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Der Jesuswahn: Wie die Christen sich ihren Gott erschufen. Die Entzauberung einer Weltreligion durch die wissenschaftliche Forschung
 
 
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Der Jesuswahn: Wie die Christen sich ihren Gott erschufen. Die Entzauberung einer Weltreligion durch die wissenschaftliche Forschung [Gebundene Ausgabe]

Heinz-Werner Kubitza
3.9 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (37 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 382 Seiten
  • Verlag: Tectum-Verlag; Auflage: 2. Bearb. u. erg. (Januar 2011)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3828824358
  • ISBN-13: 978-3828824355
  • Größe und/oder Gewicht: 21,6 x 15,2 x 2,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.9 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (37 Kundenrezensionen)
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Heinz-Werner Kubitza
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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Die Bibel ist das am meisten überschätzte Buch der Weltliteratur, Jesus von Nazareth die am meisten überschätzte Person der Weltgeschichte. Mit solchen Thesen hinterfragt der Autor, selbst promovierter Theologe, die in Europa vorherrschende Weltreligion des Christentums. In gut lesbarer Form und nicht ohne Ironie wird gefragt, ob die Bibel denn tatsächlich ein gutes und ethisch wertvolles Buch sei, wie die Kirchen immer wieder behaupten, oder ob sich im Alten Testament nicht vielmehr ein zorniger Kriegsgott austobt und das Neue Testament für das Ende der Zeiten die Vernichtung aller Ungläubigen ankündigt. „Wer da glaubt und getauft wird, der soll selig werden, wer aber nicht glaubt, der soll verdammt werden.“ (Mk 16,16). Und es wird gefragt, ob sich die Kirchen denn zu Recht auf jenen Jesus von Nazareth berufen, den sie als Gottes Sohn verkündigen. Denn die wissenschaftliche Forschung hat längst erkannt, dass Jesus ein ganz anderer war und mit dem Jesus der Kirchen fast nichts gemein hat. Das Christentum bewegt sich in der Weltgeschichte ohne Fahrschein. Dieses Buch richtet sich sowohl an Gläubige und Anhänger der Kirchen, die sich nicht scheuen, auch mit unangenehmen Fakten konfrontiert zu werden, als auch an der Kirche Fernstehende, die immer schon vermutet hatten, dass mit dem Christentum etwas nicht stimmen kann. Zu diesem Buch gibt es eine eigene Homepage mit Inhaltsverzeichnis und Leseproben jesuswahn.de

Über den Autor

Dr. Heinz-Werner Kubitza ist seit fast 20 Jahren Inhaber des Tectum Wissenschaftsverlags in Marburg. Er hat in Frankfurt, Tübingen, Bonn und Marburg evangelische Theologie studiert und dort auch promoviert. Schon im Studium hat er sich intensiv mit dem Problem des historischen Jesus beschäftigt und dabei theologisch quasi hinter die Kulissen geschaut. Daneben war er aber auch in Kirchengemeinden viele Jahre ehrenamtlich aktiv und ist so auch mit der psychischen Gestimmtheit von Gläubigen bestens vertraut. Kubitza ist Fördermitglied der Giordano Bruno Stiftung, die sich für Aufklärung und eine humanistische Ethik einsetzt.

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172 von 199 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Geistreiche Aufklärung über die wundersame Gottwerdung Jesu, 17. Januar 2011
Von 
Wolfgang Klosterhalfen (Düsseldorf) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Der Jesuswahn: Wie die Christen sich ihren Gott erschufen. Die Entzauberung einer Weltreligion durch die wissenschaftliche Forschung (Gebundene Ausgabe)
Nachdem ich in den letzten Jahren bibel- und kirchenkritische Bücher von Buggle, Deschner, Lüdemann und anderen gelesen habe, war ich mir nicht sicher, ob es sich für mich lohnen würde, nun auch noch den Jesuswahn" von Kubitza zu studieren. Es hat sich gelohnt, sogar schon bevor ich das Buch in den Händen hatte. Denn der Autor hat etliche Leseproben auf jesuswahn de zur Verfügung gestellt.

Kubitzas Beitrag zur religiösen Ausnüchterung" hat das Potential, zu einem Standardwerk populärwissenschaftlicher Bibelkritik zu werden. Sein erster Satz lautet: Die Bibel ist das am meisten überschätzte Buch der Weltliteratur." (S. 9) Schon das erste Kapitel (Der peinliche Gott des Alten Testaments") demonstriert eindrucksvoll, dass sich auf den Macht- und Rachephantasien nomadisierender Wüstenbewohner keine akzeptable Ethik aufbauen lässt. Wer sich der Illusion hingibt, der Autor habe nur einzelne Stellen aus dem Zusammenhang gerissen, möge zur Strafe das gesamte AT lesen.

Wichtiger ist aber der Rest des Buchs, denn die Christenheit definiert sich ja über den Jesus, der schon wenige Jahrzehnte nach seinem schmachvollen Tod am Kreuz (oder Pfahl?) zum göttlichen Christus weiterentwickelt wurde. Hier legt der promovierte Theologe detailliert dar, wie Jesus zuerst von Paulus, der sich für den historischen Jesus nicht interessierte, und dann von den vier amtlich zugelassenen Evangelisten die Gottessohnschaft angedichtet wurde. Man braucht ja eigentlich nur jede Aussage des Markus mit den folgenden drei Evangelien zu vergleichen, um zu merken, dass diese Erzählungen vorne und hinten nicht stimmen. Der eine weiß" dies, der andere jenes, und oft wird nicht miteinander Vereinbares zum gleichen Sachverhalt berichtet. Diese mühselige Arbeit nimmt uns jedoch der Verfasser ab und zitiert im fortlaufenden Text die entsprechenden Stellen, so dass man nicht ständig in der Bibel oder in einem Anhang nachschlagen muss. Natürlich geht er dabei immer wieder auf interessante Überlegungen und Ergebnisse der kritischen Theologie ein. Am Ende bleibt vom Jesus der Sonntagspredigten (die am meisten überschätzten Person der Weltgeschichte") nicht viel übrig: Der Christus der Kirche ist ein Geschöpf dieser Kirche selbst, nicht er hat die Kirche begründet, sondern die Kirche hat Christus begründet." (S. 233)

Kubitza schreibt intelligent, flüssig, unterhaltsam, pointiert und ohne theologische Laien zu überfordern. Besonders gut haben mir - zum Thema passend - seine häufigen bildlichen Vergleiche gefallen.

Wer sich nicht speziell für die Debatte Kreationismus vs. Evolutionslehre" interessiert, sollte sich lieber Kubitzas Jesuswahn" als den Gotteswahn" von Dawkins zulegen.
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90 von 110 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Ein Hoch auf die Ratio, 30. Januar 2011
Von 
Rezension bezieht sich auf: Der Jesuswahn: Wie die Christen sich ihren Gott erschufen. Die Entzauberung einer Weltreligion durch die wissenschaftliche Forschung (Gebundene Ausgabe)
Er wurde festgenommen, verhört und verurteilt, gegeißelt und dann zusammen mit einem Verbrecher gerichtet, während ein zweiter Krimineller leben durfte. Blut tropfte aus einer Speerwunde, doch das Opfer erwachte von den Toten und schenkte als Gesandter seines Gott-Vaters auf Erden ewiges Leben. Die Rede ist von Marduk, einem Gott der babylonischen Hochzivilisation am Euphrat.
Ob der Mythos Pate stand für die christliche Passionsgeschichte, ist weder bewiesen noch widerlegt. Dass der scheinbar so monolithische christliche Glaube in Wahrheit eine eklektische Zusammenstellung religiöser Inhalte aus verschiedenen Quellen ist, wird heute selbst im aufgeklärten Religionsunterricht vermittelt. In seinem negativen Glaubensbekenntnis 'Der Jesuswahn' geht der promovierte Theologe Heinz-Werner Kubitza jedoch einen großen Schritt weiter. Akribisch aber immer mit dem Blick auf das Große Ganze führt er die christliche Lehre anhand ihrer eigenen Quellen ad absurdum. Dabei referiert Kubitza mit zahlreichen Verweisen auf die Vorarbeiten führender katholischer wie protestantischer Theologen zunächst nur, was seit 20 Jahren in theologischen Fachkreisen gängige Überzeugung ist: Er beginnt mit dem strafenden, Blut dürstenden und aus heutiger Sicht vielfach 'peinlichen' Gott des Alten Testaments, der übrigens nicht mit dem Jahwe übereinstimmt, an den Abraham und seine Sippe glaubten. Jesus von Nazareth setzte dem zwar den 'liebenden' Gott entgegen ' aber nur für seine eigenen Leute. Als gläubiger Jude ' so Kubitza ' habe Jesus eine Weltmission niemals propagiert. Sich selbst sah er auch nicht als den Sohn Gottes, sondern als einen Sohn Gottes. Und sein religiöses Tätigwerden speiste sich allein aus der bis dato nicht eingetretenen Naherwartung des baldigen Weltendes. Erst die frühchristliche Kirche, die sich ebenso wie die Evangelisten nicht wirklich für das Leben Jesu interessierte, formte aus dem jüdischen Prediger in Abgrenzung vom Judentum einen Gott. Nimmt man diese Erkenntnisse als gegeben, erübrigt sich jede Diskussion um eine moderne Auslegung. Eine heilige Schrift, deren Grundannahmen nicht stimmen, gewinnt auch durch 2000 Jahre Tradition an Wahrheitsgehalt.
Den Autor treibt angesichts dieser mit mancherlei Ironie vorgetragenen Geschichte das erstaunte Unbehagen darüber an, dass selbst die aufgeklärte postmoderne Gesellschaft sich bis heute auf christliche Werte beruft und die Bibel zum moralischen Wegweiser erklärt. Wie er anschaulich zeigt, stehen Bibelworte, selbst die als integer geltenden Zehn Gebote, vielfach den Geboten der Toleranz, Freiheit und Gleichheit diametral gegenüber. Der Spott mancher Protestanten über katholischen Dogmatismus in Fragen des Zölibats oder der Heiligenverehrung erweist sich lediglich als eine andere Variante desselben Spiels.
Zudem entlarvt Kubitza das westliche Unverständnis gegenüber dem Islam ebenso als scheinheilig wie die Hinwendung zu anderen Kulten. Kubitzas Buch ist ein engagiertes, gut lesbares, lehrreiches und bisweilen unterhaltsames Plädoyer für die Rationalität. Wer glauben möchte, sollte es nicht lesen.
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63 von 80 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Apotheose eines gescheiterten Wanderpredigers, 26. Januar 2011
Rezension bezieht sich auf: Der Jesuswahn: Wie die Christen sich ihren Gott erschufen. Die Entzauberung einer Weltreligion durch die wissenschaftliche Forschung (Gebundene Ausgabe)
Der Untertitel dieses Buches könnte auch lauten: Sukzessive Apotheose eines gescheiterten Wanderpredigers.
Mit hoher Fachkompetenz und bewundernswerter historischer und religionswissenschaftlicher Genauigkeit weist Dr. Heinz-Werner Kubitza den Hergang jener Konstruktion nach, der Christen wie Nichtchristen gemeinhin als Bild Jesu Christi geläufig ist. Der Mann weiß, wovon er schreibt, er ist von Hause aus Theologe. Und er weiß, wie man schreibt, um auch den interessierten Laien zu fesseln, getreu dem Grundsatz: Wer etwas zu verschleiern sucht, gerät gewöhnlich ins nebelhafte Schwurbeln, wer hingegen etwas zu sagen hat, kann es deutlich und klar ausdrücken. Und so liest sich das Buch bei aller wissenschaftlichen Korrektheit streckenweise wie ein spannender Enthüllungskrimi, zuweilen gar mit einer Prise hintergründigem Humor gewürzt. Der Autor setzt beim Leser keineswegs so etwas wie Bibelfestigkeit voraus, alle relevanten Stellen zitiert er im laufenden Text, so dass der Lesefluss nicht unterbrochen wird. Sollte sich zuvor jemand durch Benedikts "Jesus von Nazareth" gequält haben: Hier findet er nach geistlichem Weihrauchdunst Entspannung an der geistigen frischen Luft.
Das Fazit lautet: Obwohl sehr wahrscheinlich auf einer historischen Person fußend, ist auch der Gott Jesus Christus, wie alle Götter, nichts anderes als ein Produkt menschlichen Wunschdenkens und menschlicher Einbildungskraft. Und er ist alles andere als der Verkünder einer zeitgemäßen Ethik.
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