Hellblazer - Tainted Love
Nicht zuletzt der Film mit Keanu Reeves macht die Figur John Constantine bekannt. 2007 brachte Panini die Serie wieder nach Deutschland, nachdem Schreiber & Leser 2005 deren letzten Band veröffentlicht hatte. Doch auch die Schreiber & Leser Ausgaben sind sehr lesenswert.
Constantine ist ein Magier aus der Arbeiterklasse Englands. Er läuft in einem zerknitterten alten Trenchcoat herum, raucht Kette und ist nie um eine sarkastische Bemerkung verlegen. Sein Geschäft: Bekämpfung von Hölle, Dämonen und anderen fiesen übernatürlichen Gestalten.
Während in den ersten Bänden die US-Serie mit großen Lücken veröffentlicht wurde, schließt Schreiber & Leser hier mit den Nummern 68-71, Vertigo Jam 1 und Hellblazer Special 1 nahtlos an den Vorgängerband 'Angst und Schrecken' an. Das ganze wurde wieder von niemand anderen als der Preacher-Legende Garth Ennis geschrieben. Für den verrückten Iren natürlich eine ideale Serie, denn hier kann er seinem Wahnsinn freien Lauf lassen. Gezeichnet hat nochmals Steve Dillon, folglich ist hier das Preacher Team versammelt.
Zur Handlung:
Nachdem Kit ihn verlassen hat, ist Constantine am Boden, und zwar so richtig. Er lebt obdachlos in der Gosse, und betäubt seinen Schmerz und sein Selbstmitleid mit billigem Fusel. Doch auch (oder gerade) dieses Leben ist gefährlich, und so wird John u.a. von einem Vampir angegriffen. Außerdem gibt es Rückblicke in die Vergangenheit des Magiers, der schon in den 60ern fast umgebracht worden wäre, und natürlich die Episode Heartland, die von Kits Rückkehr nach Belfast handelt.
Fazit: Ein sehr emotionaler Band, der mit vielen kleinen Episoden den Fall des John Constantine dokumentiert, aber auch zeigt, warum er endlich sein Selbstmitleid überwindet, und sich den Problemen stellen will.
Es tut gut, Ennis und Dillon zusammen zu sehen. Beide sind ein eingespieltes Team, und haben wenig Skrupel, das Auge des Lesers mit expliziten Material im Stil von Preacher oder Punisher zu versorgen.
Trotz allem ist die Serie ein Meilenstein im Bereich der Comics für Erwachsene, der schon auf Vertigo-Linie war, bevor es das Sublabel Vertigo gab.
Leider löst sich bei meinem Exemplar nach über 10 Jahren der Herstellung der Einband von den restlichen Seiten.