Informationsdienst für Bibliotheken, ID 5/1999
Sehr gründliche Darstellung der philosophischen Gedanken Herders, besonders seiner Sprach- und Geschichtsphilosophie, in der Auseinandersetzung mit den philosophischen Strömungen des 18. Jahrhunderts, aber auch der Wirkungen, die z.T. erst Ende des 20. Jahrhunderts deutlich geworden sind. Eine fundierte Einführung für Studenten der Philosophie und Germanistik.
Kurzbeschreibung
Mit seiner Abhandlung »Über den Ursprung der Sprache« hat Johann Gottfried Herder (1744-1803) einen Leitfaden für sein gesamtes Werk formuliert: dass die sprachliche Welt des Menschen historisch vermittelt ist. Beantworten lässt sich die Frage nach dem Ursprung der Sprache nur im Zusammenhang aller sinnlichen Kräfte, mit denen der Mensch auf die Welt bezogen ist. In der Rückbindung an den Leib findet Herder nicht nur die Sinnlichkeit bestimmt, sondern alle Erkenntniskräfte des Menschen. Noch in den abstraktesten Operationen des Verstandes sind wir, was wir von Anfang an waren: ein denkendes »sensorium commune«.