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Johanna von Orleans

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Produktinformation

  • Darsteller: Milla Jovovich, John Malkovich, Faye Dunaway, Dustin Hoffman, Pascal Greggory
  • Komponist: Eric Serra
  • Künstler: Vincent Tulli, Patrice Ledoux, Alain Paroutaud, Bernard Grenet, Andrew Birkin, Thierry Arbogast, Catherine Leterrier, Sylvie Landra, Luc Besson, Hugues Tissandier, François Groult, Bruno Tarrière
  • Format: Dolby, PAL, Surround Sound, Widescreen
  • Sprache: Deutsch (Dolby Digital 5.1), Englisch (Dolby Digital 5.1)
  • Untertitel: Arabisch, Deutsch, Dänisch, Englisch, Finnisch, Griechisch, Hebräisch, Niederländisch, Isländisch, Kroatisch, Norwegisch, Polnisch, Schwedisch, Tschechisch, Türkisch, Ungarisch, Hindi, Bulgarisch
  • Region: Region 2
  • Bildseitenformat: 16:9 - 2.35:1
  • Anzahl Disks: 1
  • FSK: Freigegeben ab 16 Jahren
  • Studio: Sony Pictures Home Entertainment
  • Erscheinungstermin: 11. Juli 2000
  • Produktionsjahr: 1999
  • Spieldauer: 151 Minuten
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.7 von 5 Sternen 74 Kundenrezensionen
  • ASIN: B00004TLLI
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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Behütet und harmonisch wächst das Mädchen Johanna auf dem Land auf. Dann geschieht das Unfassbare: Vor Johannas Augen wird ihre Schwester von durchziehenden Truppen geschändet und getötet. Die Momente des Schreckens lassen sie nie mehr los, denn fortan spricht Gott zu ihr, dem einfachen Bauernmädchen. Als Frankreich von der größten Armee der Welt bedroht wird, erscheint Johanna wie aus dem Nichts und erklärt, daß sie - unterstützt von Gottes Willen - ihre Heimat befreien will. Die Schlachten sind bestialisch, blutig, brutal, aber Johanna bleibt Siegerin und erreicht die Krönung von Karl VII zum König. Damit aber zieht sie sich den Unwillen von Kirche und anderen einflussreichen Kreisen zu. Ohne ihr Wissen plant man Johannas Sturz...


Pressezitate:
"Visuell opulent" (kino.de)
"Ein rasant geschnittener Film in oft atemberaubend schönen Bildern." (Film-Dienst)

Amazon.de

Das Jahr 1999 wird uns möglicherweise als das Jahr der Johanna von Orléans in Erinnerung bleiben: Der amerikanische Fernsehkanal NBC schuf ihr zu Ehren eine Miniserie, Carl Dreyers lange verschollener Stummfilm Die Passion der Jungfrau von Orléans wurde in einer Nervenheilanstalt wieder entdeckt, und Facets brachte Jacques Rivettes Johanna die Jungfrau -- Der Kampf. Der Verrat neu heraus. Und schließlich rundete Regisseur Luc Besson diese Sammlung mit dem stilistischen und leicht ketzerischen Monumentalspielfilm Johanna von Orléans ab.

Besson (La Femme Nikita, Das fünfte Element) stellt überkommene Vorstellungen der Jungfrau von Orléans in Frage und schafft eine entschieden menschlichere Heldin als frühere Filmbiografien. Die Handlung ist dieselbe geblieben -- ein junges, ungebildetes Bauernmädchen überredet den französischen Dauphin, ihr eine Armee zur Verfügung zu stellen, die sie in Orléans zum Sieg führt, um dann wegen Ketzerei auf dem Scheiterhaufen zu sterben. Aber Milla Jovovich spielt in der Titelrolle eine Frau, die von ihrer Bestimmung besessen ist. Ihre Einflüsse sind allerdings nicht gerade göttlicher Natur: Als Kind wird sie Zeugin wie die Engländer ihre Schwester ermorden, die ihr, der kleinen Johanna, ihr Versteck überlassen hatte. Dieses Ereignis lässt in ihr den tiefen Wunsch nach Rache reifen. Ja, auch in diesem Film spricht Gott gewissermaßen zu Johanna, aber sogar das wird noch untergraben: Dustin Hoffman in seiner Rolle als "das Gewissen" befragt sie zu ihren Motiven.

Künstlerisch gesehen ist Johanna von Orléans überwältigend, mit fantastischen Sequenzen von Johanna in Kommunikation mit höheren Mächten. Die unverhohlene Gewalt (zu den Szenen gehören wahllose Enthauptungen sowie ein Hund, der an einer Leiche nagt), die unterschiedlichen Akzente (die es schwer machen festzustellen, wer auf welcher Seite kämpft) und die umgeschriebene überlieferte Geschichte könnten allerdings zur Folge haben, dass diese Version der Jungfrau von Orléans nur Besson-Fans anspricht. Jovovich ist überzeugend, und obwohl der Film hin und wieder ins Stocken gerät (es gibt Momente, in denen man sich wünscht, sie würden sie nun endlich verbrennen), ist er dennoch eine bemerkenswerte und Einblick gewährende Neuinterpretation eines wohl bekannten Stückes Geschichte. --Jenny Brown

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Kundenrezensionen

Top-Kundenrezensionen

Format: DVD
Luc Besson hat sich mit Johanna von Orlean zum ersten Mal an einen historischen Stoff gewagt. Im Kino war der Film wenig erfolgreich und auch ich war nach einem Kinobesuch nicht gerade begeistert. Besson hat die Geschichte der lothringischen Jungfrau in einer ungewöhnlichen Mixtur, aus zum Teil klassisch orientierten Elementen, aber auch stark mit avantgardistischen Stilmitteln durchsetzt, filmisch umgesetzt. Die resultierende Mischung aus großangelegtem, zum Teil klassischem Erzählkino, aber auch stark gegen den „Strich" inszenierten Teilen ist gewöhnungsbedürftig und sicher nicht in allem überzeugend gelungen.
Milla Jovovich spielt eine besessen wirkende, zum Teil fanatisiert kreischende Jungfrau und ist damit des völlige Gegenstück zur inbrünstig Gläubigen, eher die reine Unschuld verkörpernden Ingrid Bergmann der 1948er Version des Stoffes. Ihrer zum Teil auch visuell (in den gewagten Stunts) am Rande der Hysterie angesiedelten Rolle, verleiht sie mehrfach ungewöhnlich kraftvollen Ausdruck. Interessant ist auch die Rolle Dustin Hoffmans, der in den Kerkerszenen das personifizierte Gewissen der angeklagten Johanna verkörpert. Die aus dieser Konstellation resultierenden „Zwiegespräche" empfand ich anfänglich irritierend, aber inzwischen als nachhaltig interessant - verdeutlichen sie doch die Zerrissenheit und die Selbstzweifel der Gefangenen auf äußert neuartige Weise. Beeindruckend ist ebenfalls die durch John Malkovich deutlich anders angelegte Rolle des Dauphins. Im Gegensatz zur von José Ferrers eher verweichlicht verkörperten Figur, interpretiert Malkovich den Charakter des Königs intelligent und auch relativ zielstrebig.
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Format: Blu-ray
Auch wenn der Film historisch nicht genau sein soll, wie von einem anderen Rezensenten geschrieben, aber wer will das hier schon hundertprozentig nachweisen können, weiss er auf jeden Fall hervorragend zu unterhalten. Milla Jovovich spielt die Rolle der Johanna sehr glaubhaft und überzeugend, und selbst die Nebenrollen sind m.E. sehr stimmig besetzt und werden kaum schlechter dargestellt. Für manche ist es vielleicht wichtig das die Geschichte historisch genau erzählt wird, für mich persönlich ist das jedoch eher zweitrangig. Tolle Bilder, hervorragend in Szene gesetzte Schlachten, Dramatik und Spannung, all das kommt nicht zu kurz, von daher habe ich mich keine Minute gelangweilt. Dazu kommt, daß die Blu-ray eine tolle Technik vorweist, obwohl der Film nicht mehr der jüngste ist. Schöne und natürliche Farben, eine fast durchgehend richtig gute Schärfe und ein sehr gut abgemischter Ton, bei dem auch die Rears nicht zu kurz kommen, HD-Herz was willst du mehr. Wer auf Historienfilme, Schlachten und tragische Geschichten steht, sollte sich Johanna von Orleans auf keinen Fall entgehen lassen.
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Format: Blu-ray Verifizierter Kauf
Inwieweit der Film nun historisch korrekt ist oder Unfug oder wie auch immer - wer weiß das schon. Zumindest ist die Darstellung der Jeanne als durchgeknallte, hysterische und naive posttraumatische Jugendliche sehr interessant und vielleicht tatsächlich historisch am plausibelsten. Auf jeden Fall hat Besson einen handwerklich perfekten Actionfilm hingelegt. Die Schauspielerriege spricht für sich und agiert in Höchstform.
Die technische Umsetzung auf Bluray ist für mich einwandfrei. Schön wären allerdings ein paar Extras gewesen. Na ja, für den Film 5, für die Umsetzung auch 5 Sterne und Extras heißen ja nun mal Extras, weil sie extra sind.
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Format: Blu-ray
Es ist mir bis heute völlig unverständlich, warum dieser Film von der Kritik so verrissen wurde. Luc Besson hat hier ein visuell äußerst beeindruckendes Werk geschaffen. Hervorragend fotografiert, mit ausgeklügelter Farbdramatik und passendem Sound. Auch Kostüme und die Maske sind ausgesprochen überzeugend und historisch korrekt. Das Script mag leichte Schwächen haben - das wird aber von den hervorragenden Schauspielern (John Malkovich, Faye Dunaway, Dustin Hoffman, Vincent Cassel) wieder wettgemacht. Viel wurde gemeckert über das angeblich hysterische "Overacting" von Milla Jovovich. Mag sein, dass es die Gute etwas übertreibt. Trotzdem gelingt ihr die Darstellung der von Visionen gequälten Jungfau insgesamt recht gut. Man mag es - oder eben nicht. Das trifft im übrigen auf den ganzen Film zu, der offensichtlich polarisiert. Zur BluRay sei noch angemerkt, dass sie ein wirklich hervorragendes Bild bietet. Ich selbst besitze schon die DVD Version und war von der Schärfe und dem Kontrast der Bluray Version begeistert.
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Format: DVD
Dieser Film macht Schluss mit dem verklärten, weltentrückten Bild von der heiligen Jungfrau! Wer sich mit der historischen Gestalt der Jeanne d'Arc eingehender auseinandergesetzt hat, wird festgestellt haben, dass sie keineswegs eine frömmliche mittelalterliche Version unserer heutigen Chearleader war, sondern eine impulsive, willensstarke, zugleich aber auch etwas naive Frau war, die Europas Geschichte wie keine andere Frau beeinflusst hat. Wie aus den heute noch erhaltenen Prozessakten hervorgeht, ist Jeanne d'Arc tatsächlich beim Anblick der ersten Toten und Verwundeten in Tränen ausgebrochen. Gleichzeitig hat sie sich tatsächlich über viele Ratschläge ihrer irdischen Berater hinweggesetzt, weil ihre Heiligenstimmen ihr eine andere Strategie befahlen; meist nach dem Motto "Augen zu und durch". Außerdem hat sie persönlich alle Huren aus den Lagern ihrer Soldaten verjagt. Sie hat mit ihren Hauptleuten von Anfang an einen fast unverschämt vertrauten Ton angeschlagen. Ohne ihre treibende Kraft hätte sich Charles VII. nie so zeitig in Reims zum König salben lassen. Diese Frau hatte Mumm in den Knochen aber gleichzeitig ein Herz, das um jeden Toten, ob Franzose oder Engländer, aufrichtig trauerte und Gewalt verabscheute.
Als echtem Jeanne-Fan hat mir dieser Film viel gegeben. So, wie die Jungfrau hier dargestellt wird, ist sie keine leblose Ikone mehr, sondern endlich ein Mensch mit Ängsten und Fehlern. Luc Besson und eine hervorragende Jovovich haben ihr wieder Leben eingehaucht und sie endlich entstaubt.
Meiner Meinung nach hat Milla ihre Hausaufgaben gemacht und sich hervorragend auf diese Rolle vorbereitet. Hier ist eine Heldin zwischen Glauben und Wahnsinn, Mut und Raserei, Trauer und Freude.
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