... hat sich Christine Wunnicke da ausgedacht. Eine kunstvolle Sprache, raffinierte Handlungsführung und charaktervolle Figuren zeugen von der ungeheueren literarischen Kraft dieser jungen Autorin. Der Leser begleitet den Hauptprotagonisten Cuddie Savoy, schillernder Star der Glam-Rock-Bewegung um David Bowie, durch verschiedene Lebensalter. Hochspannend von Beginn bis Ende, wird das Buch immer an den Stellen besonders intensiv, wo der junge Star der späten 60'er Jahre durch einen geheimnisvollen Zeitsprung in unsere Gegenwart auf raffinierte Art und Weise mit der Frage nach seiner menschlichen Identität konfrontiert wird. Hier entfaltet der Text eine Einfühlsamkeit, die ihresgleichen in der deutschen Gegenwartsliteratur sucht. Ich bin durch Christine Wunnickes neuestes Buch "Die Kunst der Bestimmung" auf die Autorin gestoßen, das mindestens ebenso genial und spannend ist wie "Jetlag". Jeder, der Interesse an Fragen des menschlichen Daseins und vielleicht (aber nicht notwendigerweise) auch an der Rockkultur der späten sechziger, frühen siebziger Jahre hat, wird dieses Buch verschlingen.