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Produktinformation
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Das Leben ist fad, die Arbeit nervt, der nächste Urlaub liegt in weiter Ferne. Ist die Lebenslust so weit gesunken, klingeln die Alarmglocken. Rat erhofft man sich vom Partner, von Freunden - oder von Buchautoren. Die großen Verlage werfen jedes Jahr Dutzende an Ratgebern auf den Markt. Den Überblick haben die Buchhändler längst verloren. Zu viel wurde in den letzten Jahren geschrieben. Aber ist das so schlimm? Steht in den Büchern nicht immer das Gleiche? Schreibt nicht jeder über Komfortzone, Eigen-Verantwortung, Entscheidungsfreiheit und Ich-Aktie? Im Prinzip ja. Nur: Der Unterschied liegt im Wie. Wie erreiche ich mein Ziel? Wie kann ich Arbeit und Privatleben miteinander verbinden? Wie überwinde ich mein Phlegma? Durch Disziplin oder Nachsicht? Durch Verhaltenstraining oder Regelverbot? Hierin sind sich die Autoren uneinig - und ihre Ratschläge so unterschiedlich wie die Experten selbst. Zwischen Bodo Schäfer, Stephen Covey, Tom Peters und Mihaly Czikszentmihalyi reiht sich nun ein neuer Lebensberater ein: Jörg Weisner. Sein Buch Job & Joy - die Formel für mehr Spaß in Beruf und Privatleben ist gerade im Econ Verlag erschienen. Das erste, was auffällt: Das Buch ist klein. Klein genug, um es sich in die Tasche zu stecken. Immer mal wieder darin zu blättern, Passagen nachzulesen, sich zu erinnern. Doch Job & Joy ist nicht nur ein kleines Buch. Es ist auch ein leises Buch. Keine Versprechungen, keine Sticheleien. Der norddeutsche Trainer bohrt nicht in Wunden, hält keinen Spiegel vor, macht sich nicht lustig. Sein Konzept klingt auf den ersten Blick banal - doch im Grunde stellt Weisner seine Leser vor die schwierigste Aufgabe, die es zu bewältigen gibt: Sei glücklich. Nimm dich ernst. Dafür braucht es keine Checkboxen, keine Fragebögen, kein Verhaltenstraining und keine spektakulären Fallbeispiele. Wer zufrieden sein will, so Weisner, muss sich zuallererst mit sich selbst beschäftigen. Nicht mit seinem Partner, nicht mit seiner Umwelt und nicht mit seinem Chef. Wer immer nur den anderen gefallen will, vergewaltigt sich auf Dauer selbst. Der Mensch ist kein Schauspieler, sondern ein einzigartiges Individuum auf der Suche nach Glück. Weisner ist optimistisch. Er schließt sich Hans-Magnus Enzensberger an: Langsam findet ein Umdenken statt. Von der Ware Luxus zum wahren Luxus. Vom Champagner, Nerzmantel und schicken Auto zu Gesundheit, Freude und Ausgeglichenheit. Doch Weisner weiß auch: Die Betonung liegt auf langsam. Glaubt man aktuellen Studien, so quält sich die Hälfte der Arbeitnehmer jeden Morgen aus dem Bett, schleppt sich ins Büro und stellt sich regelmäßig die Sinnfrage. Für den Autor eine enorme Verschwendung, die sich kein Unternehmen leisten kann. So ergab eine Studie seiner Trainerkollegen Tom DeMarco und Timothy Lister, dass glückliche Arbeitnehmer zehnmal schneller arbeiten als ihre frustrierten Kollegen. Weisners Buch wird voraussichtlich kein Renner. Fragt man die Verlage nach ihren erfolgreichsten Titeln, dann wird klar: Menschen wollen Anweisungen, Regeln, mitunter Befehle. Montag und Donnerstag Fitness, freitags eine kleine Überraschung für den Freund, am Wochenende Märchenstunde für die Kinder und - um in der Balance zu bleiben - jeden Morgen zehn Minuten Meditation. Damit kann Weisner nicht dienen. Er zwingt den Leser zu einer Standortbestimmung - und zu einer Vision. Wo stehe ich und wo will ich hin. Was ist aus meinen Träumen geworden? Warum habe ich sie begraben und nicht für sie gekämpft? Nervig: der mitunter betuliche, esoterisch anmutende Ton. "Lass deine Augen leuchten" - des Autors Eso-Leitspruch steht auf fast jeder Seite. Doch am nächsten Tag greift man wieder zu dem Buch, liest noch mal das Kapitel über Verantwortung oder Mut. Sucht nach einem Zitat. Fahndet nach seinen Freiheitsräubern. Der Zug Job & Joy kommt in Bewegung. Langsam, sehr langsam. Aber vielleicht der sicherste Weg, das Ziel im Laufe seines Lebens doch noch zu erreichen.
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Dem Autor, selbst Trainer und Coach, gelingt es auf sehr motivierende Weise, die ehrliche Auseinandersetzung mit der eigenen Lebenseinstellung anzustossen. "Was schränkt mich in meiner Freiheit ein?", "Wofür will ich Verantwortung übernehmen?", "Was ist meine Vision?", "Wie gehe ich mit meinen Ängsten auf dem Weg dorthin um?", "Wie stärke ich mein Selbstvertrauen und das Vertrauen meiner Mitmenschen in mich?", "Woraus schöpfe ich meine Kraft, um bei der Umsetzung meiner Ziele durchzuhalten?". Auf einfühlsame und respektvolle Weise wird der Leser aus eingefahrenen Denkbahnen geführt und ermutigt eigene Muster zu überdenken. Die praxisnahen Beispiele des Autors machen deutlich, dass die Erfahrungen seiner SeminarteilnehmerInnen hier Eingang gefunden haben.
Auf dieser Grundlage entwickelt er Schritt für Schritt seine Formel für mehr Spass in allen Lebensbereichen. Von der Entwicklung der persönlichen Lebensphilosohie über Methoden zur Zielfindung und Umsetzung bis zum freudvollen Umgang mit seiner Umwelt. Einige Grafiken und Aufgaben sowie Beispiele für ein "joyvolles" Verhalten runden das Buch ab. Der Autor macht dabei deutlich, dass "Spass" für ihn eine ernsthafte Sache ist und er spart auch nicht mit Ermutigungen und Hinweisen, die sieben Schritte auszuprobieren.
Sehr schön ist auch die Handlichkeit des Buches. 150 klar gegliederte Seiten laden zum sofortigen Lesen, immer mal wieder Reinsehen und idealem Verschenken ein. Auch der günstige Preis trägt dazu bei, das Büchlein zum persönlichen Alltagsbegleiter zu machen, dass einem immer wieder zu neuen Einsichten verhilft.
Jörg Weisner beschreibt in einfachen Worten und mit erfreulich wenig Text eine neue Filosofie des Denkens und Handelns. Die Reihenfolge der aufeinander bauenden Kapitel sind sehr logisch und auch psychologisch gut.
Durch die vielen kleinen Geschichten aus dem eigenen und aus dem Leben von Freunden wird das Buch nicht langweilig. Es läßt sich locker durchlesen - und dann habe ich es in meine Tasche gesteckt, um immer mal wieder nachzuschauen. Das Format ist dazu sehr gut geeignet.
Ich freue mich, "Job & Joy" jetzt in meiner kleinen Bibliothek zu haben.
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