Der zweite Sammelband enthält neben drei Abenteuern mit Albenlänge auch fünf Kurzgeschichten, die den Übergang von Band 1 zu Band 2 markieren. Bei diesen handelt es sich um "Johann und der grüne Drache", "Wolfram, der Tapfere", "Hexenspuk im Schloss", "Die Herberge zum Gehenken" und "Heiligabend im Schloss".
Wie schon der Titel ankündigt, repräsentiert Sammelband 2 den Einstand des phantastischen Elements in die "Johann und Pfiffikus"-Reihe, vor allem repräsentiert durch den Zauberer Homnibus in der Geschichte "Der Stein der Weisen" und die mystischen Elemente in "Die Quelle der Götter". Die mittlere Geschichte "Der Schwur der Wikinger" dagegen bleibt frei von übernatürlichen Elementen.
Bereits mit der zweiten Dreiersammlung der "Johann und Pfiffikus"-Geschichten hat Peyo zu seinem typischen Zeichenstil gefunden. Die Figuren sind klar gezeichnet, die einzelnen Panels nicht mit Details überladen, sondern auf das Wesentliche konzentriert. Auch unter erzählerischen Gesichtspunkten hat sich der belgische Künstler weiterentwickelt. Seine Geschichten sind durchstrukturiert: hier folgt nicht einfach Gag auf Gag, sondern fügt sich zu einem geschlossenen Ganzen zusammen.
"Johann und Pfiffikus Sammelband 2 - Hexerei und Zaubersprüche" ist eine gelungene Fortführung des Sammelband-Konzepts der legendären Comicreihe. Innerhalb weniger Geschichten bringt Peyo seine Hauptcharaktere in ihre endgültige Form, ebenso wie seine Kunst, spannende Geschichten zu erzählen. Das Besondere der vorliegenden Abenteuer ist die Einführung des Phantastischen, das für den Folgeband unabdingbar ist. Denn soviel sei hier schon verraten: Im den kommenden Geschichten werden Johann und Pfiffikus ihr "blaues Wunder" erleben.