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"Jetzt war ich ganz allein auf der Welt": Erinnerungen an eine Kindheit in Königsberg. 1944-1947
 
 
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"Jetzt war ich ganz allein auf der Welt": Erinnerungen an eine Kindheit in Königsberg. 1944-1947 [Taschenbuch]

Hans-Burkhard Sumowski
4.9 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (9 Kundenrezensionen)
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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

„Es ist eine leise sachliche Stimme, die Sumowski den Kindern seiner Zeit verleiht […]. Statt allgemeingültig verfasster Schlussfolgerungen liefert er höchst persönliche Eindrücke. Geschichtliche Hintergründe lässt er überzeugend aufgehen in der dichten Beschreibung des Erlebten. […] Bewegt, an vielen Stellen auch gerührt, folgt ihm der Leser in eine Vergangenheit, die vielen heute so weit weg erscheinen mag.“ (Die Welt )

„Eine der erschütterndsten und ergreifendsten geschriebenen Autobiographien, welche die Rezensentin je gelesen hat. Nach Hunderten von thematisch ähnlichen Erinnerungen gehört diese zu den am besten umgesetzten.“ (Ostpreußische Allgemeinen Zeitung )

Kurzbeschreibung

Eine Liebeserklärung an Ostpreußen und die verlorene Heimatstadt Königsberg

Hans-Burkhard Sumowski schildert in seinen Erinnerungen seine erschütternden Erlebnisse am Ende des Zweiten Weltkriegs in Königsberg. Als achtjähriger Junge überlebt er als Einziger seiner Familie die sowjetische Invasion und gerät mit Hunderten anderer deutscher Kriegswaisen in einen wahren Albtraum, bestimmt von Hunger, Krankheiten, Gewalt und Tod. Sumowskis Buch ist ein zutiefst berührendes Zeugnis von der Grausamkeit des Krieges und dem beeindruckenden Überlebenswillen eines Kindes.


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Kundenrezensionen

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
30 von 30 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Ergreifend 27. Januar 2008
Von Volkmar Weiss TOP 1000 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Das Buch besticht allein schon durch seine Schreib- und Sichtweise. Der Verfasser gelingt es im Rückblick, sich in seine damaliges kindliches Verständnis wieder zurückzuversetzen, nur ab und zu unterbrochen durch kurze Reflektionen aus seinem späteren Wissen. Er klagt nicht an und fragt nicht nach den Ursachen, er gibt wieder, was in seiner Erinnerung haften geblieben ist.

Im Sommer 1944 scheint die Welt in Königsberg für den damals gerade achtjährigen Verfasser noch in Ordnung. Der Vater ist als Besatzungssoldat in Norwegen und schickt von dort Freßpakete. Doch als die Rote Armee an die Grenzen Ostpreußen heranrückt, diese im Januar 1945 durchbricht und Königsberg einschließt, verändert sich das Leben vollständig. Die Schulen schließen, die Versorgung bricht zusammen, der Junge lebt praktisch monatelang bei den deutschen Einheiten, die sich auf den letzten Ansturm der sowjetischen Truppen vorbereiten. Von den Soldaten lernt er im Umgang mit Waffen und Technik eine Menge, was sich bald als außerordentlich nützlich erweisen soll.
Nach der Einnahme der Stadt treiben die Russen Frauen und Kinder aus der Stadt. Während die sowjetischen Sturmtruppen sich anfangs noch zurückhalten, kommt es schon bald auf einem Friedhof zu Massenvergewaltigungen. Vor den Augen ihrer Kinder werden Mütter, Tanten und Schwestern mehrfach vergewaltigt. Die Mutter des Verfassers kann seinen kleinen Bruder nicht mehr säugen, und er stirbt. Irgendwo auf dem Lande werden dann die fast Verhungerten erst einmal sich selbst überlassen. In ihrer Verzweiflung kehren sie freiwillig nach Köngsberg zurück.
In den Ruinen der völlig zerstörten Stadt beginnt für den nun Neunjährigen ein Überlebenskampf, wie er härter nicht sein kann. Man kann das auch nicht in wenigen Worten zusammenfassen, das muß man lesen. Seine Großmutter und Mutter sterben.

Dann beginnt das Hohelied der Menschlichkeit - auch auf der Seite der Russen - das in allen derartigen Geschichten durchdringt und ohne das ein Überleben, auch nur von wenigen, nicht möglich wäre. Im Winter 1945/46 beginnt eine sehr kleine Zahl von Nonnen hunderte von Waisenkindern einzusammeln. Wer sechs Jahre alt ist, bekommt eine Überlebenschance, da auch weiterhin alles Lebensnotwendige (Nahrung und Heizmaterial) irgendwo in den Ruinen erbeutet werden muß. Die kleineren Kinder sterben fast alle.
Als das Waisenheim von einem kriegsversehrten russischen Hauptmann übernommen wird, beginnt sich die Lage allmählich zu bessern. Er setzt sich für die deutschen Kinder ein, möchte allen Vater sein. Der Verfasser erweist sich als außerordentlich geschickt und gelehrig, repariert zusammen mit einem für das Heim abgestellten deutschen Kriegsgefangenen Elektro- und Wasserleitungen, auch in den Häusern der sowjetischen Offiziere. Das wird mit Naturalien bezahlt. Aus Leningrad kommt eine Hilfssendung mit strapazierfähiger Kleidung.

Schließlich werden die Kinder 1947 in einem mit Soldaten bewachten Sonderzug nach Deutschland entlassen. Der Verfasser findet seinen Vater.

"Ich sah Königsberg sterben" von Hans Deichelmann ist wohl das klassische Buch über den Untergang Königsbergs. Aber auch "Überleben war schwerer als Sterben" von Erika Morgenstern und "In Heimatland in Feindeshand" von Heinz Schön sind dieser Erinnerung gewidmet.
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10 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Gromperekaefer TOP 1000 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe|Von Amazon bestätigter Kauf
Hans-Burkhard Sumowski schildert seine Kindheit in Königsberg, wo er während der Kriegszeit aufwächst. Trotz der Abwesenheit seines Vaters, welcher sich im Kriegsdiesnt befindet, durchlebt e reine sorgenfreie Zeit in Königsberg mit seiner Mutter, seinen Grosseltern und seinen Freunden. Nach und nach rückt dann jedoch die russsiche Gefahr näher. Königsberg wird in Verteidigungszustand gesetzt und von den Russen belagert, am Ende dann erobert. Nun beginnt das Leid der Überlebenden, welche von den Russen anfangs misshandelt und vertrieben werden. Es ist ein Kampf ums Überleben, eine ständige Nahrungssuche, wobei die Not erfinderisch macht.

Durch die Strapazen verliert der Autor seine Grossmutter, sine Mutter und steht auf einmal ganz allein in dem besetzten Gebiet. Er kommt schliesslich bei Nonnen unter, welche Waisen aufnehmen. Die Not zwingt die Kinder auf Nahrungssuche, Holz- und Wasserbeschaffung zu gehen. Später wird das Heim dann von Russen übernommen. Es kommt zu einem glücklichen Ende, als die Kinder nach Deutschland ausgeliefert werden, und Sumowski seinen Vater wieder findet, welcher den Krieg überlebt hat.

Das Buch ist eines von vielen Schicksalen während des zweiten Weltkrieges, mit einem glücklichen Ende. Man kann sich vorstellen dass viele Schicksale anders verlaufen sind. Dem Autor ist es hoch anzurechnen, dass er der Nachwelt seine Erfahrungen mitteilt.

Ein ergreifendes Werk, welches für jedermann absolut lesenswert ist.
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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Vorsicht! 1. März 2008
Format:Gebundene Ausgabe
Vorsicht! denn für diejenigen, die die Auswirkungen dieses schrecklichen Krieges erlebt haben, sicher keine Bettlektüre. Erwachsene verzweifeln, Kinder haben oft einen besonderen Schutzengel und sehen vieles als Abenteuer an, sagt man, stimmt aber so auch nicht, denn der Autor brauchte ja fast 60 Jahre Abstand um überhaupt darüber berichten zu können. So werden die Dinge zumeist rein sachlich aneinander gereiht und manches Erlebnis als abenteuerliche Empfindung aus Sicht eines Kindes hingestellt. Vielleicht gut so, denn viel anders kann man dieses Grauen kaum bewältigen. Jüngere und Ältere sind durchweg umgekommen, er aber hat Glück gehabt, dies tröstet etwas. Später besucht er noch einmal seine geliebte Heimat und kommt zu der Erkenntnis, dass Königsberg nie wieder Königsberg sein wird. Hier wäre vielleicht ein Wort über Preußen und über dieses uralte preußische Land nicht fehl am Platze gewesen. Insgesamt ein spannendes zum Nachdenken anregendes Buch.
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Die neuesten Kundenrezensionen
Spannend und sehr interessant !!
Dieses Buch, so unscheinbar es doch auf den ersten Blick wirkt, hat mich sehr gefesselt!
Am Ende jener Seite musste ich wissen wie es auf der darauffolgenden weitergeht. Lesen Sie weiter...
Vor 3 Monaten von Diana veröffentlicht
...lesen und verstehen...
!!!Definitiv lesenswert!!!

Persönlicher als "Jetzt war ich ganz allein auf der Welt" kann ein Buch kaum sein. Lesen Sie weiter...
Vor 3 Monaten von Hamburger Jung veröffentlicht
Sehr gut geschrieben
Ich lese das Buch gerade zum zweiten Mal und bin wieder erstaunt, dass der Autor es schafft ohne Verbitterung und Anklage seine furchtbaren Erlebnisse als kleiner Junge zu... Lesen Sie weiter...
Vor 4 Monaten von Thekla Foest veröffentlicht
Wie gut geht es uns doch heute
Ich gehöre zu der glücklichen Generation, die diese furchtbare Zeit nicht selbst erleben mussten. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 1. November 2009 von Angelika Mertens
Tragische Jugenderinnerungen an Königsberg
Jahrzehntelang verschloss Hans-Burkhard Sumowski die dramatischen Erinnerungen an die Jahre 1944 - 1947 in seiner Heimatstadt Königsberg/Pr.
tief in seinem Inneren. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 18. November 2008 von Dr. Eberhard Scharffetter
ergreifend und sehr wertvoll !!!
Ein wunderbares Buch! Sehr ergreifend geschrieben. Es ist für mich unfaßbar, was der Autor als 8jähriger Junge durchgemacht hat und was seine Kinderaugen für... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 2. März 2008 von A. Pietsch
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Die Auseinandersetzung der Nachkommen von Überlebenden zum Thema Holocaust 0 23.02.2010
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