Aus der Amazon.de-Redaktion
Ende 1983 startete der SWF in Baden-Baden die Fernsehreihe
Ohne Filter, die sich sehr schnell zu einem der beliebtesten deutschen Musikprogramme entwickelte. Bis zum Millenniumswechsel strahlte man in diesem Rahmen über 300 Specials zu einzelnen Künstlern bzw. Bands aus. Das Konzept war dabei so schlicht wie erfolgreich: Unter dem Motto "Musik pur" wurden Konzerte internationaler Stars hautnah eingefangen und anschließend ohne jegliche kosmetische Klangkorrektur über den Sender geschickt.
Zu den Höhepunkten in der langen Geschichte von Ohne Filter zählt ohne Frage der Gig, den Joe Cocker im Jahre 1996 ablieferte. Der Sänger mit dem Reibeisen in der Kehle trat seinerzeit in Bestform auf. Voller ansteckender Musizierfreude trug er mehrere Titel des kurz zuvor veröffentlichten Albums Organic vor. Auf dem Programm standen vornehmlich alte Hitsongs aus der Vergangenheit des Briten, die in erfinderischen Neufassungen dargeboten wurden. So hat Mr. Cocker an dem Abend in Baden-Württemberg beispielsweise die Erfolgsballade "You Are So Beautiful" von 1975 und auch den Chartbuster "Delta Lady", den ihm 1969 Leon Russell auf den Leib schneiderte, in höchst stimmungsvollen Bearbeitungen zu Gehör gebracht. Neben diesen Fanfavoriten hatte 'good old Joe' noch ein paar Fremdtitel von Van Morrison ("Into The Mystic"), Randy Newman ("Sail Away") und Bob Dylan ("Dignity") in seinem Reisegepäck. Und diesen Nummern drückte er ebenfalls mit knarziger Stimme seinen Stempel auf.
Unterstützt wurde der Vokalist, der seit Woodstock nicht mehr aus dem Rockgeschäft wegzudenken ist, von namhaften Instrumentalisten, die alle in anderen Zusammenhängen schon ihre Klasse bewiesen haben. Schlagzeuger Jim Keltner stand Größen wie Jackson Browne, Eric Clapton, Elvis Costello und Ry Cooder zur Seite (um nur eine kleine Auswahl zu nennen), Bassist Hutch Hutchinson kann unter anderem Bonnie Raitt und Delbert McClinton als Referenzen vorweisen, Gitarrist Greg Leisz wurde von den Beach Boys, k.d. lang, Manhattan Transfer etc. angeheuert, und sein Saitenkollege Dean Parks stand bei America, Michael Bolton, Toni Braxton und hunderten anderer Stars in Diensten. Mit Hilfe dieser Spitzenleute spielte Cocker einen sparsamen, aber gefühlsgeladenen Half-Plugged-Sound, der das Publikum schon nach nur wenigen Tönen mitriss und euphorischen Jubel auslöste. Ein unvergessliches Konzerterlebnis! --Harald Kepler
Produktbeschreibungen
Schade, das Prädikat "The Voice" ist bereits an das Entertainer-Genie Frank Sinatra vergeben. Joe Cocker jedenfalls wäre ein ernst zu nehmender Kandidat für diesen Ehrentitel gewesen, schließlich besitzt der raue Bursche aus Britannien nicht einfach eine Stimme, sondern ein Organ, das mit Orkanstärke durch die Konzerthallen fegt und sich zielgerichtet seinen Weg in die Herzen der gebannt lauschenden Zuhörer bahnt. Cocker und Gänsehaut, diese zwei Worte gehören untrennbar zusammen, ob der Mann nun eine sanfte Popballade gurrt oder mit ergreifender Emotionalität die Schmerzwelt des Blues. Der Auftritt in OHNE FILTER - MUSIK PUR fand 1996 während einem der wenigen Live-Konzerte zur Organic Tour, die Joe Cocker überhaupt gab, statt. Selbst die Begleitmusiker waren speziell für diese Tour ausgewählt worden Hutch Hutchinson Bass, Jim Keltner Schlagzeug, Greg Leisz Steel, Dobro, Lead-Gitarre, Dean Parks Akustische Gitarre, Chris Stainton Keyboards, Ken Stange Keyboards. Eine absolute Rarität! Titelauflistung You And I, DarinBe Home Soon, Delta Lady, Sail Away, Dont Let Me Be Misunderstood, Heart Full Of Rain, High Lonesome Blue, Bye Bye Blackbird, Many Rivers Cross, Dignity, You Are So Beautiful, You Can Leave Your Hat On, Into The Music, Cant Find My Way Home.