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Jetzt reden wir!: Diagnose AD(H)S und was die Kinder wirklich fühlen [Taschenbuch]

Udo Baer , Waltraut Barnowski-Geiser
2.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)
Preis: EUR 9,95 kostenlose Lieferung. Siehe Details.
  Alle Preisangaben inkl. MwSt.
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Kurzbeschreibung

26. Januar 2009
In diesem Buch, das die "Innenwelten" von hyperaktiven Kindern zeigt, kommen diese Kinder erstmals selbst zu Wort - mit überraschenden Einsichten, die zu einer unverzichtbaren Orientierungshilfe für Eltern, LehrerInnen und TherapeutInnen werden. Und unser Verständnis dieser Kinder um eine entscheidende, bisher unbeachtete Dimension erweitern. Kinder, die »nerven« oder »auffallen« werden heute fast automatisch mit der Diagnose AD(H)S in Verbindung gebracht. Mit dramatischen Folgen: Sie werden »krankgeschrieben« und um sie ruhig zu stellen, bekommen immer mehr die Psychodroge Ritalin verschrieben. Völlig aus dem Blick verloren wird darüber, was in diesen Kindern eigentlich vorgeht, was sie – buchstäblich – bewegt, und was die wahren Gründe für ihr Verhalten sind, das die Erwachsenen stört. Dieses Buch beschreibt den Teufelskreis, in den ein Kind gerät, das überall aneckt und zu hören bekommt, »unerträglich« zu sein. Und es zeigt Wege auf, wie man ihm wirklich helfen kann.

Wird oft zusammen gekauft

Jetzt reden wir!: Diagnose AD(H)S und was die Kinder wirklich fühlen + Hyperaktive Kinder kreativ: Das Semnos-Konzept in Therapie und Pädagogik. Summaries, Anregungen, Folgerungen + Schule braucht Gefühl: Kinder kreativ-therapeutisch fördern
Preis für alle drei: EUR 33,90

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Produktinformation

  • Taschenbuch: 166 Seiten
  • Verlag: Beltz; Auflage: 1 (26. Januar 2009)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3407858817
  • ISBN-13: 978-3407858818
  • Größe und/oder Gewicht: 20,4 x 13,4 x 1,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 2.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 77.214 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

Über den Autor

Udo Baer, Jg. 1949, Dr. phil., Diplom-Pädagoge, Kreativer Leibtherapeut, Leiter der Zukunftswerkstatt therapie kreativ, seit vielen Jahren in therapeutischer Praxis und als Ausbilder tätig. Zusammen mit seiner Frau Gabriele Frick-Baer Autor zahlreicher Fachbücher. Udo Baer ist Vorsitzender des Stiftungsrates der »Stiftung Würde«.

Waltraut Barnowski-Geiser (Dr. sc.mus.) Musiktherapeutin, Beratungslehrerin, Lehrerin, Lehrbeauftragte an der Universität Köln.


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Kundenrezensionen

2.8 von 5 Sternen
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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
11 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Blick hinter die Kulissen 8. Mai 2009
Format:Taschenbuch
Ein Blick hinter die Kulissen

Ein Blick hinter die Kulisse der Diagnose ADS/ADHS ermöglicht dieses Buch. Warum? Weil hier die Kinder um die es geht - und über deren Diagnose und Störungsbilder" in der Fachliteratur viel geredet und geschrieben wird - endlich selber zu Wort kommen. Statt sich auf allgemeine Symptome und ihre mögliche Behandlung zu konzentrieren, eröffnet uns das Autorenpaar die Innenwelten dieser Kinder, ihre Gefühle, ihre Nöte, ihre Fähigkeiten und ihr ganz individuelles Erleben. Es wird offensichtlich, dass es nicht ausreicht, komplexe Lebenszusammenhänge mit einer Diagnose zu versehen, die die Kinder häufig stigmatisiert.
Die vorgestellten Fallgeschichten der betroffenen Kinder und ihre Botschaften sind sehr berührend und ein Zeugnis des individuellen Leidens eines jeden einzelnen Kindes. Eines Leidens, das anerkannt und gewürdigt wird. Und sie eröffnen neue Perspektiven für ein tieferes Verständnis dieser Kinder.
Die fachlichen Kommentare zu jedem Fallbeispiel zeigen kreative und individuelle Wege im Umgang mit den betroffenen Kindern auf, die für Eltern genauso hilfreich sind wie für Lehrer/innen, Erzieher/innen und Therapeut/innen.
Ein absolut empfehlenswertes Buch für jeden, dem Kinder am Herzen liegen.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch
Mich macht es traurig und betroffen, wenn so viele Rezensionen hier mit harten Worten über das Buch und die darin vertretenen therapeutischen Ansichten herfallen. Auch kann ich nicht nachvollziehen, dass die Autoren 100%ige Gegner von medikamentöser Behandlung seien. Das gibt das Buch einfach nicht her! ' Ich sehe aber auch das große Leid der Eltern und der weiteren Bezugspersonen. Leid kann hart machen und den Blick verstellen: Die Hilflosigkeit und Überforderung von Angehörigen und Eltern mag sich dann in Aggression einerseits (wie hier in manchen Rezensionen) aber auch in der Forderung nach 'einfachen, schnellen Lösungen' (nach medikamentöser Behandlung) andererseits zeigen. ' Meine nun folgende Rezension schreibe ich als selbst Betroffener, aktuell 61-jährig im psychotherapeutischen Bereich tätiger Mensch:

Als ich dieses Buch las, war ich angenehm berührt von den einfühlsamen Einsichten, aber auch von der angenehm ruhigen, liebevollen Sprache zweier Psychotherapeuten.
Hier wird AD(H)S-Therapie vorgestellt, wie sie wirklich sein sollte und ich erkenne diese Vorgehensweisen aufgrund meiner eigenen Kindheitserinnerungen sofort als richtig! Als ich die Fallbeispiele und das therapeutische Vorgehen der Autoren las, habe ich vor Berührtheit geweint. Denn genau so hätte ich mir damals als Kind gewünscht, angenommen und beachtet zu werden! Und genau diese Art an Hilfestellung hätte ich mir gewünscht und hätte ich dringend gebraucht!
Und das Vorwort unterschreibe ich ebenfalls sofort: Die Autoren äußern ihren Zorn, ihren Frust darüber, dass der Kostendruck im heutigen Gesundheitswesen, aber auch der (Leidens-)Druck der Eltern oder Lehrer (das Kind muss schnellstens 'normal' werden) zur fast zügellosen Verordnung von Psychopharmaka verleitet, statt geduldig das Engagement einer meist über 1-jährigen Therapie auf sich zu nehmen, aufgrund derer dann das Kind erlernen kann, wie es ohne Medikamente und ganz aus eigener Kraft mit seinen Besonderheiten konstruktiv umgehen kann.

Besonders erfreut hat mich die Schilderung, wie wichtig die Einbeziehung aller Bezugspersonen in eine Therapie ist. Denn auch aufgrund meiner eigenen Biografie weiß ich, dass Eltern und Lehrer dazu neigen, durch rigide Erziehungsmaßnahmen, Strafen und Ausüben von Druck das Kind zu einem angepassteren Verhalten zu bringen. Damit aber treten sie einen Teufelskreislauf los, der alle daran Beteiligten extrem belastet: Denn die meisten störenden Verhaltensweisen der Kinder werden erst durch das Verhalten der Bezugspersonen hervorgerufen und sind daher gar keine echten Symptome von AD(H)S!!!

Das Kind leidet unter dieser Belastung am meisten und entwickelt Bewältigungsstrategien, um sein Leiden erträglicher zu machen. Diese Bewältigungsstrategien sind fast immer schädigend können Ausmaße annehmen, die von unerfahrenen Therapeuten dann sogar als schwere psychische Störungen fehl-diagnostiziert werden. Erhalten Kinder keine echte Hilfe, können sie aufgrund dieser Zusammenhänge sogar Persönlichkeitsstörungen entwickeln!
Hier ist also eine sytemische Einbeziehung aller Bezugspersonen hilfreich, um Abwärtsspiralen in Eskalation nachhaltig zu unterbrechen. Die Autoren bedauern dabei, dass eben diese systemische Arbeit aber aus verschiedensten Gründen der Beteiligten nicht akzeptiert wird ' zum Nachteil des Kindes!

Aber auch auf Seiten der Forscher, der Verfasser von diagnostischen Leitlinien und AD(H)S-Testfragebögen sowie der Fachliteratur fehlt bisher weitgehend die systemische Betrachtungsweise. Es kann nicht oft genug betont werden: Viele der Symptome, die als 'typisch' für AD(H)S beschrieben werden, sind in Wirklichkeit Reaktionen auf das belastende Verhalten der Bezugspersonen und der Umwelt auf diese Kinder!!!
Um systemisch therapieren zu können, ist die Einbeziehung und das aktive Mitwirken aller Beteiligten erforderlich. Und es ist Geduld und viel zeit erforderlich. Zudem müsste eine Therapie so früh wie möglich beginnen, bevor sich Abwärtsspiralen zu drehen beginnen und sich dysfunktionale Bewältigungsstrategien in den Kindern verfestigen. ' Genau in dieser Einsicht der Zusammenhänge und Wirkungsmechanismen arbeiten die Autoren dieses Buches! Das begeistert mich, weil ich es aufgrund meiner eigenen Kindheitserlebnisse als richtig und stimmig erlebe!

Es wundert mich nicht, dass hier zwei Heilpraktiker der Psychotherapie als Autoren aktiv geworden sind. Denn sie sind nicht in den Strukturen und Vorgaben unseres kaputten Gesundheitssystems gefangen, in dem es mehr um Geld als um die Menschen geht. So können sie es sich leisten, ihre eigenen Erkenntnisse in neuen Therapie-Ansätzen umzusetzen, voller liebevollem, geduldigem Engagement zugunsten der Kinder mit dieser Besonderheit! ' Ich selbst würde als Therapeut nicht anders vorgehen!

Gegen Ende des Buches kommen auch einige Erwachsene mit der Besonderheit AD(H)S zu Wort. Wieder werden die Aussagen der zuvor zitierten Kinder bestätigt, indem diese Erwachsenen auf ihre Kindheitserfahrungen zurückblicken und äußeren, was sie damals wohl eher als Hilfsangebot gebraucht hätten. Nicht nur, weil diese Erwachsenen zitiert werden, sondern vor Allem, weil durch die Beobachtungen und Folgerungen in diesem Buch endlich ein realistisches Bild gezeichnet wird von dem, was A(H)S tatsächlich ist. Und weil in diesem Buch nicht 'die offizielle Lehrmeinung nach ICD-10 / DSM IV' kritiklos nachgebetet wird.
Die Richtigkeit der Aussagen in diesem Buch wird zudem nicht nur durch die vielen Schilderungen der betroffenen Klienten erhärtet, sondern auch durch die nachweisbaren Therapie-Erfolge, die die Autoren mit ihrem therapeutischen Vorgehen und der zugrunde liegenden anderen Sichtweise erreichen!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ben
Format:Taschenbuch|Von Amazon bestätigter Kauf
Das Kapitel "Mein Jahr mit Ole" habe ich meinem 11-jährigen Sohn mit (bisher nicht besonders erfolgreich therapiertem) ADHS vorgelesen. Am liebsten hätte er Ole zum Freund gehabt und sofort eine Therapie wie er gemacht.
Das Buch hat mir geholfen, meinen Sohn noch besser zu verstehen.
Andererseits hat die "geballte Ladung" von Teenager Therapie Berichten mich auch sehr berührt und ängstlich gemacht.
Als allein Erziehende passt man leider in alle dort aufgezeigten Klischees.
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