Ich bin wirkich enttäuscht von dem Buch - der Titel klang sehr vielversprechend! Vielleicht liegt es auch einfach daran, dass ich ein anderes Verständis von einem "Globetrotter" habe, als die Autorin. Für mich ist das jemand, der ständig Fernweh hat und am liebsten das ganze Jahr über mit dem Rucksack auf eigene Faust in anderen Ländern unterwegs ist. Ich hatte mir aus dem Buch kreative Ideen erhofft, wie ich solche Reisetätigkeiten von unterwegs aus mitfinanzieren kann. Eine Stewardess und ein Kaptain sind sicherlich auch viel unterwegs - aber wie bitteschön soll man von unterwegs aus Leute tätowieren, als Sportlehrer oder Feuerwehrmann arbeiten oder Menschen missionieren? Das mögen alles Berufe sein, die von Leuten mit Fernweh ausgeübt werden, doch halte ich sie teiweise für einen "Globetrotter" als etwas weit hergeholt. Hier zu bleiben und als Reiseverkehrsverkäufer zu arbeiten ist auch nicht erfüllend für einen Globetrotter. Ich hatte mir Tipps erhofft, wie ich mit Reisen durch Südost-Asien, Ozeanien oder Australien beispielsweise meine spärliche Reisekasse aufbessern kann. Reiseführer schreiben war diesbezüglich noch der sinnvollste Hinweis - doch was ist mit einzelnen Artikeln für Zeitschriften und Zeitungen über durchlebte Erfahrungen oder Erlebnisse mit fremden Kulturen? Dazu gab es leider keine näheren Informationen.
Wer ein Buch sucht, über Möglichkeiten im Beruf unterwegs zu sein als Event- oder Krisenmanager, als Eisenbahnfilmer oder Sommelier, für den mag das Buch eine erste Informationsbasis liefern. Wer jedoch das gleiche Verständnis eines "Globetrotters" hat, wie ich, sollte das Buch lieber nicht kaufen.