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Die Geschichte spielt in einer fiktiven Version der jüngsten Vergangenheit, in der eine repressive japanische Regierung die "Sekte" bekämpft, eine gewalttätige revolutionäre Organisation, die junge Mädchen -- "Rotkäppchen" genannt -- als Kuriere einsetzt. Während einer Razzia zögert der Polizeibeamte Kazuki Fuse, eines dieser Rotkäppchen, Nanami Agawa, zu töten. Dieses jagt sich daraufhin mit einer Bombe selbst in die Luft. Während sich Fuse einer Umschulung unterzieht, begegnet er Nanamis älterer Schwester Kei. Zwischen beiden entsteht eine seltsame Romanze. Bald sehen sich die beiden in einem Geflecht aus Komplott und Gegenkomplott gefangen, das mit der Möglichkeit spielt, Fuse könne ein "Wolf" sein, Mitglied einer geheimen Clique innerhalb der Capitol Police.
Jin-Roh ist in einem Stil gezeichnet, der an die populären Erwachsenen-Comics von Jean "Moebius" Giraud erinnert. Okiuras geschickter Schnitt und seine beeindruckenden Bilder gehen weit über die begrenzten Möglichkeiten der Animation hinaus. Obschon sich der Anime-Film im Westen zunehmender Beliebtheit erfreut, kommt es äußert selten vor, dass ein japanischer Trickfilm auch nur eine begrenzte Veröffentlichung in den Kinos bekommt. Jin-Roh, ein düsterer, schwermütiger Film von außergewöhnlicher Kraft, ist dieses Kunststück gelungen. Er hat es verdient, von einem noch größeren Publikum gesehen zu werden. --Charles Solomon
Der Film selbst gehört innerhalb dieses Genres zu den Highlights der letzten Jahre. Sehr düster und in seiner Handlung recht beklemmend schildert er fiktive Ereignisse in einem alternativen Nachkriegsjapan. Im Zentrum des Geschehens steht der Konflikt zwischen einer revolutionären bzw. terroristischen Gruppe und der staatlichen Exekutive, insbesondere der dem Film den Namen gebenden Spezialeinheit der sogenannten Wolfsbrigade (Jin Roh). Stellvertretend für diese stehen die beiden Schicksale eines Brigade-Officers und einer dem revolutionären Extremistenlager zugehörigen Frau, welche sich unlösbar miteinander verstricken. Dem hierdurch unausweichlich resultierenden Konflikt wird nach typisch klassisch japanischen Kodizes beigegangen, eine Tatsache, die mehr Anlass für Tragik als für Hoffnung gibt, und obwohl beide Gefühle den Zuschauer den Film hindurch begleiten, kann am Ende nur eins triumphieren.
Der Film besitzt sowohl laute als auch leise Töne, was heißt, dass sowohl Action geboten als auch ausfühlich auf die Studie der beiden Hauptcharaktere eingegangen wird. Und letztendlich lebt für mich der Film hauptsächlich aus der Komplexität und Undurchschaubarkeit der Personen sowie der Darstellung einer nicht gerade erstrebenswerten Gesellschaft, während Action und das düstere Outfit der Spezialeinheit eher nettes Beiwerk sind, das der Atmosphäre das Tüpfelchen auf dem i verleiht.
"Jin Roh" ist keine leichte Kost, nicht einmal für Freunde des Anime, obgleich echte Animaniacs an diesm Film nicht vorbei kommen können. Es lohnt sich in jedem Fall, ihn gesehen zu haben, und wenn er einem anschließend zugesagt hat, ist diese Box sicherlich genau das richtige für den heimischen Genuss.
Es ist Nacht und eine einigermaßen harmlose Demonstartion nimmt eine überraschende Wende, als plötzlich vor den Füßen einiger Polizisten eine Brandbombe explodiert. Doch durch Vorahnungen der Verantwortlichen wurden vorsichtshalber mehrere Schwadrone der Panzercops in den Untergrund geschickt. Ihre Aufgabe ist es, die Kanalisation zu sichern und vor allem weitere Mitglieder der aufrührerischen "Sekte" ausfindig zu machen. Es dauert auch nicht lange bis sie die Männer der Sekte hören bzw. sehen, sowie ein Mädchen, die für Demonstrationen gerne als Botinnen gebraucht werden. Sie versucht zu entkommen, bis sie in der Dunkelheit 2 rotglühende Augen sieht. Angst und Verzweiflung stehen dem Mädchen ins Gesicht geschrieben und sie zündet eine verbliebene Bombe die den Polizisten fast mit in den Tod gerissen hätte. Dieser muss sich dann mit dem Untersuchungsausschuss und seinen Kameraden auseinadersetzten, weil diese wissen wollen, warum er gezögert hat und das Mädchen nicht erschossen hat. Doch den Polizisten plagen Zweifel, dass er das Mädchen durch seine bloße Anwesenheit umgebracht hat und er versucht mehr über sie herauszuzufinden. Dabei bittet er seinen Freund, der im Büro arbeitet um Hilfe. So erfährt er wo die verstorbene Nanami Agawa bestattet ist. Am Grab angekommen trifft er ihre Schwester die verblüffende Ähnlichkeiten mit ihr hat. So hat Fuse wenigstens die Möglichkeit sein gewissen ein wenig zu beruhigen. Mit der Zeit gerät Kazuki Fuse jedoch immer mehr in Probleme, was auch Grund der freundschaftlichen Beziehung zu Kei ist und sein Verhältnis zu der Schwester des ehemaligen Sektenmitgliedes. Er kann kaum noch Entscheidungen treffen und ist gefangen in seinen Tagträumen und Phantasien, doch das Augenscheinliche verbirgt oft mehr, als unter der Oberfläche verborgen liegt.
Es ist sehr schwer über diesen Anime zu berichten, ohne gleich den Augang der Geschichte vorwegzunehmen, daher wäre jedes weitere Wort an dieser Stelle zwar nicht überflüssig, aber doch unnötig, vor allem wenn man die Spannung dieses Filmes, aufrechterhalten will. Jedoch muss ich noch sagen, dass die Geschichte noch einige unerwartete Wendungen hat und den Zuschauer in seinen Bann zieht. Es ist ein Anime ohne Happy End. Es wird keine Patentlösung geboten, sondern vielmehr nur eine der vielen Möglichkeiten erzählt, die Geschichte zu beenden. Auch wenn dieses Ende den meisten Zuschauern wahrscheinlich nicht gefallen wid.
Es ist ein sehr düsterer Anime, nicht nur im Bezug auf die Farbgebung und die Jahreszeit (die Geschichte spielt im Februar) und mehr als einmal bleibt dem Zuschauer das Lachen im Halse stecken, da auch eingeworfene witzige Bemerkungen nicht über die gedrückte Stimmung hinwegtäuschen können. Nichtdestotrotz ist es ein wirklich herausragender Anime, den ich ohne Bedenken jedem nur empfehlen kann. Die Animationsqualität ist sehr gut und der Soundtrack unterstreicht die Tragik der Geschichte wirklich gut.
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