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Joachim Witt - DOM - Eine Biographie
 
 

Joachim Witt - DOM - Eine Biographie [Kindle Edition]

Thomas Bleskin , Isabel Regehr
2.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)

Kindle-Preis: EUR 4,11 Inkl. MwSt. und kostenloser drahtloser Lieferung über Amazon Whispernet

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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Die erste autorisierte Biografie von Joachim Witt von Thomas Bleskin

Die 81er Single "Goldener Reiter", "Die Flut" 17 Jahre danach und "Gloria" im Jahr 2012. Das Werk des Künstlers Joachim Witt, komprimiert auf die Meilensteine, beschreibt das Leben des Menschen dahinter - in drei Akten, mit allen vorstellbaren Höhen und Tiefen. Lieder von Joachim Witt sind mehr als nur musikalische Statements; sie sind auch Ohrenzeugen einer Biographie.

Eine klassische, kontinuierliche Erfolgsstory ist sie nicht, die Geschichte des Joachim Witt. Bis ins 32. Lebensjahr hinein verfolgen ihn die Ängste, Zwänge und Spannungen einer deutschen Generation, die ihrer einstigen Hörigkeit vor dem Faschismus zu entfliehen versucht, indem sie den Nachwuchs mit unaufhörlicher Restriktion, teutonischer Disziplin und vermeintlicher Tugend terrorisiert. Witt bricht dieses System für sich auf, indem er sich für seine Musik entscheidet; Musik, die eine ähnliche Wirkung auf Deutschland hat wie die der Beatbands der 60er auf den englischsprachigen Raum.

Der "Goldene Reiter" - ein Produkt tiefer Depression und unglaublicher Abscheu gegenüber bestehenden Konventionen - trifft auf eigentümliche Art und Weise den Nerv der Massen und wird nicht nur zur Hymne einer ganzen Generation, sondern aus dem Stand ein Klassiker. Joachims lang gehegter Zweifel, je durch seine nonkonformistischen Klangwelten dem Spießertum der Mitt- und Endsiebziger entfliehen zu können, ist ausgeräumt. Fürs erste jedenfalls, denn die Neue Deutsche Welle - anfangs noch künstlerischer Aufbruch - verkommt zur industriellen Spaßveranstaltung und zieht ihre Protagonisten in den unvermeidlichen Abgrund. So auch Joachim Witt.

Mutige Alben wie die Industrial-Funk-Breitseite "Mit Rucksack und Harpune" aus dem Jahr 1985 oder die 1992 mit Annette Humpe produzierte Tragikomödie "Kapitän der Träume" geraten zu desaströsen Flops, weil das Label NDW an Witt haftet wie ein alter Kaugummi. Sechs Jahre Pause als Privatmann, eine gescheiterte Ehe und eine verloren geglaubte neue Liebe später staut sich 1998 "Die Flut" an, eine in Akkorde gefasste Eruption Weltschmerz, die zur Jahrtausendwende noch viel mehr - und vor allem andere - Hörer in ihren Bann zieht als "Goldener Reiter". Witt hat als Gallionsfigur der Neuen Deutschen Welle den Stempel NDW endlich hinter sich lassen können.

Die "Werkreihe Bayreuth" zeigt einen völlig neuen Joachim Witt; einen, der sich als ewiger Linker nicht zu fein ist, Wagners Pathos aus dem rechten Sumpf zu ziehen, ohne dabei die eigentlich obligatorische Moralkeule zu schwingen. Als nach "Bayreuth zwei" das kommerzielle Moment der Werkreihe in den Hintergrund gerät, will ihm sein Arbeitgeber Sony Music künstlerische Vorschriften machen - und verliert dadurch einen seiner wenigen unverzichtbaren Dickköpfe.

Auch Witt verliert, und zwar seinen finanziellen Rückhalt. Die in Eigenregie veröffentlichten Werke "Pop" und "Bayreuth 3" sind trotz relativ hoher Verkaufszahlen Rohrkrepierer, die nicht einmal die horrenden Werbeausgaben deckeln können. 2007 sagt Joachim Witt der Musikbranche adieu. Bis ihm, inzwischen Ende 50, der Gedanke an eine "Kathedrale der Popmusik" kommt.

Die Grundidee hatte Harry Gutowski geliefert, jener Multiinstrumentalist und Jugendfreund, der schon bei der Aufnahme des "Goldenen Reiters" am Bass zu hören war. Seine orchestrale Filmmusik für eine ZDF-Produktion inspiriert Witt dazu, sein "Bayreuth"-Konzept zu überdenken und mit klassischen Anleihen zu verfeinern. Der Albumtitel "DOM" wächst auf natürliche Weise, die Single "Gloria" entsteht - in Zusammenarbeit mit Komponistin Michelle Leonard und Produzent Mirko Schaffer - in ihrer Urform an einem einzigen Abend. Witt hat beim Schreiben des Stücks dasselbe Hochgefühl wie beim Verfassen seiner beiden bisherigen Klassiker - und er erkennt, dass es bei ihm immer erst eine gewisse Anzahl trüber Jahre geben muss, um am Ende ein Meisterwerk abzuliefern.

Produktinformation

  • Format: Kindle Edition
  • Dateigröße: 139 KB
  • Seitenzahl der Print-Ausgabe: 44 Seiten
  • Verkauf durch: Amazon Media EU S.à r.l.
  • Sprache: Deutsch
  • ASIN: B0094EUJDQ
  • X-Ray:
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 2.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)
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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Jetzt und ehedem 5. Dezember 2012
Verifizierter Kauf
Witts Entwicklung vom kleinen Jungen, der vor der Familie dirigiert, über den ersten Fernsehauftritt beim Musikladen im Jahr 1982, bis zu den vielen musikalischen Misserfolgen, in denen sein Herzblut und unter anderem auch Geld steckte, und dem privaten Herzschmerz, der ihn auf neue Wege gebracht hat, ist in der Rückschau verfolgbar.
Diese Biografie hat mich dazu gebracht so manche LP und manches Video von Joachim Witt anzuhören, anzusehen, hinzuhören und hineinzudenken.
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2.0 von 5 Sternen Nichts was ich nicht schon wußte 25. November 2012
Von Conny
Verifizierter Kauf
Diese Biographie war sehr kurz und man erfuhr nichts was man nicht schon wußte oder nachsehen konnte. Schade !
Ich bin der Meinung, man kann sich das sparen.An dieser Biographie fehlt viel persönliches. Vielleicht hätte J. Witt sie selbst schreiben sollen.Mir wäre ein persönlicher Blick auf sein Leben lieber gewesen, als die Aufzählung der Stationen seiner Laufbahn, in diesem Buch.
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2.0 von 5 Sternen Joachim Witt 23. November 2012
Von Michael
Verifizierter Kauf
Ich mag Joachim Witt. Ich mag seine Musik. Ich habe auch sein Buch gelesen. Ich bleibe bei der Musik. Danke an den Autor.
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3.0 von 5 Sternen In der Kürze... 31. Oktober 2012
Von Lamprecht
Verifizierter Kauf
liegt die Würze. Hat sich zumindest der Autor hier gesagt. Mir fehlen ein wenig die Details, die es ermöglichen, den Werdegang zu verstehen. In unserer Zeit, wo 18-jährige Autobiographien verfassen, wäre da sicher mehr "Futter" für den interessierten Leser vorhanden. Schade, ich finde hier wurde eine Chance vertan, den Künstler seinen Fans näher zu bringen.
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen nur ein langer Werbetext 17. November 2012
Von Katharina
Verifizierter Kauf
Dieses Buch habe ich mir in der Kindle-Gratis-Aktion geholt und bin glücklich, dass ich für diesen Schrott, an den ich zwei Stunden meines Lebens verschwendet habe, kein Geld ausgeben musste.

Es ist furchtbar simpel geschrieben und trieft an jeder Ecke vor Lob über den "großen und bedeutenden Künstler" Joachim Witt. Es liest sich wie eine einzige, große Werbeanzeige, die das neue Witt-Album promoten soll. Völlig beschönigend und unreflektiert wird über das Leben Witts berichtet, jedes Album und jeder Song gelobt und der Charakter des exzentrischen Musikers wird ebenfalls niemals in Frage gestellt, obwohl hier und da ein tieferer, kritischerer Einblick wünschenswert gewesen wäre.

Ich hoffe (und gehe eigentlich auch fest davon aus), das neue Album von Witt floppt.
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