Der Bandname ist ein Omen: Jewrhythmics. Zwei musikalische Welten prallen aufeinander, wie sie unpassender nicht sein könnten. Da blippern und gurgeln die Synties von stampfenden Digital Drums getaktet wie in den schlimmsten 80er Jahren bei den Schwarzglänzende-Lederjacken-Gangs - und da hinein ertönt der an Zwischentönen so überreiche Gesang der jiddischen Tradition(en). Diese Kontrastästhetik von Maschinen und lebendiger Stimme (und manchmal auch von "echten" Instrumenten) erzeugt eine innere Spannung, die selbst eingefleischten Fans von "hand made music" Bewunderung abverlangt. Denn irgendwie klingt das immer stimmig - und schon erwischst du dich beim Mitwippen. Ja, tanzflächentauglich ist das auch, was die Jewrhythmics auf ihrem Album "Serving the Chosen" dem Publikum vorlegen. Und neugierigen Soundbastlern wird im Booklet auch verraten, mit welchem zumeist fast prähistorischen elektronischen Klangerzeugern die Band aufspielt. Fazit: Dieses Album dürfte bei Verehrern ausgefallener Klangkost gut ankommen. Tune in.