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Arcania: Gothic 4

von EuroVideo Bildprogramm GmbH
 USK ab 12 freigegeben
2.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (376 Kundenrezensionen)

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Hinweise und Aktionen

Plattform: PC | Version: Standard
  • Von GameStar.de nominiert als bestes Spiel der GamesCom 2010

  • Wir haben für Sie eine Liste mit Hersteller-Service-Informationen zusammengestellt, für den Fall, dass Probleme bei einem Produkt auftreten sollten, oder Sie weitere technische Informationen benötigen.

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Plattform: PC | Version: Standard



Informationen zum Spiel

  • Plattform:   Windows Vista / XP / 7
  • USK-Einstufung: USK ab 12 freigegeben
  • Medium: Computerspiel
  • Sprache: Deutsch, Deutsch, Englisch, Französisch, Spanisch, Italienisch, Deutsch, Englisch, Französisch, Spanisch, Italienisch, Deutsch
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Plattform: PC | Version: Standard
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  • Dieser Artikel: Arcania: Gothic 4

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Produktmerkmale

Plattform: PC | Version: Standard
  • JoWood Productions Software AG GOTHIC 4 - ARCANIA, VÖ: 10.10.2010/ System: PC/ Genre: Rollenspiel / RPG/ deutsche Version/ USK: 12/ Vollversion

Produktinformation

Plattform: PC | Version: Standard
  • ASIN: B002IIDSEC
  • Größe und/oder Gewicht: 19 x 13,5 x 1,4 cm
  • Erscheinungsdatum: 12. Oktober 2010
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 2.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (376 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 575 in Games (Siehe Top 100 in Games)

Produktbeschreibungen

Plattform: PC | Version: Standard

Produktbeschreibungen

10 Jahre sind seit dem Ende von Gothic 3 vergangen und die Welt hat sich verändert. Auch die Südlichen Inseln, der Schauplatz dieses Abenteuers, bleiben von den Ereignissen nicht verschont, und der Spieler muss als Namenloser Held viele Herausforderungen meistern. In einer lebendigen und aufwändig gestalteten Umgebung gilt es Entscheidungen zu treffen, die nicht nur die Zukunft der Südlichen Inseln, sondern vielleicht sogar der gesamten Welt beeinflussen werden.


Der Held der Geschichte sinnt auf Rache an den Fremden, die sein Heimatdorf zerstört haben

Alte Bekannte und neue Charaktere werden dem Helden zur Seite stehen oder versuchen, ihm auf seiner epischen Reise Steine in den Weg zu legen. Vor allen Dingen die Damen werden eine größere Rolle spielen. Wer weiß, möglicherweise werden sie dem Helden sogar Herz und Verstand verwirren? Aufregende Quests und herausfordernde Kämpfe gehören ebenso zu den Highlights wie Intrigen, Verrat und Ränkespiele. Wird der Namenlose Held auch diese gewaltige Aufgabe meistern?

Gameplay
Arcania - A Gothic Tale beruht auf einer Welt, die den Spieler einlädt, unzählige Sehenswürdigkeiten und Details zu erforschen. Unterschiedliche Klimazonen mit liebevoll ausgestalteter Pflanzen- und Tierwelt, unterirdische Verliese sowie Städte und Festungen mit einzigartiger Architektur warten auf den Entdecker. Wolken verdunkeln den Himmel und verschiedene Wettereffekte – wie z. B. Regen und Wind – beeinflussen die Spielwelt, die durch ihre fantastische Grafik, Tag- und Nachtwechsel und den bezaubernden Wechsel von Licht und Schatten stets fasziniert.


Er muss sich auf spannende Quests und herausfordernde Kämpfe ebenso gefasst machen ...

Untermalt wird all dies von stimmungsvoller Musik und hochwertigen Soundeffekten, die eine unvergessliche Atmosphäre für den Spieler schaffen. Unzählige Quests, herausfordernde Kämpfe, undurchschaubare Figuren sowie eine anspruchsvolle Story sorgen für viele Stunden aufregenden Spielspaß. Die Südlichen Inseln warten auf dich!

Hintergrund
Krieg liegt über den Südlichen Inseln wie ein ölgetränktes Tuch und macht auch vor Feshyr nicht halt, einem beschaulichen Flecken Land, weit draußen im Südlichen Meer. Als der Held der Geschichte in diese, seine Heimat, zurückkehrt, steht sein Dorf in Flammen. Die Fremden, die unter dem Zeichen des Adlers angriffen, entkommen und segeln davon.

Nun verlässt der Held seine zerstörte Heimat und sucht nach Rache. Doch schon bald erkennt er, dass hinter dem Angriff auf Feshyr weit mehr steckt als nur die Willkür einer finsteren Söldnerbande ... Eine böse Macht lauert an der Schwelle zur Welt. Der Held stellt sich dem Bösen entgegen, und er steht nicht allein: Eine geheimnisvolle, wunderschöne Dame ist fest mit seinem Schicksal verbunden, und ein Artefakt aus längst vergessener Zeit spielt eine gewichtige Rolle in dem grandiosen RPG-Abenteuer von JoWooD.


... wie auf Intrigen, Verrat und Ränkespiele

Die Gothic-Chroniken
Auf dem Höhepunkt ihres langjährigen und grausamen Krieges gegen die Orks, drohte die Streitmacht von König Rhobar II. an einem ganz profanen Problem zu scheitern - dem Mangel an hochwertigem und magischem Erz, unerlässlich für die edlen Klingen und strahlenden Rüstungen der Paladine, ihres Zeichens der Stolz der königlichen Armee.

In Windeseile wurde auf der Insel Khorinis, rund um die wertvollsten Erzlager, eine magische Barriere errichtet, in die Sträflinge, und waren ihre Taten auch noch so geringfügig, geworfen wurden. Tag und Nacht sollten sie schuften, um das Erz für die Armee zu gewinnen - und sie taten es auch, bis einer der ihren, ein namenloser Sträfling aus dem Herzen Myrtanas, unter den Augen des mysteriösen Dämonenbeschwörers Xardas eine grauenvolle Kreatur, genannt der Schläfer, niederstreckte und die Barriere zerstörte.


Allein schon sehenswert: die fantastische Darstellung von Flora und Fauna

Unter Tonnen von Geröll begraben, konnte nur Xardas‘ Magie den Helden retten, der sich in die Inselhauptstadt Khorinis aufmachte, um das sagenumwobene Auge Innos zu finden. Anfangs von Miliz, Bürgern und Paladinen skeptisch betrachtet, schuf er sich mit harter Arbeit und hehren Heldentaten einen Ruf, der seinesgleichen suchte. Und so war es nicht weiter verwunderlich, dass sein Stahl, sein Bogen und seine Kenntnis der Magie es letztendlich waren, die den untoten Drachen, Avatar von Beliar, dem Gott des Todes, zerschmetterten. Der Held, begleitet von seinen Getreuen, die er im Laufe der Abenteuer um sich geschart hatte, segelte Richtung Festland.

Dort traf er auf die kläglichen Überreste des einst mächtigen Reiches von König Rhobar II., das mittlerweile fast vollständig von den Orks überrannt war. Mit kluger Taktik, mit der Macht des Schwertes und den läuternden Flammen seiner Magie setze er dem Krieg ein Ende und hoffte auf ein geeintes Myrtana, in dem Orks und Menschen wenn schon nicht in Freundschaft, dann doch wenigstens in Frieden leben würden. Gemeinsam mit seinem mächtigen Mentor, dem scheinbar ewig lebenden Schwarzmagier Xardas, zog er sich in ein Exil jenseits der bekannten Sphären zurück.

Doch der Frieden währte nicht lange, als ein Mensch namens Thorus, der unter den Orks in die höchsten Ränge aufgestiegen war, diese erneut ins Feld führte, um die Herrschaft über Myrtana zu erlangen. Nur mit Mühe konnte der zurückgekehrte namenlose Held einen erneuten Flächenbrand verhindern, und schwor sich, das Reich ein für alle mal zu einen - um dies zu gewährleisten, krönte er sich schließlich selbst zum neuen Herrscher und nannte sich fortan "Rhobar III".

Features:

  • Große Außenareale
  • Verschiedene Klimazonen
  • Fantastische Darstellung von Flora und Fauna
  • Dynamischer Tag/Nacht-Wechsel mit fantastischer Beleuchtung
  • Echtzeit-Schattenberechnungen für die gesamte Spielwelt
  • Konsistente, bekannte und glaubwürdige Charaktere
  • Hoher Stellenwert arkaner Fähigkeiten (Zauber etc.)

Voraussetzungen
Windows XP / Vista; Intel Pentium IV 3,2 GHz / AMD Athlon 3500+; 1 GB RAM (Windows XP) / 1,5 GB RAM (Windows Vista); ca. 10 GB freier Festplattenspeicher; 6x DVD-ROM-Laufwerk; DirectX 9.0c oder höher; Grafikkarte: ATI 1800XT, Shader Model 3, 256 MB Nvidia 6800, Shader Model 3, 256 MB; DirectX 8.1 kompatible Soundkarte

Arcania Special Edition
Arcania Special Edition

Die Special Edition enthält:

  • Lederbox-Verpackung: Mit Folienprägung des Logos, verspiegelter 3D-Kristall im Logo
  • Storybook „The Cleaved Maiden“: Edler Einband in Lederanmutung mit Prägung. Ca. 44 Seiten.
  • Artbook: Kunstledereinband, geprägt. Druck auf hochwertigem Papier im Mittelalter-Stil. Ca. 72 Seiten.
  • Stoff-Landkarte: Ca. 42 x 30 cm – farbiger Druck mit Kontur-Stanzung.
  • Soundtrack: Audio-CD in Kartonstecktasche
  • Aufkleber: DIN A6-Aufkleber mit Logo „ArcaniA – Gothic 4“
  • Poster: Großes DIN A3-Poster, gedruckt auf hochwertigem Papier
  • Produktbeschreibungen

    ArcaniA - Gothic 4 beruht auf einer Welt, die den Spieler einlädt, unzählige Sehenswürdigkeiten und Details zu erforschen. Unterschiedliche Klimazonen mit liebevoll ausgestalteter Pflanzen- und Tierwelt, unterirdische Verliese sowie Städte und Festungen mit einzigartiger Architektur warten auf den Entdecker. Wolken verdunkeln den Himmel und verschiedene Wettereffekte wie z. B. Regen und Wind beeinflussen die Spielwelt, die durch ihre fantastische Grafik, Tag- und Nachtwechsel und den bezaubernden Wechsel von Licht und Schatten stets fasziniert. Unzählige Quests, herausfordernde Kämpfe, undurchschaubare Figuren sowie eine anspruchsvolle Story sorgen für viele Stunden aufregenden Spielspaß. Die Südlichen Inseln warten auf dich!FEATURES:- Eine epische Geschichte, die sich über zahlreiche Quests erstreckt: Du überwindest deine niedere Herkunft und enthüllst die mysteriösen Hintergründe des Landes.- Eine realistische, lebende und atmende Welt voller spannender Personen und faszinierender Landschaften.- Ein komplexes Kampfsystem mit Sonderattacken: Das intuitive System bietet eine schrittweise ansteigende Lernkurve und entwickelt sich zu einem komplexen Kampfmodell.- Ein ausgeklügeltes handwerks- und Rüstungssystem erlaubt es dir, genau die Ausrüstung herzustellen, die du für die kommenden Kämpfe gegen die adaptive KI brauchst.

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    Kundenrezensionen

    Die hilfreichsten Kundenrezensionen
    499 von 514 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
    Von Stefan T. TOP 500 REZENSENT
    Platform for Display:PC| Edition:Standard|Von Amazon bestätigter Kauf
    Spaß:   
    Wie erwartet gibt es zu "ArcaniA - Gothic 4" bereits kurze Zeit nach Erscheinen eine übergroße Auswahl an Rezensionen. Die Gesamttendenz der Bewertungen spricht dabei eine deutliche Sprache und kann meiner Ansicht nach von potentiellen Käufern guten Gewissens beachtet werden - auch wenn viele der extrem positiven und auch der vernichtend negativen Rezensionen nicht annähernd objektiv zu sein scheinen.

    Ich selbst habe "ArcaniA" trotz einigen Unbehagens nach den letzten Teilen der Reihe vorbestellt und vor Spielbeginn keine Rezensionen, auch nicht von Fachzeitschriften, gelesen, um möglichst unbeeinflusst berichten zu können. Um das Fazit vorwegzunehmen: Fairerweise hätte Publisher JoWood den Namen "Gothic" tatsächlich aus dem Titel streichen sollen. Das wäre zwar schon beim katastrophalen Add-On "Götterdämmerung" zum bestenfalls durchschnittlichen "Gothic 3" angebracht gewesen, bei "ArcaniA" erinnern jedoch höchstens winzige Spurenelemente an einen der größten Klassiker der deutschsprachigen Rollenspielgeschichte.

    Dabei hat sich das Programmierteam von Spellbound merklich bemüht. Zwar verlief die Installation bei mir ein wenig holprig (zwischendurch denkt man mehrfach, das Programm wäre abgestürzt), danach gibt es aber einiges zu bewundern. Das beginnt beim wie immer grandiosen Soundtrack, der im Spiel durch eine fantastische Geräuschkulisse und großteils sehr gute Synchronsprecher ergänzt wird. Auch die Grafik ist wunderbar gelungen und wirkt wie aus einem Guss, sehr gute Wetterwechsel inklusive. Technisch ist - heute leider keine Selbstverständlichkeit mehr - ebenfalls alles im grünen Bereich. Auf meinem System waren keinerlei Abstürze und Performance-Probleme zu verzeichnen. Vereinzelt gibt es zwar Grafik- und Clippingfehler, diese sind aber zu verschmerzen. Auch die eingeblendeten Texte sind weitgehend fehlerfrei, lediglich auf den Ladebildschirmen passen sie bei mir zeitweise nicht ganz ins Bild. Sagenhaft sind übrigens die kurzen Ladezeiten - Respekt dafür an die Programmierer. Die Hintergrundgeschichte selbst kommt nach etwas zähem Tutorial ganz gut in Fahrt, wird zwischenzeitig allerdings ziemlich wirr. Ein Wermutstropfen ist die relativ kurze Spielzeit. Der neue Held (natürlich wieder namenlos) ist zwar ganz gelungen, besitzt aber nicht die sympathisch-kauzige Art seines Vorgängers (zumindest in Teil 1-3). Das Treffen mit alten Bekannten wirkt etwas zu gezwungen und aufgesetzt, sorgt aber für einen großen Nostalgiebonus. Eine sinnvolle Erweiterung wurde mit Minimap inklusive Quest-Anzeige zwar integriert, leider aber ziemlich halbherzig umgesetzt.

    Viel mehr Positives ist leider nicht anzumerken. Hauptgrund dafür ist sicherlich für viele (so auch für mich), dass das Spiel eben "Gothic" im Titel trägt und sich damit mit den legendären Vorgängern messen muss. Problematisch ist dabei, dass gerade einige der größten Tugenden der ersten beiden Teile gestrichen wurden, während aus Kritikpunkten von Teil 3 offensichtlich wenig gelernt wurde.

    Das gilt vor allem für das neuerlich ziemlich misslungene Kampfsystem, das in stupides Dauergeklicke ausartet. Dennoch sind die Kämpfe sehr leicht gehalten, zudem wird der Held rasend schnell mächtiger, sodass ein Ausflug in eine Höhle keine große Herausforderung ist. Letztlich ist auch die Spielwelt trotz ihrer Einteilung in relativ überschaubare Gebiete wieder ein wenig zu groß ausgefallen - es gibt daher einige Längen, die aber nicht allzu sehr stören, da die Gegend zumindest optisch sehr schön umgesetzt wurde. Unschön sind dafür die vielen unsichtbaren Grenzen - man kann nicht nur später vorgesehene Gebiete nicht betreten, auch ein kleiner See ist mangels Schwimmkenntnissen ein unüberwindliches Hindernis, ebenso kniehohe Felsen. Eine Rückkehr in bereits besuchtes Terrain ist übrigens möglich, aber kaum jemals nötig. Extrem vereinfacht wurde die Charakterentwicklung. Lehrer gibt es keine mehr, Erfahrungspunkte werden nach einem Stufenaufstieg auf diverse Skills verteilt. Erinnert an andere Rollenspielserien, ist aber längst nicht so elegant und umfassend gelöst, wie man sich das gewünscht hätte. Eine zu geringe Auswahl an NPC-Designs und fehlende Mimik bei manchen Figuren kann man zwar verschmerzen, zeugen jedoch deutlich davon, dass die Spielentwicklung vermutlich ein wenig überambitioniert angegangen wurde.

    Die erwähnten Punkte sind zwar keinesfalls zu vernachlässigen, aber in meinen Augen nicht so dramatisch wie drei andere Änderungen, bei denen ich einfach nicht verstehe, was sich das Team dabei gedacht hat. Das größte Manko davon ist - zumindest für mich - der im Vergleich zu früher wesentlich zurückgeschraubte Realismus. So ist es jetzt ohne Probleme möglich, die Truhe des Besitzers in dessen Anwesenheit zu plündern. Geradezu absurd ist es, wenn man einem Händler auf diese Weise die vor seinen Augen gestohlenen Waren zurückverkauft. So etwas sollte es in einem Rollenspiel einfach nicht geben. Auch können im Optionsmenü "Rollenspiel-Aktivitäten" aktiviert werden. Hier kann man sich also aussuchen, ob man sich in Betten legen, Kessel benutzen oder Schwerter schleifen will. Leider hat die Aktivierung aber keine praktische Funktion, zwar kann man sich danach an ein Lagerfeuer setzen, Fleisch braten kann man allerdings nicht. Wozu diese Funktion überhaupt nötig ist, wissen wohl nur die Programmierer. Damit geht ein weiterer Realismusverlust einher: das Crafting-System wurde so weit wie nur irgend möglich vereinfacht. Um das erwähnte Fleisch zu braten braucht man also kein Lagerfeuer mehr, sondern nur das entsprechende Rezept und die passenden Zutaten, dann reichen zwei Klicks. Gleiches gilt fürs Schmieden und die Alchemie. Hier ist es wohl wirklich besser, "Rollenspiel-Aktivitäten" zu deaktivieren, dann braucht man sich wenigstens nicht immer zu fragen, wozu im Dorf ein Amboss herumsteht, den man zwar gebrauchen, aber nicht benutzen kann. Ein Tag-Nacht-Wechsel ist zwar integriert, hat aber keinerlei Auswirkungen auf das Spiel. Alle NPCs sind Tag und Nacht ansprechbar und an ihrem Arbeitsplatz, dazu kommt, dass man selbst auch zur "Nachtarbeit" verdammt ist, da beim Schlafen in Betten die Zeit nicht schneller vergeht. Auch ein Rufsystem oder ähnliches ist nicht vorhanden, noch dazu ist es nicht möglich, Charaktere anzugreifen, wenn das Programm das nicht vorsieht. Wozu wird man beispielsweise in der Kneipe gewarnt, "ja keinen Ärger zu machen", wenn das sowieso nicht möglich ist? Stehlen aus Truhen hat keine Konsequenzen, Taschendiebstal wurde gestrichen und Angriffe auf NPCs richten keinen Schaden an...

    Die zweite, eigentlich ebenso schwerwiegende Veränderung ist das gestrichene Fraktionssystem. Man kann sich keiner der im Spiel für die NPCs vorhandenen Gilden anschließen. Dadurch fällt es schwer, sich mit einer Seite zu identifizieren und es geht sehr viel an Tiefgang verloren. In Verbindung mit dem an einzelne "Levels" erinnernden Aufbau der Spielwelt führt das auch zu einem praktisch nicht vorhandenen Wiederspielwert.

    Auf diesen Wiederspielwert wirkt sich auch der dritte Punkt dieser Aufzählung negativ aus. Handlungen in der "Gothic"-Welt haben keinerlei Auswirkungen mehr. So ist es im Rahmen der Haupt-Quest zwar gelegentlich möglich, sich eines Problems auf die eine oder andere Art aufzunehmen, spürbare Konsequenzen gibt es aber nicht. Auch die Questgeber erwähnen die Lösung des Spielers maximal in einem Nebensatz. Eine Rückkehr zum Questgeber ist übrigens nicht wirklich nötig, da man für die Vollzugsmeldung keine Erfahrungspunkte mehr erhält.

    Mit diesen Ungereimtheiten und Schwachpunkten hätte es das Programm wohl auch unter anderem Namen sehr schwer. Was neben dem fehlenden, berüchtigten "Gothic-Feeling" noch auffällt: an vielen Ecken und Ende wirkt das Programm trotz weitgehender Bug-Freiheit einfach unfertig. Hinweise darauf sind die beschriebene "Rollenspielelemente-Funktion", die kurze Spielzeit, die stellenweise vorkommenden doppelten Charaktermodelle, das hastig zusammengeschustert wirkende Aufstiegssystem, der Mangel an alternativen Lösungsmöglichkeiten und eine oft unangenehm störende Abwesenheit von Logik und Schlüssigkeit. Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass das alles genauso geplant war - eventuell hatte es JoWood mal wieder eiliger als gut für das Spiel war.

    Der Meinung vieler Mitrezensenten, "Risen" wäre eigentlich das viel bessere, weil authentischere "Gothic 4" muss man sich insgesamt leider vorbehaltlos anschließen. Aber auch ohne die "Veteranenbrille" sind die dargelegten Mängel meiner Ansicht nach einfach zu groß, um mehr als 2 Sterne zu vergeben. Eventuell können Spieler mit emotionaler Bindung an die Vorgänger noch einen Stern abziehen, absolute "Gothic"-Neulinge einen addieren. Aber auch für sie dürfte das Spielerlebnis maximal durchwachsen sein.
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    271 von 294 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
    Was soll das? 15. Oktober 2010
    Von pb_play
    Platform for Display:PC|Edition:Standard
    Spaß:   
    Wie so viele der bisherigen Kommentartoren bin auch ich Fan der ersten Stunde.

    Kurz zu den Vorgängern: Gothic 1 und besonders Gothic 2 inkl. Nacht des Raben gehören definitiv zum besten, was im Bereich Rollenspiele bisher veröffentlich wurde. Das zeigt sich umso deutlicher, wenn man die ersten beiden Teile mit ihren Nachfolgern (!) vergleicht (auch was das Feedback z.B. bei Amazon angeht). Leider war es schon beim 3 Teil so, dass man den unfertigen Titel auf den Markt brachte und die Community ihn dann mit Leben füllen musste; was dank einer tollen Gemeinschaft sehr gut gelang. Mit Götterdämmerung hat man diesen engagierten Fans dann offen ins Gesicht gespuckt. Es ist mir übrigens unbegreiflich, dass diese völlig unspielbare Katastrophe noch immer vertrieben wird (ein zugesagter, umfangreicher Patch wurde-einmal mehr- einfach nie nachgeliefert).

    Gothic 4: Grafik, Soundtrack und Synchronisation wurden an dieser Stelle ja schon diverse Mal gelobt. Und das zu Recht.
    Nach meiner Meinung wiegen die Nachteile aber deutlich schwerer. Die Spielwelt ist ein Gefängnis voller Schlauchlevel. Weiter kommt man nur geradeaus, entlang einer starr vorgegebenen Geschichte. Story und Handlung sind derart linear, dass es an einen Animationsfilm grenzt- man kann keinerlei Einfluss auf den Verlauf der Geschichte nehmen (alternative Entwicklung usw.)- ein zweites Mal zu spielen hätte also gar keinen Sinn. Dialoge sehen so aus, dass man (meist nur eine) Gesprächsoptionen anklickt und die Animation dazu laufen lässt; inhaltlich erfährt man in aller Regel nichts, was nicht sowieso lang und breit im Questlog steht. In den Vorgängern konnte man zum Teil klettern, schwimmen, tauchen... der aktuelle Held hat es nie zum Seepferdchen gebracht, entsprechend stellt knietiefes Wasser für ihn ein tödliche Gefahr dar. Ständig stößt man auf unsichtbare Wände, kleine Felsen stellen zum Teil unüberwindliche Hindernisse dar. Das nervt!
    Die Interaktion mit der Umgebung beschränkt sich auf das Nötigste: totschlagen und aufsammeln. Läuft man mit gezückter Waffe durch Siedlungen, gibt es keine Reaktion. Man kann beliebig in die Häuser der Bewohner spazieren und vor ihren Augen alles klauen (viel hat eh keiner), ohne dass etwas passiert. Keine Gilden, keine Lehrer, keine Charaktere, mit denen man sich "anfreundet". Die Wildnis ist über weite Strecke undbelebt, und wenn man doch Getier trifft, ist es einem immer hoffungslos unterlegen. Das ist nicht authentisch und demotivierend und ließe sich leider beliebig fortsetzen...

    Wie kann der 4 Teil einer Serie soviel schlechter sein als seine Vorgänger? Wie kann es sein, dass man alles identifiziert, was Gothic ausmacht, um es dann WEGZULASSEN? Ich weigere mich zu glaube, dass man ein super Rollenspiel bis zu Sinnlosigkeit vereinfachen muss, wenn man Massenerfolg haben will. Gothic wurde wegen seiner Liebe zum Detail groß und wegen seiner relativen Komplexität- darauf sollte man aufbauen, wenn man weitere Menschen für das Game begeistern will!

    Mir bleibt nur zu hoffe, dass dieses Spiel finanziell floppt- den nur diese Sprache verstehen die Entscheider: wenn die Kunden ausbleiben denkt man vielleicht doch nochmal nach.
    War diese Rezension für Sie hilfreich?
    284 von 310 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
    Tiefpunkt 18. Oktober 2010
    Platform for Display:PC|Edition:Standard
    Spaß:   
    Ich bin kein eingefleischter Fan der ersten Stunde. D.h., ich spiele Gothic zwar seit Teil 1, empfinde die Serie aber weder als "genial", "brillant" noch eines der anderen beliebten Adjektive rollenspielerischen Überschwanges. Gothic war solide Unterhaltung mit mehr oder minder großen Schwächen in Sachen Story, Technik und Gameplay. Die alten Teile haben mich allerdings nie gelangweilt. Was ich von Arcania leider nicht behaupten kann.

    Womit ich sagen will: Auf enttäuschter Liebe beruht meine Abneigung nicht.

    Gothic 4 vereint einfach das Schlechteste aus diabloartigen Hack and Slays (unmaskierte FedEx-Questen, lauer Plot und schnarchige Dialoge, denen es vollständig an Relevanz fehlt) und Gothic 1 - 3 (geringe Anzahl unterschiedlicher Rüstungen, geklonte NPCs von zudem eigenartigen Proportionen, gefühlte drei Millionen unterschiedliche Zutaten, die zu sammeln und craften es regelmäßig aber nicht lohnt).
    Will sagen, wenn ich Aufgaben nach dem Prinzip "Sammele 15 Y-Pilze, erschlage 15 X-Wölfe und poliere die 36 Glatzen der Mönchsadepten des Klosters Z" vorfinde, dann erwarte ich wenigstens als "Gegenleistung" ein Spiel, das mir in Punkto Charakterentwicklung und Ausrüstung sowie Gegnervariationen Abwechslung bietet (wie der Klassiker Diablo). Wenn ich letzteres nicht bekomme, will ich eine dichte, originelle Story, bei der ich einen Bezug zu meinem Charakter und idealerweise den NPCs herstellen kann (wie bei Planescape Torment). Zur Not lasse ich mir auch eine riesige Spielwelt (wie bei Oblivion oder zuvor Morrowind) gefallen, in der ich gehörig Unfug anstellen kann. Ideal wären alle drei Elemente geichzeitig, notwendig ist aber *zumindest* eins.

    Hinsichtlich der hier bei Amazon zu findenden Kommentare, was solle die Meckerei, im Grunde basiere doch jedes RPG und jede darin enthaltene Queste auf dem "Töte X, besorge Y"-Prinzip: Stimmt.

    Aber entsprechend abstrahiert basiert auch jede Geschichte auf der Idee des "Überwindens von Hindernissen". Selbst ein wenig konkreter liegt die Grundstruktur der "Heldenreise" nahezu jedem Fantasyplot zu Grunde. Trotzdem habe wir das Gefühl, immer neue Abenteuer zu erleben.

    Es geht also darum, die jeweils gleichen Erzählgerüste derart mit Details zu "verkleiden", dass sie nicht mehr zu Tage treten. "Finde heraus, warum sich der Außenposten nicht mehr meldet" oder "Töte 5 Skelette, die den Außenposten getötet haben" als unterschiedliche Aufhänger für exakt die gleiche Mission wären ein (denkbar einfallsloses) Beispiel und trotzdem sieht man recht deutlich, warum eins von beiden besser funktioniert als das andere.

    Noch ein Detail zur fehlenden Abwechslung: Dass jede Höhle (und deren obligatorische Goblin-/Orkpopulation) bis auf die Farbgebung nicht nur identisch aussieht, sondern regelmäßig vergleichbar aufgebaut ist (es gibt jeweils am Ende der Höhle einen Shortcut zum Anfang zurück ... eigentlich eine nette, hier leider nur überstrapazierte Idee) verkrafte ich bei einer gigantischen Spielwelt wie Oblivion ohne zu klagen. Irgendwoher muss der Content ja kommen. Aber bei einem (in 2 Tagen ohne Anstrengung durchzuspielenden) völlig linearen Spiel wie Gothic 4...?
    Dass es gefühlte 3-4 männliche und weibliche NPC-Gesichter auf mehr oder minder identischen Körpermodellen (fett/schlank , m/w) gibt, denen jeweils nur andere Frisuren, Rüstungen und Stimmen verpasst wurden, erinnert ein wenig an Monty Pythons - ist nur eben nicht zum Lachen.

    Ähnliche Ödnis erzeugt es, wenn ich gegen die 8. Farbvariante von Blutfliege kämpfen muss oder die 9. Snapper-Variation versucht mir in den Hintern zu beißen (letzteres erledige ich schon selbst, weil ich 2 Tage mit Gothic 4 statt meiner Familie verbracht habe).

    Gerade überlege ich, was ich in letzter Zeit (im weitesten Sinne des Begriffs) gespielt habe und woran ich mehr Spaß hatte.

    - Dragon Age: Origins (2 x)
    - Drankensang (plus Fluss der Zeit)
    - Fallout 3
    - Mass Effect 2 (2x)
    - Oblivion
    - The Witcher
    - Two Worlds
    - Venetica

    Bitter, denn auf der Liste taucht das ein oder andere nicht wirklich gute Spiel auf, in dem sich die o.g. Kritikpunkte ebenfalls finden.

    Nur eben nicht alle auf einmal ...

    Cheers,
    Volker

    P.S.: Technisch kann ich mich übrigens nicht beklagen. Absturz- und bugfrei durchgespielt - ebenfalls ein Gothic-Novum für mich. ;-)
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