Der zweite Band der weltberühmten Jim-Knopf-Saga ist noch mehr richtiges Abenteuer als der erste: die Erfindung des Perpetuum Mobile, rasante Manöver mit der fliegenden Lokomotive, dramatische Szenen an den Eisenklippen, das magische Sankt-Elms-Feuer, die Piraten, die alle genau gleich aussehen, der riesige böse Drache Frau Malzahn - dagegen war Scheinriese Herr Tur Tur aus Band eins ja wirklich jene nette Erscheinung, als die er sich bei näherer Betrachtung tatsächlich herausstellte.
"Jim Knopf und die wilde 13" wird Jungs wohl ein bisschen mehr fesseln als Mädchen, weil es im Buch doch eher um Technik, Erfindungen, große Abenteuer und große kleine Helden geht. Die Welt, die Michael Ende aufbaut, ist einfallsreich, ungewöhnlich, phantasievoll, schlicht grandios.
Als ich zehn Jahre alt war, habe ich dieses Buch so oft hintereinander weggelesen, dass mein Vater mir es irgendwann wütend aus den Händen riss, weil ich meine Schulaufgaben vernachlässigte und nicht den ganzen Tag lesend auf dem Bett liegen sollte. Aber ich habe das Buch dann doch schnell wieder aufgestöbert. Ganz oben, hinter der obersten Tür im Wohnzimmerschrank...