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Für seine erste Big-Band-Scheibe griff Saxer Joe Henderson primär auf eigene Themen der 60er und 70er zurück, die er mit Tausendsassa Bob Belden sowie den Altmeistern Slide Hampton und Michael Philip Mossman arrangierte. Exzellente Begleitfiguren, raffinierte Sätze und enormer rhythmischer Druck zeichnen die Truppe wie die Arrangements aus. Henderson bläst noch nuancenreicher als gewohnt, von bissig-explosiv bis leise und zart. So gelang ihm eine der attraktivsten Big-Band-Platten der letzten Jahre.
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Stereoplay
Für den Saxophonisten Joe Henderson verwirklichte sich ein Traum. Vor drei Jahrzehnten hatte er begonnen, mit großen Einheiten zu arbeiten, nun erscheint seine erste Platte als Leiter einer Big Band. Bei den Sessions 1992 und 1996 blies er grandios. Das Ergebnis: ein Höhepunkt in seiner an sensationellen Auftritten wahrlich nicht armen Laufbahn. Weich und kernig fließen die Melodien, mal rufen sie rauh, mal flüstern sie zärtlich. Dabei ist Henderson in allen neun Titeln der Hauptsolist; neben ihm treten noch Chick Corea und Helio Alves, Piano, Freddie Hubbard und Nicholas Payton, Trompete, sowie der Bassist Christian McBride hervor. Die Arrangements geben ihnen stellenweise nur eine Rhythmusgruppe zur Seite, dann wieder läßt sich Henderson von der Band mit zurückhaltenden Bläserklängen begleiten. Großartig, wie das Ensemble in "Without A song" und "Isotope" Energie und Eleganz verbindet, wie es in "Chelsea Bridge" mit einer Fülle an Pastelltönen und klaren Klängen eine zwiespältige Stimmung herbeizaubert. Die meisten Stücke sind Weiterentwicklungen von Henderson-Themen. Bei "Inner Urge" spürt man immer noch viel von dem inneren Druck der 1964er Erstaufnahme; "Black Narcissus", das Henderson dreimal für Milestone einspielte, wirkt ebenso wie die muntere Latinnummer "Recordame" wunderbar leicht und genüßlich. ** Interpret.: 09-10
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