Beurteilung:
C.L. Moore scheint einen ganz besonderen Faible für fremde, bizarre, düstere Welten zu haben, in die Jirel reisen muss oder versetzt wird. Über das Land Joiry, in dem Jirel eigentlich lebt, erfährt man leider so gut wie gar nichts. Da die fremden Welten aufgrund des Platzes nur Fragmentweise beschrieben werden, fühlt sich der Leser nirgendwo wirklich zuhause.
Nur die letzte Geschichte rund um Hellgard ist wirklich als „gut" zu bezeichnen. Sie ist so packend geschrieben, dass man förmlich mit Jirel zittert, weil man ja, ebenso wie sie, weiß, was als nächstes kommt.
Fazit:
Wer eine kämpferische, rothaarige Frau mag, die ständig in düsteren Welten herumreist und dort meist böse Magiere besiegen muss, ist mit „Jirel, die Amazone" bestens bedient. Freunde von Horror werden aber enttäuscht sein.