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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
12 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Wird nicht Jedermanns Sache sein,
Von
Rezension bezieht sich auf: Johannes Cabal - Seelenfänger: Roman (Taschenbuch)
Der Wissenschaftler Johannes Cabal hat seine Seele dem Teufel verkauft, um Nekromant zu werden. Auf Deutsch: Totenbeschwörer. Aber dieses Handwerk kennt er mittlerweile und eigentlich möchte er seine Seele zurück. Denn so ganz ohne, das ist irgendwie nicht so das Richtige. Also begibt er sich in des Teufels Höhle, im wahrsten Sinne des Wortes, und bietet dem Satan eine Wette an. Seine Seele will er zurück und er muss dafür innerhalb eines Jahres dem Teufel 100 andere Seelen liefern. Der gibt ihm als Beigabe sogar noch was drauf, damit er seine Wette gewinnen kann. Immerhin sind 100 Seelen ja nicht zu verachten. Also kriegt er einen ausgemusterten Jahrmarkt mit auf dem Weg, der in der Hölle schon aus den Beständen gestrichen war. Und Jahrmärkte sind ja bekannt dafür, dass man da ordentlich verlorene Seelen erwischen kann.Tja, bei diesem Buch werden sich die Gemüter zwiespalten. Dem normalen Fantasy-Leser wird es vermutlich zu albern sein. Dem absoluten Horrorfan wird es nicht gruselig genug sein, obwohl reichlich obskure Gestalten den Plot bevölkern. Die Stimmung, die dieses Buch bei mir ausgelöst hat, ist schwer zu beschreiben. Ich schwankte zwischen leichtem Amusement und totalen Lachanfällen ob der teilweise herrlich beschriebenen Szenen und Dialogen. Eine kleine Kostprobe: Die gute Laune des Satans hielt, wie bei vielen Managertypen, genau bis zu dem Moment, da er herausgefordert wurde. Jetzt warf er Johannes Cabal einen finsteren Blick zu , und das Lächeln plumpste von seinem Gesicht wie ein Spanferkel von einem Kirchendach. Es war weder spannend noch gruselig. Es war einfach höchst humorvoll und ich würde es als eine neue Art von Comic-Fantasy beschreiben. Dazu passen auch die vielen slapstickartig beschrieben Szenen. Ich jedenfalls habe mich göttlich oder besser teuflisch amüsiert. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Witzig - Makaber - Aufregend - Empfehlenswert!,
Von
Rezension bezieht sich auf: Johannes Cabal - Seelenfänger: Roman (Taschenbuch)
Als ich das Buch zuerst sah dachte ich - oh nein - Goldmann Fantasy! Eigentlich ein "no go".Nach div. groben Ausfällen des Verlages, habe ich erst einmal kurz Probe gelesen und war positiv überrascht. Guter Schreibstil - und schon einiges an Schmunzeln auf den ersten Seiten. Meine Erwartungshaltung sah ungefähr so aus: Mal etwas anderes lesen als Fantasy - am Besten etwas mit Witz und Charme. Natürlich möchte ich auch einige Male überrascht werden beim Lesen. Das alles und mehr hat das Buch erfüllt. Teilweise herrlich makaber und voll von schwarzem Humor. Wenn sich Johannes Cabal mit seiner knochentrockenen Art sich wieder einem neuen "Gesprächspartner" näher, musste ich schon vorher grinsen. Die Art wie der "Held" -wenn man dies in diesem Buch überhaupt so nennen kann- sich den Hürden auf seinem Weg entgegenstellt, ist einfach anders. Erfrischend anders und ansprechend. Das Buch entflieht nicht den Klischees von Fantasy - es war niemals in Gefahr überhaupt in dessen Nähe zu kommen. Den nächsten Roman habe ich blind vorbestellt. Dauert leider noch 10 Monate. Ich muss mich mit dieser Tatsache abfinden. Johannes Cabal würde dies aber sicher niemals tun. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Erfrischend anders und voll schwarzem Humor,
Rezension bezieht sich auf: Johannes Cabal - Seelenfänger: Roman (Taschenbuch)
Nach langem Suchen habe ich in "Seelenfänger" endlich mal wieder ein Buch gefunden, das einfach erfrischend anders ist und sich deutlich von den endlosen Massen an stereotypischen Büchern abhebt, von denen es im Fantasybereich mittlerweile nur noch so wimmelt. "Seelenfänger" sticht aus dieser Masse nicht nur duch das Cover hervor, das wie der skurrile Inhalt eine gewisse Ähnlichkeit zu Tim Burtons Stil aufweist.Als ich auf dieses Buch stieß war ich sehr erstaunt, ein Werk mit so einem Cover in der Horrorbuchabteilung zu finden - aber dort gehört es tatsächlich hin, wie einem besonders gegen Ende klar wird. Die Handlung selbst ist dabei recht einfach gehalten und kommt vollkommen ohne große Verschwörungen und sonstigem aus. Zugegeben, bei mancher Stelle hatte ich das Gefühl, dass der Autor nicht so ganz wisse, mit welchen Ereignissen er die Reise bis zum Ende schmücken solle. Der Einschub mit dem Tagebucheintrag, der nur wimmelte von Rechtschreibfehlern, erschien mir etwas überflüssig. Andererseits waren die Begegnung mit dem Soldaten am Bahnhof und Cabals kurzer Ausflug in die Parallelwelt ohne Zeit hingegen wirklich interessant. Letztendlich lebt das Buch aber von seinem schwarzen Humor, den unglaublich amüsanten, manchmal aber auch sehr tiefgründigen Dialogen, der skurrilen Situation allgemein und allem voran natürlich von den Charakteren, die allesamt auf ihre Art liebenswert sind. Angefangen von Bones - dem Knochenmann - ,über Horst, der immer wieder für einen Lacher gut ist bis hin zu Johannes Cabal, der mit Abstand der schrägste und irgendwie auch skrupelloseste Protagonist einer Geschichte ist, der mir bisher untergekommen ist. In Band 1 geht er besonders neben Horst noch ein wenig unter, der sich schnell zu meinem Liebling gemausert hat, aber spätestens in Band 2 läuft Cabal zu Höchstformen auf und beweist, wie unglaublich sympathisch seine trockene humorlose Art ist. Der Schreibstil ist alles andere als Blumig oder Verträumt, wie man es aus vielen Fantasybüchern gewohnt ist. Er ist recht einfach gehalten, dabei allerdings nicht anspruchslos. Er passt einfach. Insgesamt lässt sich das Buch flüssig lesen, der Stil ist natürlich sehr auf den schwarzem Humor abgestimmt, aber auch hier gibt es immer wieder Sätze, die einfach schön zu lesen sind und sehr nachdenklich machen. Gerade gegen Ende gewinnt das Buch nämlich immer mehr an Ernst und Tiefgründigkeit, ohne je mahnend den Finger zu erheben und letztendlich erwartet einen ein Ende, mit dem mit Sicherheit niemand gerechnet hat, da es nicht annähernd zu erahnen war. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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