearns zweifellos jedes Mittel recht sein. Insofern geht auch der Vorwurf einiger Kritiker, John Q. manipuliere das Publikum, am Kern des Films vorbei. Wie ein Agitprop-Kunstwerk, das direkte Reaktionen provozieren will, muss auch dieser Film manipulieren, um die Menschen aus ihrer gewohnten Lethargie herauszureißen und das gilt, wenn man einmal die Entwicklung in unserem Gesundheitswesen betrachtet, längst nicht mehr nur für die Vereinigten Staaten.
Das Risiko bei einem Projekt wie John Q. ist nur, dass die offensichtliche Konstruktion der Geschichte den Zuschauer auf Distanz hält. Doch einer solchen Reaktion wirkt hier der zweifache Oscar-Preisträger Denzel Washington entgegen. Sein Porträt des Arbeiters, der unverschuldet in immer größere Schwierigkeiten gerät, besticht durch seine emotionale Aufrichtigkeit. Washington verleiht seiner Figur selbst in den Momenten, in denen sie ganz am Boden ist, noch eine natürliche Würde. Man spürt die Verzweiflung dieses Mannes, der nicht begreifen kann, wie er in eine solche Situation kommen konnte, und außerdem genau weiß, dass letztlich nichts sein Vorgehen rechtfertigen kann. --Sascha Westphal
Video Jakob Kurzinhalt
Fabrikarbeiter John Q.Archibald ist zum Äußersten entschlossen! Sein Sohn Michael ist schwer erkrankt und braucht dringend eine Herztransplantation. Er selbst kann sich die Operation finanziell nicht leisten und die Versicherung will nicht für die Kosten aufkommen. Eine scheinbar aussichtslose Situation. Als es seinem Sohn immer schlechter geht, sieht John Q. nur einen Ausweg: Um Michaels Leben zu retten, beschließt er kurzerhand, sich in der Notaufnahme des Krankenhauses zu verschanzen und alle Anwesenden als Geiseln zu nehmen. So will er erzwingen, dass Michael an die erste Stelle der Organempfängerliste gesetzt wird. Ihm bleibt wenig Zeit für seinen Plan...
VideoMarkt
Der Fabrikarbeiter John Q. Archibald würde für seine Frau Denise und seinen zehnjährigen Sohn Michael alles tun. Als Michael schwer erkrankt und nur eine sofortige Herztransplantation ihm helfen kann, ist John am Ende. Denn die Krankenversicherung kommt für die horrenden Kosten der Operation nicht auf. In seiner Verzweiflung nimmt der zu allem entschlossene Vater sämtliche Anwesenden in der Notaufnahme des Hospitals als Geiseln, um zu erzwingen, dass Michael an die oberste Stelle der Organempfängerliste gesetzt wird...
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Von den Ungerechtigkeiten des US-(Versicherungs-)Systems erzählt das von Nick Cassavetes teils in surreal anmutenden Szenen aufgelöste Moral-Drama. Die Story eines Vaters, der aus Liebe zu seinem Kind kriminell wird, enthält Parallelen zum Genre-Klassiker "Hundstage", erreicht aber wegen der vordergründig-geradlinigen Inszenierung selten dessen Niveau. Publikumsliebling und Oscar-Preisträger Denzel Washington gibt einmal mehr sein Bestes und sicherte den Erfolg des Films, der in den US-Kinos zum Blockbuster avancierte.
Blickpunkt: Film
In seiner Verzweiflung über die erbarmungslose Krankenversicherungsbürokratie nimmt der zu allem entschlossene Fabrikarbeiter John Q. sämtliche Anwesenden in der Notaufnahme eines Hospitals als Geiseln, um zu erzwingen, dass sein Sohn Michael an die oberste Stelle der Organempfängerliste gesetzt wird... Die Story eines Vaters, der aus Liebe zu seinem Kind kriminell wird, avancierte in den US-Kinos zum Blockbuster.
Blickpunkt: Film Kurzinfo
Sozialmelodram, in dem ein verzweifelter Vater mit einer Geiselnahme im Krankenhaus die Herztransplantation für seinen Sohn erzwingt.
Kurzbeschreibung
Fabrikarbeiter John Q.Archibald ist zum Äußersten entschlossen! Sein Sohn Michael ist schwer erkrankt und braucht dringend eine Herztransplantation. Er selbst kann sich die Operation finanziell nicht leisten und die Versicherung will nicht für die Kosten aufkommen. Eine scheinbar aussichtslose Situation. Als es seinem Sohn immer schlechter geht, sieht John Q. nur einen Ausweg: Um Michaels Leben zu retten, beschließt er kurzerhand, sich in der Notaufnahme des Krankenhauses zu verschanzen und alle Anwesenden als Geiseln zu nehmen. So will er erzwingen, dass Michael an die erste Stelle der Organempfängerliste gesetzt wird. Ihm bleibt wenig Zeit für seinen Plan...
Produktbeschreibungen
Fabrikarbeiter John Q. Archibald ist zum Äußersten entschlossen! Sein Sohn Michael ist schwer erkrankt und benötigt dringend eine Herztransplantation. Er selbst kann sich die Operation finanziell nicht leisten, und die Versicherung will nicht für die Kosten aufkommen. Eine scheinbar aussichtslose Situation.
Als es seinem Sohn immer schlechter geht, sieht John Q. nur einen Ausweg: Um Michaels Leben zu retten, beschließt er kurzerhand, sich in der Notaufnahme des Krankenhauses zu verschanzen und alle Anwesenden als Geiseln zu nehmen. So will er erzwingen, dass Michael an erster Steller der Organempfängerliste gesetzt wird. Ihm bleibt wenig Zeit für