-
Tipp für Studenten
Ein Jahr Prime kostenlos und einen 20% erhöhten Eintauschwert auf Trade-In erhalten alle Studenten die bei Amazon Student angemeldet sind.
| ||||||||||||||||||||||||
Produktinformation
|
Auch die Berufung von 26 neuen Kardinälen unter 80 Jahren im Sommer 2003 ist ein Zeichen dafür, dass der Papst sein Haus bestellt. Damit nämlich hat er die kirchenrechtliche Vorraussetzung dafür geschaffen, dass im Falle seines Todes umgehend das Konklave einberufen werden kann, um aus seiner Mitte (im Sinne Wojtylas) den neuen römischen Pontifex zu wählen. An der Papstwahl nämlich dürfen nur Kardinäle unter 80 teilnehmen, davon aber gab es zuletzt statt der mindestens vorgeschriebenen 120 nur noch 109.
Nicht nur wegen des Dienstjubiläums wird es also Zeit für ein biografisches Porträt des polnischen Papstes. Eine nahe liegende Aufgabe für Andreas Englisch, der seit vielen Jahren für verschiedene (Boulevard-)Zeitungen aus dem Vatikan berichtet und seit 1995 zum "Pool" der sechs handverlesenen Vatikanjournalisten gehört, die den Papst auf all seinen Reisen begleiten dürfen. Englisch ist also "nah dran". Und dass er sich seine zunächst nicht nur professionelle Distanz zum katholischen Oberhirten bis heute bewahrt hätte, kann man nicht behaupten. Das tut auch Englisch selbst keineswegs, sondern berichtet in seinem Buch freimütig davon, wie er einerseits dem ganz besonderen Charme des Papstes erlegen ist, zum anderen aber und vor allem von der tiefen Religiosität des großen Mystikers beeindruckt und berührt wurde.
Der Einstieg, den der Autor wählt, ist ein zweifacher. Der eine ist -- auf den ersten Blick -- sozusagen handwerklicher Natur und folgt dem bekannten Muster "Anfangs war es nur ein Job, aber dann...". Das wäre für sich genommen mindestens langweilig, vermutlich sogar ärgerlich. Aber Englisch hat diese nicht seltene Pointe hineingewoben in seine ganz persönliche Geschichte über seine erste Zeit als junger Reporter in Rom. Und diese ist einerseits amüsant, andererseits zeigt sie sehr schön, auf welch unterschiedliche Weise Lebens-, Berufs-, Erkenntnis- und Glaubenswege verlaufen und dennoch miteinander stimmen können. Und so wird man unmerklich hineingezogen in die Perspektive, aus der der Autor Johannes Paul II. in den Blick genommen hat, und beginnt zu ahnen, worin die Faszination bestehen könnte, die bei aller Fragwürdigkeit mancher von ihm vertretenen Doktrin von diesem Mann auf so viele Menschen ausgeht.
Kurzum: Englisch ist ein persönliches und deshalb überzeugendes Porträt Johannes Pauls II. gelungen, das gerade auch solchen Lesern ans Herz zu legen ist, die -- so fremd ihnen diese Faszination sein mag -- wissen wollen, weshalb dieser Papst (nicht nur aufgrund seines Amtes) für so viele die unhintergehbare und unumschränkte Autorität besitzt, letztgültige Antwort auf die Frage nach dem guten Leben und dem rechten Glauben zu geben. --Andreas Vierecke -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.
Tags, die Kunden mit diesem Produkt verbinden(Was ist das?)Klicken Sie zum Suchen verwandter Artikel, Diskussionen oder Personen auf ein Tag.
|
Ein Schlüsselerlebnis hatte der Autor im Sommer 1999 auf der siebten Papstreise nach Polen. Auf einem Soldatenfriedhof sah er, wie JPII im Gebet innerlich zusammenbrach und weinte. Menschlich betroffen von dieser Szene der päpstlichen Hilflosigkeit gegenüber dem Medienjahrmarkt um ihn herum stellte sich dem Reporter Andreas Englisch die Frage, warum JPII wohl dies alles mitmacht. Und er fragte sich weiter: „Was, wenn dieser Mann eben doch ein Werkzeug Gottes ist ? Hat alles das, was ich erlebt habe, eine ganz andere Bedeutung, als ich bislang glaubte ? Wenn er das alles nur deshalb durchsteht, weil ihm Gott die Kraft gibt ?".
Dies erweckte im Journalisten Andreas Englisch ein persönliches Interesse, welches ihn - einen einstmals „frommen Jungen", Jahrgang 1963, aus einer katholischen Familie in Paderborn und ehemaligen katholischer Meßdiener - zur Auseinandersetzung mit seinem eigenen Glauben zurückführte. Fortan beobachtete er JPII nicht mehr rein professionell.
Das Buch fährt damit auf zwei Gleisen:
Zum einen ist es der Augenzeugenbericht eines Vatikan-Journalisten über die historischen Reisen von JPII zu den orthodoxen Christen in Osteuropa, zu den Moslems in Kairo, zu den Juden in Israel und zu den Urstätten des Christentums im ehemaligen Palästina. Dies bereits gibt dem Buch seinen eigenen Wert.
Zum zweiten ist das Buch, vielleicht ohne Absicht des Autors, das persönliche Zeugnis eines von der katholischen Kirche Abgekehrten, der durch seine erlebte Nähe zu JPII eine Wiederbelebung seines christlichen Glaubens erfahren hat. Am Ende des Buches bekennt der Katholik Andreas Englisch, JPII ein enormes Geschenk zu verdanken. JPII ließ ihn mit eigenen Augen sehen, daß tatsächlich ein Mann, der nichts hatte außer seiner Stimme, die Welt verändert hat. So, wie es von Jesus Christus, dem Mann aus Nazareth, berichtet wird.
Zusammengefaßt gibt dieses Buch ein lebendiges Porträt von Papst Johannes Paul II., und keine gewöhnliche Biographie. Es veranschaulicht sein Wirken und seine Wirkung. Ich habe das Buch - erschienen 2003 - jetzt nach dem Tod von JPII gerne ein zweites Mal gelesen. Es hat an Aktualität gewonnen.
|
Das Forum zu diesem Produkt
Fragen stellen, Meinungen austauschen, Einblicke gewinnen Aktive Diskussionen in ähnlichen Foren
Kundendiskussionen durchsuchen
|
Ähnliche Foren
|
||||||||||||||||||||||||||||||||||
|
|
|