Im Gegensatz zu den meist sehr großen Ensembles hat Ingo Schulz
-- wie meist -- ein sehr kleines Orchester engagiert, das sehr pointiert,
kleinteilig und der barocken Spieltechnik angemessen spielt.
(Das Stück wurde auf historischen Instrumenten eingespielt / Stimmton 415Hz)
Der Ölbergchor ist ein Laienchor, was man an einigen Stellen
natürlich hört. Trotzdem halte ich die Version für gelungen.
Die Tempi die Schulz wählt sind nie zu schnell, sondern der
Musik sehr angemessen.
Die Besetzung des Evangelisten mit Christian Mücke ist ein
Glücksgriff. In dieser Schönheit und Variabilität hört man
gerade die Rezitative dieses Werkes nur selten.
Alles zusammen eine sicherlich gelungene Interpretation des Werkes.