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Produktinformation
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Die vier Hauptpersonen sind Typen, gleichzeitig aber auch unverwechselbare Individuen. Onegin ist ein junger Petersburger Dandy mit der vor der Zeit gealterten Seele und unfähig, andere zu lieben. Eine Erbschaft macht ihn zum Gutsbesitzer. Lenski, sein junger Nachbar, ist ein romantischer Möchtegern-Dichter. Ihnen gegenüber zwei Frauen: Tatjana, naiv und verträumt, sie verliebt sich Onegin, und ihre bodenständige Schwester Olga. Die Eifersucht Lenskis und sein sinnloser Tod im Duell mit Onegin beenden jäh die schöne, nicht ganz stimmige Vierer-Konstellation. Olga tröstet sich überraschend schnell, heiratet wieder. Auch Tatjana heiratet schließlich, einen General. Als sich Onegin jetzt in sie verliebt, ist es er, der abgewiesen wird, obwohl Tatjana ihn noch immer liebt.
Alexander Puschkin lebte von 1799 1837. Der russische Nationaldichter gilt als Begründer der modernen russischen Kunstprosa. Er ist ein Wegbereiter des Realismus und war der westeuropäischen Literatur zugetan. Puschkin starb an den Verletzungen eines Duells.
Interessant, auch ein bisschen gewagt wurde hier der Roman bearbeitet: Klassische Literatur verbunden mit moderner Ästhetik. Die Collage aus Klangelementen, Alltagsgeräuschen, kunstvollen Versen und dem leitmotivisch eingesetzten Rahmen von Puschkins Schreibsituation, mit Federkiel und Gesprächsfetzen mit sich selbst und seiner Bediensteten, irritiert ein wenig und lässt aufhören. Ausgiebig wird mit den Elementen von Verfremdung und Wiederholung gespielt. Das Zerrüttete der nicht mehr heilen Welt, Schein und Illusion werden so deutlich wahrnehmbar.
Unter der Regie von Peter Rothin ist ein aufregendes Hörspiel entstanden, das kein bisschen klassisch, im Sinne von fade oder langweilig klingt. Rothin sammelte an den Originalschauplätzen in St. Petersburg Aufnahmen. Diese Atmosphäre und die Stimmen der erstklassigen Sprecher wie Michael Maertens (Puschkin), Ulrich Matthes (Onegin), Lena Stolze (Tatjana) u.v.a. entführen in Puschkins poetische Welt und in das Russland des 19. Jahrhunderts. Hörspiel mit Musik, Spieldauer: ca. 118 Minuten, 2 CD. Mit Booklet.
-- culture.text -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.
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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Beste deutsche Übersetzung,
Rezension bezieht sich auf: Jewgeni Onegin: Roman in Versen (insel taschenbuch) (Taschenbuch)
Zur Qualität des Originaltextes braucht man nichts zu sagen, zu derjenigen der Übersetzung schon: Es ist die beste deutschsprachige Ausgabe, die derzeit greifbar ist, meines Erachtens übertrifft sie in ihrer subtilen und zugleich sehr volkstümlichen Humoristik sogar die von Peter Urban. Einmal durchlesen - und gleich wieder von vorn beginnen!
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Spannende Hörspielfassung von Puschkins Klassiker,
Von ino_w (Österreich) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Jewgeni Onegin, 2 Audio-CDs (Audio CD)
Regisseur Peter Rothin lässt in seiner gelungenen Hörspielfassung Puschkin selbst seinen 1830 entstandenen Versroman über Jewgeni Onegin erzählen: Schon zu Beginn hört man Puschkin (gesprochen von Michael Maertens) an dem Roman schreiben und die Geschichte wird - dank der gut geführten Regie - gleichsam vor seinem und dem geistigen Auge des Zuhörers lebendig:Gelangweilt vom müßigen Leben in Petersburg macht sich der junge Adelige Jewgeni Onegin (Ulrich Matthes) begierig auf Abwechslung und Abenteuer zum soeben, von seinem verstorbenen Onkel, geerbten Landgut auf. Dort lernt er den jungen Dichter Vladimir Lenski (Peter Davor) kennen, der ihm von seiner Jugendliebe Olga Larin erzählt. Schon bald stellt er Onegin den beiden ungleichen Töchtern des benachbarten Gutsbesitzers Larin vor: Olga, die Besonnene, beeindruckt ihn wenig. Tatjana (Lena Stolze), die Träumerin, verliebt sich augenblicklich in Onegin und meint ihn ihm den ihr bestimmten und lang ersehnten Mann gefunden zu haben. In einem Brief gesteht sie ihm ihre Liebe: „Der Himmel will es, ich bin dein. Mein Leben war dafür verpfändet, dass du mich triffst und löst es ein. Ich weiß es, Gott hat dich gesendet mein Hüter bis ans Grab zu sein." Der allem überdrüssige Onegin ist zwar gerührt von ihrer Offenheit, kann sich aber eine Ehe nicht vorstellen, denn: „So sehr ich sie auch liebte, bald ließ die Gewohnheit mich schon kalt." Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
13 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Der Klassiker der russischen Literatur!,
Rezension bezieht sich auf: Jewgeni Onegin: Roman in Versen (insel taschenbuch) (Taschenbuch)
Der Roman "Jewgeni Onegin" gilt als das Buch, das die russische Literatur begründete!"Jewgeni Onegin" ist ein Versroman und besteht aus insgesamt acht Kapiteln, wobei jedes dieser Kapitel in mehrere Strophen unterteilt ist. Der Autor, Alexander Puschkin, entwickelte für diesen Roman extra das sogenannte "Onegin-Versmaß"; jede Strophe besteht immer aus genau 14 Zeilen. Der Klassiker "Jewgeni Onegin" wurde erstmals in den Jahren 1825-1833 in einer Zeitung als Fortsetzungsroman veröffentlicht. In dem Roman geht es in erster Linie um die unglückliche Liebesbeziehung zwischen dem großstädtischen St.Petersburger Dandy Jewgeni Onegin und der scheuen Schönheit vom Lande Tatjana Larina. Puschkin schafft es, die auf- und abwärts gehende Achterbahnfahrt der Liebe in ihrer Banalität und der Leidenschaft in ihrer Realität bis hin zum wahrlich großartigen Finale in Moskau in ironisch-nachdenklichem Schreibstil zu schildern. Aber "Jewgeni Onegin" ist viel mehr als nur eine wunderbare Liebesgeschichte - dieser Roman bildet die Seele des russischen Wesens auf literarischer Ebene! Puschkin trägt seine Lyrik auf sehr leichtfüssige Art und Weise vor, die dem Leser schon auf den ersten Seiten des Buches Lust auf ein Weiterlesen macht. Ein Lob bedarf es letztendlich auch der Übersetzung des Romans vom Russischen ins Deutsche. Der Übersetzer Rolf-Dietrich Keil hat es hervorragend geschafft, dem Geist des Originals literarisch treu zu bleiben ohne den Inhalt zu entfremden. Zum Schluß noch ein kleiner Hinweis an alle Liebhaber klassischer Musik: Tschaikowski schrieb eine seiner erfolgreichsten und besten Opern, "Pjotr", nach dem Vorbild dieses Weltliteraturklassikers! Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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