Die Intention des Regisseurs und damit das Ziel des Films war wohl ursprünglich, die Schwächen und Ungerechtigkeiten des US-Systems hauptsächlich in der Gesundheitspolitik aufzuzeigen und anzuklagen. Dies ist zweifellos ein löblicher Vorsatz, der allerdings nur im Ansatz gelungen umgesetzt wurde.
Denn das Problem des Films ist zweifelsfrei, dass er teilweise viel zu klischeehaft und pathosbeladen ist. Daher gab es auch durchgehend negative Kommentare von der Filmkritik - zu Recht.
Doch darüber hinaus ist "John Q - Verzweifelte Wut" auf jeden Fall unterhaltsam, mit fortlaufender Handlung überaus spannend und packend und für den, der sich nicht vom Überschwang an Pathos stören lässt, auf jeden Fall ein empfehlenswertes, weil spannendes Drama.
Zudem ist Denzel Washington in der Hauptrolle gewohnt überzeugend und rettet mit seiner starken Darbietung über die Schwachstellen des Films hinweg.
Wie immer sind es vor allem seine Präsenz, mit der er jede Szene, in der er zu sehen ist, dominiert und sein Charisma, was seine schauspielerische Leistung ausmacht. Hinter den ganz Großen unter den Schauspielern, wie Robert De Niro und Al Pacino, gilt er für mich mittlerweile als einer der besten lebenden Schauspieler.
"John Q" ist also ein Film mit offensichtlichen schwächen, sicherlich kein Meisterwerk, auch kein verkanntes, aber er ist unterhaltsam, packend und mit einem Denzel Washington in der Hautrolle durchaus sehenswert.