Produktinformation
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| Disk: 1 | |||
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| 1. Ouvertüre | |||
| 2. Täubchen, das entflattert ist | |||
| 3. Täubchen, das entflattert ist | |||
| 4. Ach, ich darf nicht hin zu dir! | |||
| 5. Die Arme Tante | |||
| 6. Nein, mit solchen Advokaten | |||
| 7. Sag mal, also statt fünf mußt du acht Tage sitzen? | |||
| 8. Komm mit mir zum Souper | |||
| 9. Seid ihr verrückt geworden? | |||
| 10. So muss allein ich bleiben | |||
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| Disk: 2 | |||
| 1. Ein Souper heut' uns winkt | |||
| 2. Adele, wer hat denn dich hierher eingeladen? | |||
| 3. Ich lade gern mir Gäste ein | |||
| 4. Durchlaucht, hier ist Ihre Brieftasche wieder | |||
| 5. Ach, meine Herr'n und Damen | |||
| 6. Mein Herr Marquis | |||
| 7. Hoheit, ein Chevalier Chagrin is da | |||
| 8. Dieser Anstand, so manierlich | |||
| 9. Ah, da ist ja die schöne Unbekannnte! | |||
| 10. Klänge der Heimat | |||
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Zu Kleibers Meisterleistungen zählt neben seinem Tristan (im Studio entstanden) und seinem Rosenkavalier (live, nur als Video erhältlich) auch die vorliegende Fledermaus, aufgenommen Mitte der 70er Jahre. Kleiber versteht es, durch seine Stabführung die Kultoperette mit dem dürftigen Textbuch zu einem Ereignis zu machen. Warum, das zeigt schon der Vergleich der Orchestereinleitung mit der wenige Jahre vorher eingespielten Version unter Willi Boskovsky. Letztere Aufnahme klingt müde und unpräzise im Vergleich zu dem Feuerwerk, das Kleiber vom ersten Ton an zu entfachen versteht. Wer ihn schon einmal dirigieren sah, der weiß, wie unmissverständlich und zwingend seine Bewegungen sind, wie sie selbst das Publikum mitreißen.
Hinzu kommt eine teilweise großartige Sängerbesetzung: Hermann Prey meistert mit seinem bewunderswerten hohen Bariton brillant die sonst von Tenören gesungene Partie des Eisenstein, und die rumänisch-ungarische Sopranistin Julia Varady eignet sich hervorragend für die auf dem Maskenball als Ungarin auftretende Rosalinde. Großartig ist außerdem Lucia Popp als Adele. Sie bereicherte das Koloraturfach, in dem sie ihre Karriere begann, durch die Intensität und das Legato ihrer hinreißend schönen Stimme.
Bernd Weikl als Dr. Falke fühlt sich besonders in der hohen Lage nicht besonders wohl, was vor allem neben Hermann Prey deutlich wird. Den Falke hat Fischer-Dieskau unter Boskovsky tatsächlich besser getroffen. Gleiches gilt für den allzu heldischen René Kollo als Alfred: Adolf Dallapozza hat deutlich mehr Charme und Leichtigkeit in der Stimme. Vor allem jedoch ist die Besetzung der Hosenrolle des Prinzen Orlovsky mit dem falsettierenden Ivan Rebroff verwunderlich -- der reiche, gelangweilte Adelige gerät damit zu deutlich in eine bestimmte Ecke. Auch in diesem Fall ist Brigitte Fassbaender unter Boskovsky vorzuziehen. Das stört aber nicht den überragenden Gesamteindruck dieser Aufnahme: So kann man Operette nicht nur aushalten, sondern genießen. --Michael Wersin
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