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Für John Quincy Archibald (Denzel Washington) kommt alles zusammen. Die Fabrik, in der er seit Jahren beschäftigt ist, hat ihn auf Kurzarbeit heruntergesetzt. Aufgrund seiner hohen Qualifikation findet er keinen zweiten Job. So verliert er das neue Auto, für das er die Raten nicht mehr bezahlen kann. Und dann muss er noch erfahren, dass sein Sohn einen Herzfehler hat und umgehend ein neues Herz braucht. Durch die Kurzarbeit hat er aber seinen Krankenversicherungsschutz weitestgehend verloren, so dass niemand für die Operation seines Sohnes aufkommen will. In seiner Verzweiflung greift John zur Waffe und nimmt in der Notaufnahme des Krankenhauses, in dem sein Junge liegt, einige Geiseln.
Nick Cassavetes und sein Drehbuchautor James Kearns ersparen John Q. wirklich nichts. Er muss einen Schlag nach dem anderen hinnehmen, bis ihm wirklich nichts mehr bleibt, als selbst zurückzuschlagen. Das mag zunächst übertrieben wirken, doch wenn man sich den ganz alltäglichen Wahnsinn des amerikanischen Gesundheitssystems einmal vor Augen führt, dann sollte Filmemachern wie Cassavetes und Kearns zweifellos jedes Mittel recht sein. Insofern geht auch der Vorwurf einiger Kritiker, John Q. manipuliere das Publikum, am Kern des Films vorbei. Wie ein Agitprop-Kunstwerk, das direkte Reaktionen provozieren will, muss auch dieser Film manipulieren, um die Menschen aus ihrer gewohnten Lethargie herauszureißen und das gilt, wenn man einmal die Entwicklung in unserem Gesundheitswesen betrachtet, längst nicht mehr nur für die Vereinigten Staaten.
Das Risiko bei einem Projekt wie John Q. ist nur, dass die offensichtliche Konstruktion der Geschichte den Zuschauer auf Distanz hält. Doch einer solchen Reaktion wirkt hier der zweifache Oscar-Preisträger Denzel Washington entgegen. Sein Porträt des Arbeiters, der unverschuldet in immer größere Schwierigkeiten gerät, besticht durch seine emotionale Aufrichtigkeit. Washington verleiht seiner Figur selbst in den Momenten, in denen sie ganz am Boden ist, noch eine natürliche Würde. Man spürt die Verzweiflung dieses Mannes, der nicht begreifen kann, wie er in eine solche Situation kommen konnte, und außerdem genau weiß, dass letztlich nichts sein Vorgehen rechtfertigen kann. --Sascha Westphal
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Dieser Film verdeutlicht noch mal, die Gesellschaftliche Lage in der wir leben, in der es keine Moral gibt und wir Menschen die Macht haben über das Leben andere zu richten. Doch zum Glück gibt es immer noch Leute, die einen starken Willenskraft und Mut besitzen, sich gegen die Gesellschaft auflehnen und uns daran zu erinnern, dass nicht das Gesellschaftliche System Vorrang hat, sondern Menschlichkeit, Menschlichkeit gegenüber dem nächsten und uns selbst. Ich selbst bin sehr beeindruckt von diesem Film und es lohnt sich das Mal an zuschauen.
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