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Pressenotiz zu : Die Zeit, 23.03.2000
Als "Sherlock Holmes der Bachforschung" preist Volker Hagedorn den Autor. Bachs Leben weist für jeden Biografen immense Lücken auf, da ist detektivischer Spürsinn gefragt. Über hundert Seiten lang liste Christoph Wolff, der Verfasser der vorliegenden neuesten Bach-Biografie, Indizien auf, die dafür sprechen, daß die Brandenburgischen Konzerte nicht wie bislang angenommen im brandenburgischen Köthen, sondern im thüringischen Weimar komponiert wurden. "Essayistische Zuspitzungen" sind allerdings nicht Sache des Autors, meint Hagedorn, da sich Wolff der chronologischen Annäherung an Bachs Leben verschrieben habe. Dies gelingt ihm nach Hagedorn mit Bravour. Etwas pikiert bemerkt er jedoch, daß sich zu dem findigen Spurensucher Wolff auch ein "Sinnsucher" gesellt hat, der überraschend gläubige und raunende Töne anschlägt.
© Perlentaucher Medien GmbH
Als "Sherlock Holmes der Bachforschung" preist Volker Hagedorn den Autor. Bachs Leben weist für jeden Biografen immense Lücken auf, da ist detektivischer Spürsinn gefragt. Über hundert Seiten lang liste Christoph Wolff, der Verfasser der vorliegenden neuesten Bach-Biografie, Indizien auf, die dafür sprechen, daß die Brandenburgischen Konzerte nicht wie bislang angenommen im brandenburgischen Köthen, sondern im thüringischen Weimar komponiert wurden. "Essayistische Zuspitzungen" sind allerdings nicht Sache des Autors, meint Hagedorn, da sich Wolff der chronologischen Annäherung an Bachs Leben verschrieben habe. Dies gelingt ihm nach Hagedorn mit Bravour. Etwas pikiert bemerkt er jedoch, daß sich zu dem findigen Spurensucher Wolff auch ein "Sinnsucher" gesellt hat, der überraschend gläubige und raunende Töne anschlägt.
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Kurzbeschreibung
Johann Sebastian Bach (21.3.1685 - 28.7.1750), dessen Musik uns aus Konzerten und von Plattenaufnahmen wohlvertraut ist, war nicht nur Komponist und Orgel- und Clavier-Virtuose, er war auch Dirigent, Lehrer, Musikdirektor, Instrumentenfachmann, Orgelbauexperte - und er hat mit seiner musikalischen Philosophie die Musik und Musikwissenschaft bis in unsere Zeit beeinflußt.
Zum 250. Todestag des vielseitigen Barockmeisters legt Christoph Wolff, der führende Bach-Spezialist, ein umfassendes biographisches Portrait vor, das sich so nah wie möglich an den überlieferten Quellen und Dokumenten orientiert. Er präsentiert die Ergebnisse jahrzehntelanger intensiver Forschung und bezieht auch die kürzlich von ihm in Kiew entdeckten Handschriften der Bach-Familie in seine Arbeit ein. Mit der anschaulichen Schilderung von Leben und Zeit Johann Sebastian Bachs und der überzeugenden - und zum Hören anregenden - Analyse seines musikalischen Schaffens setzt Christoph Wolff neue Maßstäbe in der Bach-Biographik.
Schon zu seinen Lebzeiten wurde Bach, der selbst seine Kunst als tiefgründige Wissenschaft verstand, mit Isaac Newton verglichen, der mit seinem naturwissenschaftlich-mathematischen Weltbild die moderne Phyisk begründet hat. Christoph Wolff würdigt Bach als den »Gelehrten« unter den Musikern seiner Zeit und zeigt, daß Werke wie die h-Moll-Messe, die Matthäus-Passion, das Wohltemperierte Clavier, die Kunst der Fuge zugleich exakte Wissenschaft und höchste Kunst sind.
Zum 250. Todestag des vielseitigen Barockmeisters legt Christoph Wolff, der führende Bach-Spezialist, ein umfassendes biographisches Portrait vor, das sich so nah wie möglich an den überlieferten Quellen und Dokumenten orientiert. Er präsentiert die Ergebnisse jahrzehntelanger intensiver Forschung und bezieht auch die kürzlich von ihm in Kiew entdeckten Handschriften der Bach-Familie in seine Arbeit ein. Mit der anschaulichen Schilderung von Leben und Zeit Johann Sebastian Bachs und der überzeugenden - und zum Hören anregenden - Analyse seines musikalischen Schaffens setzt Christoph Wolff neue Maßstäbe in der Bach-Biographik.
Schon zu seinen Lebzeiten wurde Bach, der selbst seine Kunst als tiefgründige Wissenschaft verstand, mit Isaac Newton verglichen, der mit seinem naturwissenschaftlich-mathematischen Weltbild die moderne Phyisk begründet hat. Christoph Wolff würdigt Bach als den »Gelehrten« unter den Musikern seiner Zeit und zeigt, daß Werke wie die h-Moll-Messe, die Matthäus-Passion, das Wohltemperierte Clavier, die Kunst der Fuge zugleich exakte Wissenschaft und höchste Kunst sind.
Über den Autor
Christoph Wolff, geboren 1940, ist Direktor des Leipziger Bach-Archivs, Ordinarius für Musikwissenschaft an der Harvard University und Honorarprofessor der Universität Freiburg. Er veröffentlichte zahlreiche Beiträge zur Musikgeschichte des 15. bis 20. Jahrhunderts, vor allem zu Bach und Mozart. Für seine wissenschaftlichen Arbeiten erhielt er 1978 die Dent-Medaille der Royal Musical Association in London, 1992 den Staatspreis des Landes Nordrhein-Westfalen und 1996 den Forschungspreis der Alexander von Humboldt-Stiftung. 1999 entdeckte er in Kiew den verlorengeglaubten Nachlaß des Bach-Sohnes Carl Philipp Emanuel mit einer großen Zahl bisher unbekannter Kompositionen sowie Handschriften seiner Brüder und seines Vaters.