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John Henry Days: Roman
 
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John Henry Days: Roman [Gebundene Ausgabe]

Colson Whitehead , Nikolaus Stingl
3.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)
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Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.d-Redaktion

Talcott ist ein ziemlich verschlafenes Nest in West Virginia, in dem heute so gut wie gar nichts los ist. Bis der Fremdenverkehrsverband sich an die glorreichen Zeiten der Stadt im 19. Jahrhundert erinnert, als Talcott ein wichtiges Zentrum des Eisenbahnbooms in Amerika war. Damals wurde die Verbindungslinie von West Virginia an die Ostküste, die berühmte "Connection", gebaut, wobei etliche Tunnels millimeterweise von Menschenhand durch die Berge getrieben werden mussten. Einer der schwarzen Bohrhauer, die diese unmenschliche Arbeit verrichten mussten, war der legendäre John Henry. Von ihm geht die Sage, er habe einen Wettstreit im Schienenlegen gegen einen Dampfhammer gewonnen, was er allerdings am Ende mit seinem Leben bezahlte. Ihm zu Ehren, und um den Ruf der Gegend wieder ein bisschen aufzumöbeln, soll anlässlich der John-Henry-Festtage eine Sondermarke des US Postal Service vorgestellt werden.

Zu der Horde von Medienvertretern, die nach Talcott geladen werden, um dieses Ereignis angemessen zu würdigen, gehört auch J. Sutter, ein typischer Vertreter des schreibenden Schnorrertums: ein abgebrühter Spesenritter, dessen journalistisches Interesse an John Henry oder Talcott nicht weiter reicht als die Werbegeschenke der Auftraggeber und die saftigen Rippchen vom Gratisbuffet. Der einzige Ergeiz, den dieser Reporter von der traurigen Gestalt überhaupt noch entwickeln kann, ist ein neuer Schnorr-Rekord: J. Sutter will sich umsonst durchfressen, und zwar so lang es irgendwie geht. Ungefährlich ist das nicht, denn Sutters Vorgänger, der Ähnliches versuchte, verlor dabei erst seine Akkreditierung und schließlich den Verstand.

Aus dem eigenwilligen Kontrast zwischen der schwarzen Heldenfigur John Henry, dessen Mythos in Amerika jedes Schulkind kennt, und seinem ganz und gar unheldenhaften Nachfahren J. Sutter, entwickelt Colson Whitehead ein fassettenreiches Panorama amerikanischer Befindlichkeiten, in dessen Zentrum die unstillbare fatale Sucht nach dem Besonderen und Nichtalltäglichen, nach dem Rekord und der Sensation ständig zu spüren ist. Dabei geht es letztlich immer auch um die Hoffnung, die Banalität der eigenen Existenz überwinden zu können.

Zugleich liest sich Whiteheads intelligenter und variantenreich erzählter Roman als pointierte und witzige Satire der amerikanischen Medien- und Spektakelkultur, die längst nicht mehr nur in den USA zu finden ist. Ließ schon der eigenwillige Erstling des jungen afroamerikanischen Autors, The Intutionist, einiges von dessen kreativer Fantasie und literarischem Potenzial erkennen, so erweist sich Colson Whitehead mit John Henry Days endgültig als ambitionierter Erzähler mit einem beachtlichen stilistischen Repertoire, dem man auch angesichts des Unterhaltungswertes seiner Prosa einige Übertreibungen gern verzeiht. --Peter Schneck

Pressestimmen

"Ein beachtlicher Wurf." Martin Ebel, Tages-Anzeiger-Zürich, 14.02.04 "Ein beeindruckender Roman mit ganz wunderbaren Passagen und Details." Klaus Nüchtern, Falter, 20.02.04 "In "John Henry Days" kommt der neue Star der New Yorker Literaturszene einem Mythos zwischen Pop und Legende auf die Spur." Silvia Feist, Wochenzeitung, 12.02.04 "Ein grandioser Gesellschaftsroman über Medien, Macht und Mythen. Die Entdeckung des Frühjahrs!" Reinhard Helling, Tip Berlin, 26.02.04 "Mit "John Henry Days" hat sich Colson Whitehead an die Spitze junger US-Literatur geschrieben - ob er nun will oder nicht." Carsten Schrader, Kultur News, 03.04 "...das literarische Wunderkind der Saison... Colson Whitehead verfügt über Fähigkeiten, die in dieser Kombination und Konzentration eher selten auftreten: über einen langen Atem, ein beeindruckendes Sprachvermögen und sehr viel Witz ...ein Roman mit enzyklopädischem Anspruch und spielerischer Detailverliebtheit. ein Buch, das die Gesellschaft als solche im Visier hat und sich durch die brillante Beschreibung einzelner Figuren auszeichnet." Weltwoche, 22.04.2004

"...tollkühn, meisterhaft...Whitehead konstruiert, montiert, formuliert wie ein junger Gott." Wieland Freund, Die Welt, 11.02.04 "Whitehead hat sich ein gewaltiges Vokabular und ein breit gefächertes Instrumentarium der Formen und Stile angeeignet, das er dann in "John Henry Days" auch voll ausschöpft. Zum Vernügen der Leser." Adrian Kreye, Süddeutsche Zeitung, 13.02.04 "Colson Whitehead singt in seinem Roman "John Henry Days" die grandiose Ballade vom richtigen Leben ... Das Ende seines Romans leuchtet wie das Licht am Ende des Tunnels, den John Henry nie zu Ende gegraben hat ..." Wieland Freund, Die Welt, 14.02.04 "Der neue Stern am Himmel junger US-Autoren, konfrontiert schwarze Mythen mit moderner Satire... Immer wieder finden sich Sätze, die man genüsslich im Kopf zergehen lassen kann." Konrad Heidkamp, Die Zeit, 29.04.04 "Whitehead ist der Erste, der die Legende John Henrys aus ihrer Zeit so behutsam wie spielerisch ins Heute getragen hat ... Whitehead erweist sich als vollendeter Stimmenimitator. Sein Roman über den ersten schwarzen Superstar macht ihn selbst zum Star." Reinhard Helling, Frankfurter Rundschau, 11.03.04 "Jonathan Franzen reiht es unter die großen Würfe der Literaturgeschichte ein." Jobst-Ulrich Brand, Focus, 09.02.04 "Ein faszinierender Roman" Thomas Leuchtenmüller, Neue Zürcher Zeitung, 16.03.04 "Es ist schwer vorstellbar, dass es dieses Jahr noch einen besseren Roman geben wird." Cosmopolitan, 03.04 "Herausragend an dem packenden Schlüsselroman in kraftvoller, frischer Prosa ist die vertrackte, dennoch stets geschmeidige Komposition, die ebenso milden wie scharfen Witz hat. Im Wechsel der Zeiten, Simmen und Genres gelingt ihm ein vitales US-Panoptikum mit schwarzer Brille, das nie den Faden verliert, gerade weil es so viele Ebenen hat." Udo Feist, Rheinischer Merkur, 25.03.04

Kurzbeschreibung

Spesenritter und Journalist J. Sutter soll von einem Folklorefestival zu Ehren des legendären Volkshelden John Henry berichten. Doch ausgerechnet in der abgelegenen Provinz West Virginias begegnet er seinem Schicksal. -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Klappentext

»Ein hochtalentierter Autor«
Times Literary Supplement

"Der neue Stern am Himmel junger US-Autoren."
Die Zeit

"Ein faszinierender Roman"
Neue Zürcher Zeitun -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Über den Autor

Colson Whitehead wurde 1969 in New York geboren. Er arbeitet als Journalist für 'Vibe', 'Spin', 'Newsday' und 'The Village Voice', für die er TV-Kolumnen schreibt. "Die Fahrstuhlinspektorin" war sein gefeiertes Debüt. Sein zweiter Roman, "John Henry Days" (Hanser, 2004), wird als Meilenstein der zeitgenössischen amerikanischen Belletristik gefeiert. Colson Whitehead lebt in New York. -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.
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